14. Juli 2018 / 17:55 Uhr

Belgien sichert sich Platz drei – England verliert auch „kleines Finale“

Belgien sichert sich Platz drei – England verliert auch „kleines Finale“

Redaktion Sportbuzzer
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Kapitän Eden Hazard trifft. Belgien schlägt England und wird Dritter der WM 2018.
Kapitän Eden Hazard trifft. Belgien schlägt England und wird Dritter der WM 2018. © epa
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Thomas Meunier und Eden Hazard haben mit ihren Treffern beim Spiel um Platz drei gegen schwache Engländer für den größten WM-Erfolg Belgiens gesorgt. Die goldene Generation sichert sich nach dem 2:0-Sieg die Bronzemedaille.

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Belgiens „brillante Generation“ hat sich nach einem Blitzstart Platz drei bei der Fußball-WM in Russland gesichert und ist damit die erfolgreichste der Verbandsgeschichte. Im wenig spektakulären kleinen Finale besiegten die „Roten Teufel“ England mit 2:0 (1:0) und übertrafen als Dritter das bisher beste WM-Ergebnis Belgiens mit Rang vier im Jahr 1986. Die damalige Generation galt als goldene, der ehemalige Bayern-Torhüter Jean-Marie Pfaff, Mitglied des 86er-Teams, hatte die aktuelle als „brillant“ bezeichnet. Die Tore des Tages erzielten Thomas Meunier von Paris Saint-Germain bereits in der vierten Minute und Eden Hazard in der Schlussphase (82. Minute).

Die nach dem Halbfinal-Aus sichtlich gefrusteten Engländer verloren vor 64 406 Zuschauern in St. Petersburg dagegen nach 1990 auch das zweite Spiel um Platz drei ihrer Verbandshistorie. Das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Fußball-Mutterlands nach dem Titel 1966 muss sich das Team von Trainer Gareth Southgate somit mit der Generation von vor 28 Jahren teilen.

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Trost für England: Kane wird wohl Torschützenkönig

Als Trost dürfte Englands Kapitän Harry Kane den Goldenen Schuh für den besten Turniertorschützen bekommen. Der Mittelstürmer der „Three Lions“ blieb am Samstag wie schon in den beiden Spielen zuvor zwar glück- und torlos, da sein belgischer Verfolger Romelu Lukaku aber auch nicht traf, bleibt er mit sechs Toren an der Spitze dieser Rangliste. Die Franzosen Kylian Mbappé und Antoine Griezmann (je drei) müssten im Finale am Sonntag (17 Uhr MESZ, ZDF und Sky) in Moskau gegen Kroatien schon dreimal treffen, um Kane im Kampf um die Auszeichnung noch gefährlich zu werden.

Belgien startete furios. Lukaku spielte Nacer Chadli auf der linken Seite frei, der Offensivmann flankte in die Mitte, und aus fünf Metern drückte Meunier, der nach seiner Sperre aus dem Halbfinale wieder in die Startelf gerückt war, den Ball mit dem Schienbein über die Torlinie. Der 26-jährige Meunier war bereits Belgiens zehnter Turniertorschütze in Russland.

Belgien deutlich spielfreudiger

Die frühe Führung gab den „Roten Teufeln“ Sicherheit, sie spielten weiter mutig nach vorn. Der frühere Wolfsburger Kevin De Bruyne hatte die nächste Chance, scheiterte mit einem abgefälschten Schuss jedoch an Jordan Pickford im englischen Tor (12.).

Von den „Three Lions“ war offensiv wenig zu sehen, dem Team von Coach Southgate fehlte das Tempo. Ein Kopfball von Ruben Loftus-Cheek, der genau in den Armen von Belgiens Keeper Thibaut Courtois landete (15.), und ein verunglückter Schuss von Kane (23.) – mehr kam von der auf fünf Positionen veränderten Mannschaft zunächst nicht. Die Halbfinalniederlage gegen Kroatien steckte England in den Knochen.

Belgien präsentierte sich dagegen spielfreudig. Vor allem De Bruyne vom englischen Meister Manchester City und Hazard vom FC Chelsea hatten sichtlich Lust, ihr Können noch mal auf der größten Weltbühne des Fußballs zu zeigen. Immer wieder leiteten die Offensiv-Asse Angriffe ein und wirbelten durch die englischen Defensivreihen. Gleich 19 der 22 Spieler in den Anfangsformationen der beiden Teams verdienen ihr Geld in der Premier League.

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Phasenweise lauer Sommerkick

Zu Beginn des zweiten Durchgangs probierten die Engländer etwas mehr. Eine scharfe Hereingabe des eingewechselten Jesse Lingard verfehlte Kane nur ganz knapp (54.). Auf der Gegenseite hatte Lukaku das 2:0 auf dem Fuß (56.), ließ den Ball aber frei stehend verspringen – bereits zum zweiten Mal in der Partie in aussichtsreicher Position. Es war nicht der Tag des belgischen Topstürmers. Coach Roberto Martínez wechselte ihn nach einer Stunde aus.

Die Partie verflachte immer mehr und wurde phasenweise zum befürchteten lauen Sommerkick. Eric Dier sorgte noch mal für ein Raunen im Stadion: Er hatte Courtois bereits mit einem Lupfer überwunden, doch Toby Alderweireld verhinderte den Ausgleich mit beherztem Einsatz kurz vor der Linie.

Dann kamen die Belgier noch mal. Gegen einen strammen Meunier-Schuss war Pickford noch mit einer tollen Parade zur Stelle (80.), kurz darauf hatte der Keeper im Duell mit Hazard dann keine Chance. Nach Pass von De Bruyne sorgte Belgiens Kapitän für die Entscheidung.

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