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„Wir haben auch für Phil gespielt“

Die Spgm. Rangsdorf 28/Groß Machnow tritt bei der Hallenlandesmeisterschaft auch für einen Mitspieler an, der bei einem Unfall mit einem Müllwagen schwer verletzt wurde, sich aber auf dem Weg der Besserung befindet

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Die Zwischenstände gab es per Liveticker, auch der große Moment, als sich sein Team den dritten Platz bei der Hallenfußball-Landesmeisterschaft sicherte, landete als WhatsApp-Nachricht in Windeseile bei Phil Seidel im Unfallkrankenhaus Marzahn. „Der Zuspruch und die Aktionen der Mannschaft haben uns sehr geholfen“, sagt Thomas Seidel, der Papa des Rangsdorfer Nachwuchsspielers Phil, der in der vergangenen Woche bei einem Unfall mit einem Müllauto schwer verletzt, mit einem Hubschrauber in die Klinik geflogen wurde.

Zum vierten Mal operiert

Inzwischen befindet sich der D-Jugendkicker der Spgm. Rangsdorf/Groß Machnow auf dem Weg der Besserung. „Es war Glück im Unglück, die Knochen und Gelenke sind nicht beschädigt“, sagt Thomas Seidel, „die Funktionalität der Beine scheint erhalten geblieben zu sein. Heute wird Phil zum vierten mal operiert. Es folgen noch weitere Operationen auf dem langen Weg der Genesung.“ Mutter Sabine Seidel sagt: „Wir sind guter Dinge. Es ist wirklich toll, wie die Mannschaft Phil unterstützt, ich bin sehr berührt davon. Es stärkt ihn sehr“.

"Sind froh, dass es ihm besser geht"

Sein Team, die D1-Jugendmannschaft der Spgm. Rangsdorf/Groß Machnow, war am vergangenen Sonnabend bei der Endrunde der Hallenfußball-Landesmeisterschaft auch für ihren Mannschaftskameraden aufgelaufen. „Phil hat uns geschrieben, dass er möchte, das wir antreten“, berichtet Torsten Neuhäuser, der Trainer des D1-Jugendteams, „er hat uns die Daumen gedrückt. Wir sind sehr, sehr froh, dass es ihm inzwischen besser geht.“

Auf dem weiten Weg nach Cottbus hatte sich das Ensemble aus Rangsdorf und Groß Machnow zunächst auf Kreisebene bei einem Marathon durchgesetzt und dann bei einem weiteren Qualifikations-Turnier auf Landesebene das Ticket gesichert. „Phil ist ein wichtiger Teil der Mannschaft“, sagt Neuhäuser.

Medaille und gerahmtes Bild mit ins Krankenhaus

In der gewaltigen Lausitzarena hatte die Spielgemeinschaft gleich im Eröffnungsspiel den FC Energie Cottbus bezwungen und am Ende im Sechs-Meter-Schießen gegen den SV Babelsberg 03 den dritten Platz erkämpft. „Wir als kleiner Kreisligist haben Cottbus bezwungen“, freut sich Neuhäuser, „das muss man sich mal vorstellen“.

Einen Krankenbesuch der Mannschaft wird es in Kürze geben, dann soll eine Medaille, die seine Mitspieler aus Cottbus mitgebracht haben und ein eingerahmtes Bild übergeben werden. Bereits jetzt hat das Team einen Ball mit allen Unterschriften der Spieler in die Klinik geschickt. „Die Mannschaft hat in Cottbus auch für Phil gespielt. Es war auch toll, das das Team gleich auf den Gedanken gekommen ist, sein Trikot mitzunehmen“, sagt Trainer Neuhäuser.

SV Rangsdorf 28 SV Eintracht Groß Machnow Region/Brandenburg

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