20. Dezember 2018 / 18:50 Uhr

Wohin führt der Weg für Morten Rüdiger und Rot-Weiß Erfurt ?

Wohin führt der Weg für Morten Rüdiger und Rot-Weiß Erfurt ?

Kristof Rönnau
In Jubelstimmung: Morten Rüdiger feiert sein Tor zum 3:0 gegen den BFC Dynamo
In Jubelstimmung: Morten Rüdiger feiert sein Tor zum 3:0 gegen den BFC Dynamo © imago
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Ex-Lübecker sieht den Verein langfristig in der dritten Liga

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Quo vadis Rot-Weiß Erfurt?

Die Mannschaft von Trainer Thomas Brdaric steht nach der Hinrunde auf einem guten dritten Tabellenplatz der Regionalliga Nord-Ost. Sportlich gesehen läuft es also bei Rot-Weiss. Ein Faktor für den Erfolg ist der Lübecker Morten Rüdiger, der die Jugendabteilung des VfB Lübeck durchlief und anschließend in die U23 von Eintracht Braunschweig wechselte. Von hier zog es ihn nach Erfurt in die dritte Liga, wo er dem Verein trotz Abstiegs in die Regionalliga die Treue hält.

Sehen wir den 23-Jährigen in Zukunft auf der Lohmühle jubeln?

''Ich habe mich bewusst für einen Verbleib bei RWE entschieden, die Regionalliga Nord-Ost ist diese Saison eine sehr attraktive Liga und Erfurt ist mit seinen Fans und der Tradition natürlich ein sehr großer Verein. Klar gab es auch Angebote anderer Vereine aber die waren wenig reizvoll für mich'', so Rüdiger zur Situation nach dem Drittliga-Abstieg. ''Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen in meiner Karriere nochmal für den VfB Lübeck aufzulaufen'', verrät der gebürtiger Lübecker in Hinblick auf seine Karriereplanung.

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Mit drei Toren und vier Vorlagen in 16 Spielen hat der Flügelflitzer zwar eine gute Statistik vorzuweisen, musste sich nach anfänglicher ''Stammplatz-Garantie'' aber zuletzt mit der Jokerrolle zufriedengeben. Mit zwei Treffern in den letzten beiden Hinrundenspielen gegen den BFC Dynamo und die VSG Altglienicke hat er zur Winterpause aber noch einmal ein Ausrufezeichen hinterlassen. Mit der Bezeichnung ''Joker'' ist der 23-Jährige aber nicht einverstanden. ''Als Joker sehe ich mich auf keinen Fall, ich habe nur zwei Spiele verpasst und stand 13 mal in der Startelf. Ich fühle mich als wichtiger Bestandteil des Teams und daher gibt es auch keinerlei Wechselgedanken bei mir."

Ausgliederung als letzte Chance ?

Allerdings gibt es bei den Thüringern derzeit essentiellere Probleme als die Einzelschicksale der Spieler, denn der Spielbetrieb ist akut gefährdet. Dem Verein fehlen laut Insolvenzverwalter Volker Reinhardt rund 500.000 Euro im laufenden Etat, da fest eingeplante Sponsorengelder nicht gezahlt wurden. Die letzte Rettung scheint die zum 1. Januar 2019 beschlossene Ausgliederung des Profiteams zu sein. An der so entstehenden GmbH sollen sich dann Finanzinvestoren, regionale Firmen und sogar die eigenen Fans beteiligen, indem sie Anteile der Genossenschaft kaufen. Der Verein erhofft sich so laut eigener Aussage Einnahmen in Höhe von rund 4,9 Millionen Euro.

Trotz der finanzielle Schwierigkeiten des Vereins gehört RWE laut Rüdiger in Zukunft wieder in die 3.Liga. '' Die Verantwortlichen machen alle einen sehr guten Job und wir Spieler sind als neu zusammengestellte Mannschaft für die sportliche Situation zuständig. Dieser Verantwortung, Erfurt wieder in Liga 3 zu bringen, bin ich mir jeden Tag bewusst.''

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