07. Dezember 2017 / 11:52 Uhr

"Wir sind zu gut, um abzusteigen": Felix Klaus im Interview

"Wir sind zu gut, um abzusteigen": Felix Klaus im Interview

Christian Purbs
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Felix Klaus.
Felix Klaus. © imago
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„So geht das jedenfalls nicht“, sagt Felix Klaus über den Elfmeter-Wirrwarr von München. Der 96-Profi spricht auch über die Kritik von Breitenreiter und seine Punktewünsche zum Fest.

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Hallo, Herr Klaus, verraten Sie, was Ihnen der Nikolaus in die Stiefel gesteckt hat?

Nichts. Bei uns war am Morgen richtig Stress, ich musste schon sehr früh mit den Hunden raus, da war keine Zeit mehr. Aber vielleicht steckt ja was in meinen Stiefeln, wenn ich nach Hause komme (lacht).

Nichts Zählbares gab es für 96 im Spiel bei den Bayern, in dem Sie 13,28 Kilometer gelaufen sind. Das war Bundesliga-Spitzenwert an diesem Spieltag. Waren Sie selbst von diesem Wert überrascht, oder merkt man im Spiel, dass man auf gutem Weg zum Halbmarathon ist?

Ich laufe in jedem Spiel viel, aber der Wert hat mich schon überrascht, weil ich meine Laufleistung im Vergleich zu den anderen Spielen nicht als viel mehr empfunden habe. Vielleicht versucht man gegen die Bayern automatisch, noch ein bisschen mehr herauszuholen. Nach dem Spiel war ich ganz schön kaputt.

Viel Einsatz gab es von der ganzen Mannschaft, das Spiel ging dennoch verloren. Wie nah waren Sie dran, aus München etwas mitzunehmen?

Bis zur 65. Minute waren wir sehr nah dran, danach hat die Entlastung gefehlt. Alles in Allem war es schon eine sehr ordentliche Leistung von uns. Dass wir trotzdem verloren haben, tat schon weh. Das 1:1 zur Halbzeit war ein Erfolg. Dann haben es die Bayern richtig gut gespielt, und wir wurden müde. Da hatten wir dann keine Chance, da ging es uns genau wie Paris Saint-Germain am Dienstag. Trotzdem: Wir können auf unsere Leistung stolz sein und haben uns gut verkauft.

Bilder vom Spiel FC Bayern München gegen Hannover 96

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Sie haben den Elfmeter herausgeholt, der dann wiederholt wurde. Wie beurteilen Sie das Wirrwarr um den Strafstoß?

Dem kleinen Hannover in München so ein Tor abzuerkennen, das ist schon brutal. Da waren ja auch sechs, sieben Bayern-Spieler im Strafraum. Da muss es eine klare Regel geben. So geht das jedenfalls nicht.

Nur noch ein paar Tage bis Weihnachten. Wie viele Punkte für 96 müssen unter dem Baum liegen, damit es für Sie ein schönes Fest wird?

So viele wie nur möglich. Vier bis sechs Punkte wären klasse, bei sieben bis neun Punkten wäre es ein wunderschönes Fest (lacht). Wir haben gezeigt, dass wir jeden Gegner schlagen können. Und auch vor Hoffenheim brauchen wir uns am Sonntag nicht zu verstecken. Wenn wir das Spiel am Sonntag gewinnen, wäre ich erst einmal beruhigt. Aber mit unserem Selbstvertrauen geht noch mehr.

Und dieses Selbstvertrauen hat auch durch die letzten vier Spiele mit nur einem Punkt keinen Knacks bekommen?

Wir sind zwar in der Tabelle nicht mehr so weit oben, versuchen aber in jedem Spiel, guten Fußball zu spielen und wissen, dass wir ordentliche Spiele machen. Deshalb müssen wir nicht groß nachdenken und uns hinterfragen, sondern einfach so weiter machen. Wenn wir schlecht spielen würden, wäre es etwas anderes.

Das ist das Restprogramm von Hannover 96:

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Beim letzten Heimsieg gegen Dortmund haben Sie ein überragendes Spiel gemacht und ein herrliches Freistoßtor erzielt. In Erinnerung geblieben ist bei den Fans aber auch, dass Sie nach dem Spiel gesagt haben, Sie bräuchten ab und an einen Tritt in den Arsch. Das sind selbstkritische Worte. Bereuen Sie diesen Satz?

Das Ganze wurde ein bisschen hochgeschaukelt. Es war kein Arschtritt, der Trainer hat mir freundlich gesagt, dass ich noch mehr kann und mehr machen soll. Das war‘s dann aber auch.

Die Tabelle ruckelt sich langsam zurecht. Wie beurteilen Sie die Situation mit Blick nach unten?

Für Köln ist die Situation Mist, was für uns gut ist. Mit drei Punkten wird es enorm schwierig, noch die Kurve zu kriegen. Ansonsten stehen da unten Bremen, Hamburg und Freiburg – ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass einer von denen aufgibt. Wir tun uns selbst einen Gefallen, wenn wir nicht auf die Tabelle schauen und einfach wie bisher Spiele gewinnen und unsere Punkte holen.

Sie sind mit 25 Jahren als Profi schon dreimal abgestiegen. Warum wird es in dieser Saison nicht zum vierten Mal passieren?

Weil wir eine geile Mannschaft und einen guten Trainer haben. Wir sind einfach zu gut, um abzusteigen. Ich werde alles dafür geben, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Und ich bin mir absolut sicher, dass das auch für alle anderen Spieler gilt.

So lange haben die 96-Profis noch Vertrag:

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