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© Bernd Wüstneck

„Wir haben ein Zeichen an die Mannschaft gegeben“

Hansa-Sportchef Schneider über Transfers, Heimschwäche und Angriffspläne.

Der Verein hat in der Winterpause vier Neuzugänge geholt – alle Wünsche erfüllt?
René Schneider (Hansa-Sportchef): Wir haben uns gezielt für die verschiedenen Positionen umgeschaut, für die wir jetzt Spieler geholt haben. Wir hatten dafür mehrere Kandidaten im Kopf und jetzt die Möglichkeit, bei dem einen oder anderen zuzugreifen.

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Woher kommt plötzlich das Geld für Zweitliga-Profis wie Christopher Quiring und Tim Väyrynen und einen Hochkaräter aus der 3.Liga wie Amaury Bischoff?
Schneider: Bekanntermaßen sind wir am Ende des Sommers nicht mehr aktiv geworden, da keine Hochkaräter für die Offensive auf dem Markt waren. Das freie Budget und Einsparungen durch Langzeitverletzte konnten wir jetzt einsetzen, um auch im Vorgriff auf die nächste Saison mehrere Qualitätsspieler zu verpflichten. Das Gehaltsgefüge wird durch diese nicht gesprengt.

Sind die Neuverpflichtungen ein Signal, von Platz 13 aus doch noch oben angreifen zu wollen?
Schneider: In erster Linie geht es darum, schnellstmöglich 45 Punkte auf dem Konto zu haben. Das haben wir auch als Devise ausgegeben. Man darf nicht gleich durchdrehen, wenn man neue Spieler hat. Die Jungs müssen auch erst einmal ankommen. Aber wir haben natürlich ein Zeichen an die Mannschaft gegeben, dass wir in der neuen Saison konkurrenzfähig sein wollen für mehr. Das ist ein Prozess, und den haben wir gerade erst begonnen.

Dazu passt die Vertragsverlängerung mit Christian Brand als Cheftrainer bis 2019. Welche Erwartungen knüpfen Sie an ihn?
Schneider: Mir ist wichtig, einen Trainer zu haben, der das umsetzt, was sich der Verein vorstellt. Nicht einen, der im stillen Kämmerlein sitzt und alles laufen lässt. Christian will etwas bewegen und mit anpacken. Er lebt das vor, was wir gemeinsam wollen. Der Vertrag ist ein Zeichen an ihn, dass er gute Arbeit macht und längerfristig etwas aufbauen kann.

Wie schwer wiegen mehrere Verletzungsausfälle, u.a. von Henn, Gardawski, Gebhart und Stevanovic?
Schneider: Natürlich ist das ärgerlich. Aber es ist auch kein Weltuntergang, weil wir den Kader jetzt verstärken konnten. Wir sind gut aufgestellt.

Wo muss die Mannschaft in der Rückrunde zulegen?
Schneider: In erster Linie in den Heimspielen. Wozu sie in der Lage ist, hat sie bisher vor allem auswärts bewiesen. Das wollen wir stabilisieren. Natürlich ist der Anspruch zu Hause etwas höher. Das Publikum will die Mannschaft nach vorn spielen sehen. Mit unseren Transfers wollen wir mehr Schwung reinkriegen. Und wir müssen die Stabilität im Defensivbereich wieder hinbekommen.

Ihr Resümee vom "Trainingslager to Hus"?
Schneider: Wir haben alles richtig gemacht. Das Wetter hat mitgespielt, und die Platzleute haben super Arbeit gemacht. Wir haben im Kabinentrakt Sauna und Entspannungsbecken wieder in Betrieb genommen und neue Elemente wie Ernährungsberatung und Yoga eingebracht. Da sind viele Projekte am Laufen, und wir hoffen, dass sie Früchte tragen.

Haben sich Spieler in der Vorbereitung besonders hervorgetan?
Schneider: Ich hatte ein längeres Gespräch mit Jeff-Denis Fehr. Ich habe ihm gesagt, dass er als junger Spieler noch mehr Gas geben muss, in jeder Hinsicht. Einige Tage später ist der Trainer zu mir gekommen und war ganz erstaunt über Jeff. Wie schnell er meine Hinweise umsetzen konnte, freut mich einfach. Jeder Spieler muss Selbstverantwortung übernehmen. Mich freut auch, dass länger verletzte Spieler wie Christian Dorda wieder dran sind. Auch Tobias Jänicke hat gut abgeliefert. Und wie ein junger, neuer Mann wie Joshua (Nadeau/d. Red,) auftritt, das stimmt mich echt positiv.

Was wollen Sie beim Rückrunden- Auftakt von der Mannschaft sehen?
Schneider: Einen Sieg. Die Jungs sollen sich den A... aufreißen für die drei Punkte. Ich will sehen, dass sie mit aller Macht gewinnen wollen, dass sie Hunger darauf haben. Das erste Spiel ist immens wichtig.

Interview: Kai Rehberg

F.C. Hansa Rostock (Herren) F.C. Hansa Rostock (Herren) 3. Liga Region/Mecklenburg Vorpommern
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