09. Februar 2018 / 18:06 Uhr

Wird Vechelde zum Favoritenschreck?

Wird Vechelde zum Favoritenschreck?

Marvin Behrens
Während Kreisliga-Spitzenreiter Arminia Vechelde (links) zu den Favoriten zählt, sieht sich der SSV Plockhorst in der Außenseiterolle.
Während Kreisliga-Spitzenreiter Arminia Vechelde (links) zu den Favoriten zählt, sieht sich der SSV Plockhorst in der Außenseiterolle. © Ralf Büchler
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Auch die Frauen können Budenzauber: Das wollen sie am Sonntag wieder beweisen, wenn es in der Silberkamphalle um die Hallenfußball-Kreismeisterschaft geht. Gespielt wird beim Volksbank-BraWo-Cup allerdings mit einem Futsal. Die Konkurrenz traut Kreisliga-Spitzenreiter Vechelde eine Überraschung zu. 

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Jetzt wirbeln die Frauen über das Hallenparkett: Am Sonntag wird in der Peiner Silberkamphalle um die Hallenfußball-Kreismeisterschaft gespielt – Anpfiff ist um 10 Uhr. Aber anders als beim PAZ-Cup der Herren wird beim Volksbank-BraWo-Cup gegen einen Futsal getreten. Nicht dabei ist allerdings Oberligist und Vorjahressieger Pfeil Broistedt. Nach drei Siegen in Folge lässt der Klub aus Gründen der Chancengleichheit die Bezirksliga-Reserve einspringen. Weitere neun Teams komplettieren das Teilnehmerfeld. Was die Trainer sich von der Kreismeisterschaft versprechen und wer als Favorit gilt, sagten sie der PAZ

Gruppe A

FSG Wipshausen/Didderse: Der Kreisliga-Spitzenreiter auf 7er Feld rechnet sich nicht allzu viel aus. „Denn die Halle ist nicht so unser Terrain“, begründet Trainer Volker Hintzen. Zudem sei die Konkurrenz sehr stark. „Es gibt technische bessere Teams, die nicht umsonst so weit oben spielen“, erklärt Hintzen. Sein Favorit ist die Reserve des FC Pfeil Broistedt: „Die hat durch ihr Riesenpotenzial alle Möglichkeiten.“

Teutonia Groß Lafferde: Dass sein Team zu den Favoriten zählt, sieht der Trainer gelassen. „Wir haben keine großen Ambitionen“, erklärt Olaf Pickhardt. Es sei zwar die einzige Möglichkeit, in Peine Frauen-Fußball in der Halle zu präsentieren, „aber ich bin nach wie vor kein Futsal-Fan und halte die Entwicklung für falsch“, sagt Pickhardt. Allerdings traut er seinem Team zu, „dass es den dritten Platz aus dem Vorjahr bestätigt“, sagt Pickhardt, der Broistedt und den VfB Peine zu den Titelanwärtern zählt. Aber auch die Vechelderinnen seien gut. „Ich habe sie gesehen – ein sehr junges und talentiertes Team, das für Furore sorgen wird.“

SG Schmedenstedt/Dungelbeck:Sabrina Wolff, die ihre zurzeit verhinderte Schwester Daniela als Spielführerin vertritt, hofft, dass alle verletzungsfrei bleiben. Auch für sie sind Broistedt und Lafferde die klaren Anführer der Gruppe. „Gegen die können wir eigentlich nicht gewinnen“, sagt sie. Gegen Hohenhameln und Wipshausen sei das anders: „Da sollten wir schon Punkte einfahren“, betont Wolff.

FC Pfeil Broistedt II: Rollentausch bei den Pfeilen: Die Bezirksliga-Reserve feuerte in den vergangenen Jahren auf der Tribüne die Oberliga-Riege an, die das Turnier zuletzt dreimal in Folge gewann. Diesmal applaudiert und skandiert der Serien-Sieger für die Reserve, die für die Erste einspringt. „Die Mädels freuen sich riesig und sind heiß auf das Turnier – allerdings sind sie auch ein bisschen angespannt, weil wir ja für den Titelverteidiger an den Start gehen“, erläutert Trainer Christopher Plewka. Mit seinem Team führt er als Aufsteiger die Bezirksliga an und traut sich auch zu, bei der Hallen-Kreismeisterschaft im Titel-Rennen mitzumischen. „Bei unserem eigenen Turnier haben wir super Kombinationen gezeigt. Wenn wir in der Leistung noch einen Tuck drauflegen können, werden wir eine gute Rolle spielen“, prognostiziert Plewka.

