02. Januar 2019 / 11:23 Uhr

Winterlicher Königstransfer für den TB Uphusen

Winterlicher Königstransfer für den TB Uphusen

Florian Cordes
Nils Laabs, hier noch im Trikot des Bremer SV, schließt sich dem TB Uphusen an.
Nils Laabs, hier noch im Trikot des Bremer SV, schließt sich dem TB Uphusen an. © Frank Thomas Koch
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Der Oberligist wird bei Stürmersuche fündig und holt Nils Laabs aus Jeddeloh

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Die zentrale Sturmspitze ist beim TB Uphusen im bisherigen Saisonverlauf eine Problemposition gewesen. Dem Fußball-Oberligisten aus dem Achimer Westen fehlte ein echter Knipser. Ein Stürmer, der in schöner Regelmäßigkeit trifft. Das hatte auch damit zu tun, dass Thomas Celik die gesamte Hinserie ausfiel und aufgrund seines Wechsel zum Landesligisten FC Verden 04 nun eh nicht mehr als Option zur Verfügung steht. Doch Florian Warmer, Sportlicher Leiter des TBU, ist bei seiner Stürmersuche fündig geworden – und zwar in der Regionalliga Nord. Vom SSV Jeddeloh wechselt Nils Laabs zum TB Uphusen. „Dass Nils zu uns kommt, ist ein echter Glücksgriff“, meint Warmer. Für den TBU ist der Wechsel gar ein winterlicher Königstransfer.

Daher ist es auch nur wenig verwunderlich, dass sein künftiger Coach Fabrizio Muzzicato sehr glücklich über Laabs’ Entschluss ist. „Nils ist einer der besten Stürmer, die es bei uns in der Region gibt“, lobt Muzzicato seinen Neuen. „Mit seiner Erfahrung, seiner Spielweise und seiner Ausstrahlung wird er unserem Spiel auf jeden Fall guttun. Solch einen Stürmer, der immer topfit ist, findet man nur selten.“ Dass sich Nils Laabs, der über eine jahrelange Regionalliga-Erfahrung verfügt, für einen Wechsel zum aktuellen Zehnten der Oberliga Niedersachsen entschieden hat, liegt sehr nahe. Denn er trifft beim TB Uphusen auf viele alte Weggefährten, die er noch aus seiner Zeit beim Bremer SV kennt. Beim BSV spielte er bereits unter Trainer Fabrizio Muzzicato, bevor der Italiener dort nach der Saison 2016/2017 seinen Rücktritt erklärt hatte.

Zu einem anderen Spieler, der bereits im Januar 2018 nach Achim gewechselt war, hat der Stürmer zudem eine ganz besondere Verbindung. Denn Uphusens Kapitän Ole Laabs ist sein Bruder. „Es ist natürlich schön, dass wir noch einmal zusammenspielen“, sagt Nils Laabs. Und auch für seine Familie habe der Transfer einen Vorteil. „Unser Vater wird sich sicherlich freuen, dass er am Wochenende jetzt nur noch einen Sportplatz ansteuern muss“, sagte der Stürmer schmunzelnd.

Sein Bruder und die Bekanntschaften mit vielen TBU-Spielern seien zwar Gründe für den Wechsel aus der Regional- in die Oberliga gewesen, aber eben nicht die alleinigen und entscheidenden. „Auf der einen Seite hat sich bei mir privat einiges verändert. Beruflich und familiär habe ich künftig mehr zu tun“, erzählt der 34-Jährige. „Zweitens war das letzte halbe Jahr für mich sportlich nicht wirklich befriedigend. Ich will auf den letzten Metern meiner Karriere noch einmal richtig Spaß am Fußball haben. Daher ist Uphusen für mich die richtige Wahl.“

Genauso wie Muzzicato entschied sich auch Nils Laabs dazu, 2017 den Bremer SV zu verlassen. Zuvor waren beide mit dem Klub vom Panzenberg in der Relegation zur Regionalliga gescheitert. Für Laabs ging es dennoch in die vierte Liga. Im Ammerland beim SSV Jeddeloh wurde der Offensivmann zu einem Schlüsselspieler: In seiner ersten Saison kam er in 27 Ligaspielen auf 15 Treffer, hinzu kamen noch drei Tore im Niedersachsenpokal.

In der laufenden Spielzeit lief es für Nils Laabs nicht mehr ganz so rund. Zehnmal kam er beim SSV zum Einsatz, dabei erzielte er lediglich einen Treffer. Letztmals stand er in einem Regionalligaspiel am 13. Oktober für Jeddeloh auf dem Platz. Gegner war damals der Hamburger SV II. Nun will er beim TB Uphusen wieder mehr Spielanteile bekommen. Und er kommt auch mit einem klaren Ziel an den Arenkamp. Laabs: „Wir wollen eine gute Rückrunde spielen und die Klasse sicher halten. Darauf sollten wir uns fokussieren.“ Auch ihm ist nicht entgangen, dass die Leistungsdichte in der Oberliga Niedersachsen in dieser Saison sehr ausgeprägt ist. 

Fabrizio Muzzicato erhofft sich von der Wiedervereinigung mit Laabs vor allem, dass dieser für mehr Torgefahr im Spiel seiner Elf sorgt. Allerdings will der Trainer den Stürmer nicht unter Druck setzen. „Natürlich hoffen wir alle, dass Nils für uns entscheidende Tore schießt. Aber wir verlangen von ihm nicht, dass er eine bestimmte Anzahl an Treffern erzielt.“ Viel mehr setzt Muzzicato darauf, dass Laabs sein Team durch seine Präsenz bereichert: „Er hat sein hohes Niveau über viele Jahre gehalten. Deshalb ist er auch ein Vorbild. Für uns ist dieser Transfer eine super Geschichte.“

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