10. Juli 2018 / 09:54 Uhr

Bet90-Wettkolumne: Darum wird Frankreich gegen Belgien ein Spektakel

Bet90-Wettkolumne: Darum wird Frankreich gegen Belgien ein Spektakel

Udo Muras
Die Engländer gehen als leichter Favorit ins Halbfinale gegen Kroatien.
Die Engländer gehen als leichter Favorit ins Halbfinale gegen Kroatien. © Getty
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Wie wahrscheinlich ein WM-Finale mit Stürmern aus Frankfurt und Hoffenheim ist: In der Bet90-Wettkolumne versorgt euch Udo Muras mit den wichtigsten Informationen und Tipps zum zweiten Halbfinale bei der Fußball-WM.

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Wenn mir ein Wahrsager vor einem Jahr gesagt hätte, im Halbfinale stünden nur Europäer, dann hätte mich das gewiss etwas gewundert. Aber allzu lange hätte ich dann nicht überlegen müssen: Deutschland, na klar, Spanien sowieso, das ewige Italien und – Frankreich oder vielleicht Portugal. Bekanntlich kam es anders, Italien verpasste sogar den Russland-Flieger und die anderen nahmen den nach Hause früher denn je. Von Frankreich mal abgesehen ist jetzt Europas zweite Garde dran, das alte Europa leckt derweil seine Wunden. Dem Fußball kann es nur guttun, denn Tiki-Taka hat ausgedient und will auch keiner mehr sehen.

Kroatien vs. England: Das Überraschungs-Halbfinale

Das zweite Halbfinale hätten von 100 Experten vielleicht drei vorausgesehen. Ich schon mal gar nicht. Kroatiens Quali war eine Qual, England war auch vor dieser WM eine Wundertüte. In beiden Ländern herrscht nun Rieseneuphorie, aber auf dem Platz dürfte man davon nicht viel sehen. Sachlich betrachtet haben sich die Kroaten nach starker Vorrunde ins Halbfinale durchgemogelt und gehen nach zwei Siegen im Elfmeterschießen allmählich auf dem Zahnfleisch. Es will auch nicht in meinen Kopf rein, dass ein Team mit Stürmern aus Hoffenheim und Frankfurt ins WM-Finale kommt, während eines mit einer Armada aus Bayern-Profis schon nach der Vorrunde… Aber lassen wir das.

Fußball ist nicht logisch. Der Ball folgt keinen Gesetzen, kennt weder Pflichtgefühl noch Dankbarkeit, auch keine Sympathien. Weshalb sich auch die Engländer nicht zu sehr daran klammern sollten, dass er endlich mal wieder nach Hause kommen solle. Hinter dieser Phrase versteckt sie ja ihre Sehnsucht nach dem zweiten WM-Titel: „Football is coming home!“ Nun gut, diesmal tun sie endlich mal was dafür. Die Chance auf die erste Finalteilnahme seit 1966 ist groß. Aber als Türöffner brauchen sie eigentlich immer einen Standard, kreativ geht anders.

Dalic vor Halbfinal-Hammer: 'Keine Angst vor England'

Englands Kroatien-Trauma von 2007

Die Bilanz gegen die Kroaten ist positiv (4-1-2), auch wenn der Schock vom 21. November 2007 noch in manchen britischen Tweet-Jackets steckt. Damals gewannen die Kroaten in Wembley mit 3:2 und fuhren statt England zur WM. Aus deren Trainer Steve McClaren machten sie den „Trottel mit dem Regenschirm“, wie die gewohnt einfühlsame britische Boulevardpresse den Schuldigen am Debakel bezeichnete.

Was machen sie aus Garry Southgate? Den Trottel mit der blauen Weste? Brennen die feurigen Kroaten ein paar Löcher hinein? Mir fehlt der Glaube. Von allen Halbfinalisten waren sie zuletzt am schwächsten, die zwei Stunden gegen die Russen waren kein Empfehlungsschreiben. Im Finale waren sie auch noch nie. Aber was heißt schon „noch nie“ im verrückten Fußballjahr 2018? Freuen wir uns jedenfalls auf ein Finale, das es noch nie gab.

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