08. Februar 2018 / 16:18 Uhr

Wolfsburgs Abwehrchef Bruma: Der Trainer hat keine Schuld

Wolfsburgs Abwehrchef Bruma: Der Trainer hat keine Schuld

Engelbert Hensel
copy of Mikael Ishak und Jeffrey Bruma kämpfen um den Ball. 
Hat mit dem VfL Wolfsbúrg jetzt richtungweisende Spiele vor der Brust: Innenverteidiger Jeffrey Bruma. © dpa
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Nach einem Missverständnis hatte Schalkes Guido Burgstaller ihn ganz cool aussteigen lassen, ihm dann auch noch den Ball durch die Beine zum 1:0-Siegtreffer ins lange Ecke geschoben: Die Enttäuschung über das Aus des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg im Pokal-Viertelfinale auf Schalke war Jeffrey Bruma auch am Donnerstagmittag noch deutlich anzusehen.

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Die Grundordnung im Team stimmte, aber das war's auch schon, was an diesem Abend aus VfL-Sicht positiv war. Zu häufig wurde quer gespielt, zu häufig hatte das VfL-Spiel ein Tempo, viel zu selten gab's Überraschungsmomente. Dabei hatte Schalke Raum geboten, doch der VfL wusste damit nichts anzufangen, lieferte eine blutleere Vorstellung ab - und schied aus. "Ich fand es nicht ganz so schlecht von uns", meinte Bruma. "In Hannover war es schlechter." Da hatte der VfL glanzlos 1:0 gewonnen. Aber dennoch dürfe man sich jetzt nicht "nach unten reden. Wir müssen eine Einheit sein", sagt der knallharte Innenverteidiger, der im vergangenen Jahr lange wegen einer Knieverletzung ausgefallen war. Jetzt ist Bruma wieder zurück. "Bei zu vielen Spielen muss ich ein bisschen aufpassen, aber meinem Knie geht's wieder gut", so der Abwehrmann.

Der Nationalspieler wollte auch gar nicht mehr so viel zurück, sondern lieber nach vorn schauen. Auf den VfL warten jetzt mit den Partien in Bremen und in Mainz richtungweisende Wochen, in denen es gilt, sich gegen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zu behaupten. Da muss der VfL, bei dem das Kämpferische stimmt, im spielerischen Bereich zulegen, muss sich Chancen erarbeiten. Zuletzt ein Problem. Ein Problem, weil das Selbstvertrauen fehlt, glaubt der Abwehrchef. Deshalb spiele der eine oder andere VfLer momenten eher den sicheren als den risikoreichen Pass. "Dabei haben wir Spieler in der Mannschaft, die das können, aber das Vertrauen ist eben nicht so da. Das Einzige, was dir da jetzt bleibt, ist, weiterzumachen, nicht aufzugeben."

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Dass es für den VfL gerade nicht rund laufe, daran habe Trainer Martin Schmidt keine Schuld, so der Niederländer. "Die Spieler sind Schuld, der Trainer ist dazu da, dir eine Aufgabe, einen Plan zu geben. Wir haben jetzt mit den Spielen in Bremen und in Mainz gute Möglichkeiten, uns selbst zu beweisen, dass wir es besser können. Wir können in diesen Spielen einen guten Schritt machen", so Bruma, der glaubt, dass die Wolfsburger nicht wie im vergangenen Jahr bis zum Ende um den Klassenerhalt zittern müssen. "Ich habe keine Zweifel, gleichwohl brauchen wir jetzt Siege, um wieder das Selbstvertrauen ins Team zu bekommen."

So waren die VfL-Profis gegen den FC Schalke 04 in Form:

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