Technisch schon recht gut: die Junioren bei den Hallenkreismeisterschaften. Technisch schon recht gut: die Junioren bei den Hallenkreismeisterschaften. © Pförtner
Technisch schon recht gut: die Junioren bei den Hallenkreismeisterschaften.

Wo der Sieg noch alles bedeutet

D- bis G-Junioren spielen Hallenkreismeister im Futsal aus

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Göttingen. Filmende Väter, kreischende Mütter, stolze Geschwister in „Spielerschwester“-Pullovern. Auf dem Spielfeld: die großen kleinen Protagonisten, die mal tränenüberströmt die Seitenlinie entlang hasten, nur um Sekunden später mit ihren Mitspielern in ohrenbetäubenden Jubel über ein Tor auszubrechen. In der Sporthalle des IGS Geismar, wo die D-, E-, F- und G-Junioren die Hallenkreismeisterschaft im Futsal ausgetragen haben, wird das komplette Emotionsspektrum geboten.

Jeweils sechs Mannschaften pro Altersklasse behaken sich im Modus Jeder-gegen-jeden. Vier unterschiedliche Klubs gewinnen. Der RSV 05 und SC Hainberg sind fast immer vorne mit dabei. „Das Niveau ist Eins a, die Kameradschaftlichkeit zwischen Spielern, Trainern und Eltern ebenso“, lobt Hallenspielleiter Michael Kreitz. Die Phrase mag so abgegriffen sein wie einst Gina Wild, aber in diesem Alter bedeutet Fußball und das pure Verlangen nach dem Sieg wirklich noch etwas.

„Bisher haben wir nur dritte und zweite Plätze erreicht. Der Turniersieg wäre eine große Sache“, unterstreicht Ben Herwig von den E-Junioren des JFV West. Sein Mitspieler Carlos Valdez Fahrig verzückt das Publikum, indem er regelmäßig Tore von der Mittellinie erzielt, mal mit Gefühl, mal mit brachialer Gewalt. Im Training müsse der Keeper jedenfalls „ganz schön aufpassen“, wenn der Sohn einer Deutschen und eines Dominikaners abzieht, warnt der zehnjährige Ben, für den es am Ende trotzdem wieder nicht zur Meisterschaft reicht.

Erfolgreicher ist Max Schröder, der mit den F-Junioren der SVG den Titel feiert. „Wir haben gut zusammengespielt und unsere Chancen genutzt“, erklärt der achtjährige Stürmer mit Vorbild Robert Lewandowski, kaum da er der hüpfenden Jubeltraube entfleucht ist. Mitverantwortlich für den Triumph sei auch sein Co-Trainer und Papa Bernhard Schröder. „Er ist ein guter Trainer, aber wenn er mich nicht spielen lässt, bekommt er zu Hause Ärger“, sagt Max.

Wer als Elternteil nicht selbst den Übungsleiter gibt, arbeitet ihm zumindest zu. So wie Nino Elges, der jedes Spiel seines Sohns Milano mit dem Smartphone filmt und das Video anschließend Hainbergs E-Junioren-Coach Tobias Lemke zur Verfügung stellt. „Wir legen öfters Videositzungen ein, um den Jungs ihr Verhalten auf dem Platz zu verdeutlichen, sowohl das spielerisch als auch das soziale“, berichtet Lemke, während eine stolze Mutter eine andere hektisch fuchtelnd auf die zur Ruhe mahnende Gestik ihres Filius Leon – gefühlt hört jeder zweite Akteur auf diesen Namen – aufmerksam macht.

Tabellen

D-Junioren: 1. 1. SC 05, 2. RSV 05, 3. SV Rotenberg, 4. SC Hainberg, 5. SC Hainberg II, 6. FC Grone E-Junioren: 1. RSV 05, 2. SC Hainberg, 3. SC Hainberg II, 4. JFV West, 5. FC Gleichen, 6. SVG F-Junioren: 1. SVG, 2. RSV 05, 3. FC Gleichen, 4. SC Hainberg, 5. FC Westharz, 6. SV Eintracht Hahle G-Junioren: 1. SC Hainberg, 2. RSV 05, 3. JFV Rosdorf, 4. JSG Sösetal, 5. SC Hainberg II, 6. JFV West

Region/Göttingen-Eichsfeld

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