17. Mai 2018 / 22:12 Uhr

Woltwiesche kontert Oberg aus und raus

Woltwiesche kontert Oberg aus und raus

Christian Meyer
Woltwiesches Thomas Bucklisch (blau) bejubelt sein Tor zur 1:0-Führung gegen Oberg. Bucklisch musste später verletzt runter, die Wende schafften die Oberger (schwarz) nicht mehr.
Woltwiesches Thomas Bucklisch (blau) bejubelt sein Tor zur 1:0-Führung gegen Oberg. Bucklisch musste später verletzt runter, die Wende schafften die Oberger (schwarz) nicht mehr. © Isabell Massel
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Weil sie ein starkes Umschaltspiel zeigten, dürfen die Kreisliga-Fußballer des Spitzenreiters Woltwiesche weiter vom Double träumen. Im Halbfinal-Kracher des Volksbank-Kreispokals konterten sie den Tabellendritten Fortuna Oberg beim 3:1-Sieg aus. Erstmals ins Pokal-Finale schaffte es der TSV Sonnenberg, der den klassenhöhreren TSV Edemissen 2:1 besiegte.

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Die Kontertaktik des TSV Edemissen ging dagegen gründlich schief. Party-Alarm in Sonnenberg! Der klassentiefere TSV warf den Kreisligisten raus und zog erstmals in der Klubgeschichte ins Pokal-Finale ein.

Viktoria Woltwiesche – Fortuna Oberg 3:1 (1:0). Die Oberger hatten zwar mehr Ballbesitz, doch die Woltwiescher am Ende mehr Tore. „Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir wenig zugelassen haben, vielleicht drei Torschüsse. Wie unsere Innenverteidiger Dennis Slodczyk und Niklas Stark fast jeden langen Oberger Ball abgekocht haben, war schon stark“, freute sich Viktoria-Trainer Markus Schindelar über seinen aufgegangenen Schachzug. In der Liga müssen die Woltwiescher fast immer das Spiel machen – diesmal ließen sie ihren Gegner kommen und setzten auf eine Überfall-Taktik bei Balleroberung. Und genau so fiel das 2:1 durch Philipp Huczala (65.). „Das war ein blitzastreiner Konter, Mert Yalim hat quer gelegt und Philipp den Ball reingemacht“, schwärmte Schindelar. Der Viktoria-Coach hatte noch mehr Grund zur Freude: „Wir haben wesentlich mehr Zweikämpfe gewonnen und viel Laufbereitschaft gezeigt“, stellte er erfreut fest, lobte aber auch die Oberger für deren ansehnlichen Auftritt. „Die Jungs wollen Fußball spielen – das sieht gut aus. Oberg war ein starker Gegner.“

Tore: 1:0 Bucklisch (20.), 1:1 Driesen (50.), 2:1 Huczala (65.), 3:1 Slodczyk (75.).

TSV Sonnenberg – TSV Edemissen 2:1 (1:0). Direkt nach Abpfiff tanzten die Sonnenberger im Kreis und sangen. Nach dem SV Bosporus warf der Favoritenschreck aus der 1. Kreisklasse noch einen Kreisligisten raus – verdient. „Wir waren mutiger – und nach der Führung kam die Euphorie hinzu. In der zweiten Halbzeit hatten wir noch zahlreiche Konterchancen und hätten den Sack früher zumachen können. Das 2:1 geht komplett in Ordnung“, bilanzierte Sonnenbergs Trainer Mario Falb.

Wer war hier noch gleich der Kreisligist? Die Edemisser zeigten vor allem eine erschreckend schwache erste Hälfte. Im Mittelfeld offenbarte der Favorit Lücken wie sie in dieser Saison auch auf der Tribüne bei Erstliga-Heimspielen des VfL Wolfsburg zu sehen waren. Und das, obwohl sich die klassenhöhere Mannschaft die erste halbe Stunde zurückzog und erst ab der Mittellinie störte. „Über diese Defensivtaktik war ich auch ein wenig erstaunt. Ich hatte meine Mannschaft noch gewarnt, dass es gut sein kann, dass die Edemisser gleich voll draufgehen“, sagte Mario Falb.

Den Angsthasen-Auftritt des Gastes bestraften die Sonnenberger eiskalt. Björn Bendrick (24.) und Tobias Voges (68.) schossen den Außenseiter in Führung. Großen Anteil am Erfolg hatte Routinier Oliver Hilger, der im Mittelfeld nicht nur geschickt die Fäden zog, sondern zusammen mit Innenverteidiger Niklas Fiedler auch gefühlt 99 Prozent der Zweikämpfe gewann. „Die beiden waren echt stark“, freute sich Falb.

Tore: 1:0 Bendrick (24.), 2:0 Voges (68.), 2:1 Sebastian Mass (88.).

Das Pokalfinale ist für Samstag, 16. Juni, vorgesehen. Es könnte ein Duell zweier Meister werden.

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