TSV Hohenhameln: Trainer Dave Stets hat keine Hoffnungen auf ein Weiterkommen. Grund: „Wenn man das zweite Jahr in Folge mit Broistedt und Lafferde in eine Gruppe gesteckt wird, hat man nicht all zu hohe Erwartungen.“ Er würde sich freuen, wenn sein Team auf dem dritten Platz in der Gruppe landet. „Gegen die beiden Kreisligisten möchte ich gerne gewinnen – die sind auf Augenhöhe mit uns.“ Einfach werde das nicht, „da jeder Verein fünf gute Spielerinnen zusammenbekommt“, sagt er. Der TSV reist jedoch mit einem Handicap an: „Wir haben vorher Fastnacht.“

Gruppe B

*SG Solschen: *„Es ist ein Turnier, das für die Kreisliga-Teams zu schwer ist“, erklärt SG-Coach Thomas Papendorf. Einen leichten Hoffnungsschimmer auf den zweiten Platz hat er dennoch. „Denn der Futsal liegt uns . Aber unser Problem ist, dass wir das Tor nicht treffen. Auch draußen war das der Fall“, sagt Papendorf, für den der VfB Peine und Arminia Vechelde die heißesten Anwärter auf die ersten beiden Plätze sind.

VfB Peine: „Die Ausgangslage ist wie im vergangenen Jahr. Groß Lafferde, Broistedt und wir werden den Sieger untereinander ausmachen – wenn alles normal läuft“, erläutert VfB-Coach Torben Harnagel. Der „normale“ Ablauf könne in der Gruppenphase aber von drei Konkurrenten verhindert werden, warnt der Coach des Vorjahresfinalisten. „Arminia Vechelde hat ein sehr gutes Team, gegen das wir in der Hallensaison schon mal verloren haben. Zudem spielt der SSV Plockhorst in der Bezirksliga – und vom TSV Bildung würden uns einige Spielerinnen auch gut zu Gesicht stehen.“ Deshalb rechnet Harnagel auch mit einer schweren Aufgabe. „Das Weiterkommen wird kein Selbstgänger.“

*Bildung Peine: *„Ich bin schon heiß auf das Turnier“, betont Bildung-Trainer Daniel Weiß, dessen Fokus darauf liegt, dass sich sein Team gut präsentiert. Bei seiner ersten Hallenkreismeisterschaft als Verantwortlicher eines Frauen-Teams glaubt er an eine Chance: „Denn ich habe eine gutes Team. Ruft es das ab, was es kann, könnte eine Überraschung machbar sein“, sagt Weiß, der dabei vor allem auf Jennifer Genter, Rebecca Scheuch und Angelina Ramm setzt.

SSV Plockhorst: Im vergangenen Jahr verlor der SSV Plockhorst im Neunmeterschießen das Spiel um Platz drei gegen Teutonia Groß Lafferde. Diesmal werde es jedoch nicht für das Halbfinale reichen, „da mir viele Stammspielerinnen fehlen“, bedauert Trainer Gerald Wiedenroth. „Zudem sind Vechelde und der VfB sehr stark – da brauchen wir nicht vom Weiterkommen zu träumen.“ Ohne die kürzlich verletzte Kapitänin Michelle Pannicke, die sich bei einem Turnier vor zwei Wochen einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zuzog, lautet das bescheidene Ziel: „Nur nicht Letzter werden!“

Arminia Vechelde: In der Kreisliga ist die Arminia das Maß der Dinge, trotzdem backt der Spitzenreiter kleine Brötchen für die Hallen-Kreismeisterschaft: „Wir sind krasser Außenseiter“, betont Trainer Thorsten Bode. Allerdings sei es schön zu hören, „dass wir zu den Mitfavoriten gezählt werden“. Einen Nachteil sieht er im Spielgerät: „Uns kommt der Futsal nicht entgegen, weil unser Spiel anders ausgelegt ist.“ Bemerkenswert: Die Vechelderinnen haben bei beiden Hallenturnieren, an denen sie teilnahmen, sowohl den VfB Peine als auch den SSV Plockhorst geschlagen. Also doch ein Titelanwärter? „Unterschätzen darf man uns nicht, schließlich haben wir ein gutes Team“, sagt Bode.

Zur Einstimmung gibt es hier einige Bilder aus dem letzten Jahr

Die Oberliga-Fußballerinnen von Pfeil Broistedt haben bei der Hallen-Kreismeisterschaft das Titel-Triple perfekt gemacht.

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