SVB-Innenverteidiger Erdal Akdari (l., hier im Duell mit Thiago Rockenbach vom BFC Dynamo) verpasste bislang keine Minute. © Jan Kuppert

„Wir müssen bescheiden bleiben“

Regionalliga Nordost: Trainer Cem Efe von Babelsberg 03 zeigt sich mit den bisherigen Leistungen seines Teams zufrieden.

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Nach 18 Spieltagen hat sich die Fußball-Regionalliga Nordost in die Winterpause verabschiedet. Der SV Babelsberg 03 steht aktuell mit 31 Zählern auf Tabellenplatz sieben und musste sich erst einmal geschlagen geben (0:3 beim Berliner AK). „Ich denke, wir haben sehr guten Fußball gespielt und sind nah am Maximum“ bilanziert SVB-Trainer Cem Efe. Insgesamt zeigt er sich mit den Leistungen seines Teams zufrieden. „Natürlich hätten wir ein, zwei Spiele mehr gewinnen können. Andersrum hätten wir mit etwas Pech auch genauso gut andere Partien verlieren können.“

Gerade im Defensivverhalten wussten die Filmstädter zu überzeugen. Zehn Gegentreffer bedeuten ligaweit die zweitbeste Bilanz. Im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion musste man gar nur in zwei Begegnungen (3:2 gegen Hertha BSC II und 2:2 gegen Viktoria Berlin) Gegentore hinnehmen. „Wir haben hoch verteidigt und gut gegen den Ball gearbeitet“, lobt Efe. Gerade das junge Innenverteidigerduo Laurin von Piechowski (21) und Erdal Akdari (22) spielte nahezu fehlerfrei. Leidtragender dessen ist Christian Schönwälder, der als etatmäßiger Kapitän in die Spielzeit ging, aber in der Liga nur am ersten Spieltag bei Viktoria Berlin in der Startelf stand. Im Tor verdrängte Kevin Otremba, der im Sommer von der Reserve des Hamburger SV kam, die etatmäßige Nummer eins Marvin Gladrow nach dem elften Spieltag auf die Bank und wusste ebenfalls zu überzeugen.

"Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir es gut gemacht"

In der Offensive zeigten sich die Neuzugänge Matthias Steinborn (sechs Saisontreffer) und Andis Shala (neun) treffsicher. Verbesserungswürdig ist die Torquote der zentralen Mittelfeldspieler. Dort kommen Leon Hellwig, Lovro Sindik und Bilal Cubukcu insgesamt nur auf ein mageres Törchen, welches Cubukcu per Elfmeter erzielte. „Das ist vielleicht das einzige Manko, da kommt im Abschluss zu wenig“, weiß auch Cem Efe, dessen Team mit insgesamt zehn Unentschieden der Remiskönig der Liga ist. In den Spitzenspielen gegen Nordhausen, ZwickauJena oder den BFC (endeten allesamt 0:0) verpasste man eine noch bessere Bilanz und den Anschluss an die Tabellenspitze. Efe will aber nicht den vergebenen Chancen hinterhertrauern, sondern zeigt sich demütig. „Wir müssen bescheiden bleiben. Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir es gut gemacht.“ Daran gilt es nach dem Jahreswechsel weiter anzuknüpfen.

Am 5. Januar bittet Efe seine Jungs zum Trainingsauftakt für die am 6./7. Februar in Meuselwitz weitergehende Saison. Personell dürfte es im Kader kaum Veränderungen geben. „Man wünscht sich als Trainer natürlich immer einen klasse Mann, auch mit Drittliga-Qualitäten – aber das ist im Moment bei uns einfach nicht drin.“

Deshalb gehe es darum, Akteure aus der zweiten Reihe wie Nils Fiegen oder Merphi Kwatu weiter an die erste Elf heranzubringen, auf junge Talente wie Antonin Hennig zu setzen und sich dadurch kontinuierlich weiterzuentwickeln. Denn „Stillstand ist Rückschritt“, mahnt Efe – und diesen möchte der 37-Jährige um jeden Preis vermeiden. „Wir wollen da schon gewisse Dinge verändern. Ich schlafe relativ wenig und habe viele Ideen“, versichert Cem Efe.

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