26. Februar 2018 / 17:25 Uhr

Wolfsburgs Mehmedi vorm Wiedersehen mit Bayer: "Abstiegskampf macht Spaß"

Wolfsburgs Mehmedi vorm Wiedersehen mit Bayer: "Abstiegskampf macht Spaß"

Engelbert Hensel
So erlebt Neuzugang Mehmedi den krisengebeutelten Klub
Trifft am Samstag auf seinen Ex-Verein Leverkusen: Admir Mehmedi, der im Winter zum VfL Wolfsburg gewechselt ist.
Anzeige

Mit seinem Ex-Verein Bayer Leverkusen hätte er um Europa gekämpft, mit seinem neuen Klub VfL Wolfsburg kämpft Admir Mehmedi um die Existenz in der Bundesliga. Das kostet Nerven. Und dennoch sagt Mehmedi vorm Wiedersehen mit Bayer: "Abstiegskampf macht Spaß."

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Natürlich seien Situationen wie die jetzt gerade, nämlich nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz zu haben, brutal schwierig, denn "die Situation kann gefährlich werden". Sie ist schon gefährlich, vieles erinnert an die vergangene katastrophale Spielzeit, in der die Wolfsburger sich erst in der Relegation hatten retten können. So lange wollen Mehmedi und Co. die Fans in diesem Jahr nicht zittern lassen. "Ich habe bei unserem Spiel in Mainz gute Ansätze gesehen. Daran müssen wir jetzt arbeiten", sagt er. "Aber in solch einer Phase geht's um den Kopf, der ist jetzt entscheidend."

Jeder Spieler wisse, in welcher prekären Lage der Klub stecke. "Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt diesen Weg weitergehen. Wenn wir ruhig bleiben, werden wir das schaffen", so der Offensivmann, den der VfL im Winter für 8 Millionen Euro aus Leverkusen geholt hatte. Und trotz der Schwere der Lage sei es die richtige Entscheidung gewesen, nach Wolfsburg zu wechseln. Mehmedi erklärt, warum: "Als ich mich für diesen Wechsel entschieden habe, hat auch Martin Schmidt eine Rolle gespielt." Doch der ist am vorletzten Montag zurückgetreten, Bruno Labbadia hat übernommen. "Ich habe meinen Wechsel nicht bereut. Ich habe mich für das Ganze hier entschieden. Ich wollte aus Leverkusen weg, weil ich nicht mehr zufrieden war. Ich wollte wieder wichtig sein für eine Mannschaft - und habe mich bewusst für diese schwierige Aufgabe entschieden."

Am Ende könnte Leverkusen dann in Europa und Mehmedi im nächsten Jahr in der 2. Liga spiele. Möglicherweise kostet ihn das sogar die WM. "Ich habe einen ligaunabhängigen Vertrag", sagt der Offensivmann und wiederholt: "Ich weiß, die Situation ist schwierig, aber ich bin überzeugt, dass wir sie meistern werden." Alles müsse dafür ausgeblendet werden. Deshalb mag er selbst jetzt auch nicht über die WM mit der Schweiz in Russland sprechen. "Es gibt momentan einfach Wichtigeres als die Weltmeisterschaft."

Zweieinhalb Jahre hatte der 26-Jährige für Bayer gespielt, Leverkusens Trainer Heiko Herrlich hatte mehrmals versucht, ihn zum Bleiben zu überreden. Vergebens. "Ich habe überhaupt keine Probleme mit ihm, aber für meine Familie und mich war der Schritt hierher einfach der richtige. Ich bin hier super aufgenommen worden", so Mehmedi, der hofft, dass er am Samstag gegen Bayer erste Wahl ist. Probleme mit dem zuletzt lädierten Mittelfuß hat er keine mehr. Bleibt noch die Frage, ob er jubelt, wenn er gegen Bayer treffen sollte... Für ihn ist das keine Frage. Der Nationalspieler überlegt nicht lange: "Klar würde ich jubeln. Es ist ja nicht so, dass ich zehn Jahre bei Bayer war. Ich bin jetzt ein Spieler des VfL - und nur das zählt."

Die Bilder zum Spiel Mainz 05 gegen VfL Wolfsburg.

Zur Galerie
Anzeige
Mehr zum VfL Wolfsburg
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt