13. Juli 2018 / 08:26 Uhr

Power-Wood: 96-Stürmer über sein schwierigstes Jahr und die Anfänge als Keeper

Power-Wood: 96-Stürmer über sein schwierigstes Jahr und die Anfänge als Keeper

Jonas Szemkus und Andreas Willeke
Bei 96 auf der Überholspur? Der in Kalifornien aufgewachsene Bobby Wood begann in der Kindheit als Torhüter, heute geht er auf Torejagd. 
Bei 96 auf der Überholspur? Der in Kalifornien aufgewachsene Bobby Wood begann in der Kindheit als Torhüter, heute geht er auf Torejagd.  © Sielski-Press/Getty Images/imago/Ulmer
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Bobby Wood verlebte ein unruhige Zeit beim Hamburger SV. Jetzt hofft er natürlich, dass es mit dem 96-Wappen auf der Brust die Wende gibt. Wie er sich in Hannover eingelebt hat, auf welcher Position er seine Fußballerlaufbahn begann und was er sich bei den Roten erwartet, erklärte der US-Amerikaner dem SPORTBUZZER.

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US-Boy Bobby Wood grüßt mit lautem „Servus“ und breitem amerikanischen Akzent. Das Bayerisch ist Erinnerung an die Jugendzeit im Nachwuchs von 1860 München. Über Umwege ist der 25-Jährige, der auf Hawaii geboren wurde und in Kalifornien aufwuchs, in Hannover angekommen. 96 hat Wood für 1,5 Millionen Euro vom Hamburger SV geliehen – mit Kaufoption in Höhe von 5,5 Millionen. Im Einstandsgespräch redet die Sturmhoffnung über ...

... die ersten Tage in Hannover:

Von der Mannschaft her ist alles super, alle haben mich toll aufgenommen, es macht richtig Spaß. Eingelebt habe ich mich natürlich noch nicht. Ich bin ja erst seit kurzem da, und wir hatten viele Einheiten – Training, ab nach Hause, Essen, Schlafen. So lief das. Noch lebe ich im Hotel, meine Frau und ich suchen aber schon eine Wohnung. Sie hat sich auch was angeschaut, während ich beim Training war. Das macht alles einfacher.

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"Er hat sich sehr um mich bemüht, obwohl es ja keine gute Saison von mir war"

... seine harte Zeit beim HSV:

Das war kein positives Jahr, das schwerste meiner Karriere. Auch ich habe nicht die Leistung gebracht, die ich mir wünsche – es hat bei vielen nicht so geklappt. Aber es ist so passiert, man muss nach vorne schauen. Natürlich ist das nicht einfach. Aber als Sportler muss ich das so schnell wie möglich abhaken. Wenn man sich runterziehen lässt, kann man keine Leistung bringen.

... die Entscheidung für Hannover:

Ich war in der Sommerpause lange bei meiner Familie in Orange County, da habe ich in Ruhe jeden Tag über die Zukunft nachgedacht. Für mich war auch entscheidend, was meine Familie denkt. Es geht dabei nicht darum, wie schön eine Stadt ist oder so, sondern wo ich mich sportlich am besten wohlfühlen kann. Ich hatte oft Kontakt mit dem Trainer. Als ich wieder in Deutschland war, habe ich auf mein Bauchgefühl gehört. Das hat gesagt, dass Hannover der richtige Schritt für mich ist.

... die Gespräche mit 96-Trainer André Breitenreiter:

 Er hat sich sehr um mich bemüht, obwohl es ja keine gute Saison von mir war. Das hat für ein gutes Bauchgefühl gesorgt und war einfach sehr positiv für mich. Die Gespräche hatten natürlich großen Einfluss auf meine Entscheidung. Wir haben auch viel darüber gesprochen, was er so vorhat mit der Mannschaft und wie er spielen lassen will.

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"Hannover hat einen sehr guten Schritt gemacht"

... seine Erwartungen bei 96:

Hannover hat einen sehr guten Schritt gemacht vergangenes Jahr als Aufsteiger. Ich hoffe, dass wir noch mal einen Schritt nach vorne machen können. Die Mannschaft hat einen sehr engen Zusammenhalt, ich möchte ein Teil davon sein und einfach spielen, meine Leistung bringen. Ich will der Mannschaft so gut wie möglich helfen. Dabei, dass wir noch besseren Fußball spielen, noch konsequenter und noch effektiver sind, einfach als Mannschaft wachsen. Wenn wir das schaffen, werden wir Schritte nach vorne machen.

... die erhoffte 96-Torquote:

Letztes Jahr war es keine gute Leistung von mir, das weiß ich. Aber meine erste Saison beim HSV habe ich auch insgesamt neun Tore gemacht. Ich bin Stürmer und will einfach so viele Tore schießen wie möglich.

... Stärken und Schwächen:

Ich bin nicht der Größte. Wenn viele lange Bälle kommen, ist es schwer für mich. Aber wie wir bei 96 spielen wollen, kommt mir entgegen. Als Typ bin ich sonst eher ruhig, rede nicht so viel. Aber auf dem Platz ist das anders. Ich spiele sehr körperbetont, mit viel Power und Durchsetzungsvermögen. Ich bin unangenehm für die Verteidiger.

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"Am Anfang war ich Torwart - und habe gar nichts verstanden"

... Förderer Jürgen Klinsmann:

Wir schreiben immer noch oft, Kleinigkeiten, positive Sachen.

... die Anfänge als Fußballer:

Ich habe auf Hawaii angefangen, eigentlich aus Zufall. Meine Mutter wollte, dass ich einen Sport mache, weil ich so viel Energie hatte. (lacht) Da war ich acht oder neun Jahre alt. Und die einzige Möglichkeit bei uns in der Gegend war Fußball. Ich kannte den Sport gar nicht. Ich kannte Football, habe gerne Basketball gespielt. Aber eine Freundin meiner Mutter konnte mich immer zum Training bringen, weil meine Mutter gearbeitet hat. Am Anfang war ich Torwart – und habe gar nichts verstanden. Das war schon wirklich witzig. Zum Aufwärmen haben wir beim Training oft fangen gespielt, da hat mein Trainer gemerkt, dass ich schnell bin, und mich nach vorne in den Sturm gestellt. Es hat anfangs ein bisschen gedauert, bis ich das mit dem Abseits gecheckt habe. (lacht)

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