13. Juli 2018 / 05:02 Uhr

Württemberg-Cup: Bremer SV tut sich schwer, Seckenhausen ärgert Stuhr

Württemberg-Cup: Bremer SV tut sich schwer, Seckenhausen ärgert Stuhr

Thorin Mentrup
Lukas Muszong vom Bremer SV (rotes Trikot) hat es in dieser Szene gleich mit zwei Melchiorshuasern zu tun: Ole Discher (Nummer 10) und Abdessamad Sabbar. 
Lukas Muszong vom Bremer SV (rotes Trikot) hat es in dieser Szene gleich mit zwei Melchiorshuasern zu tun: Ole Discher (Nummer 10) und Abdessamad Sabbar.  © Thorin Mentrup
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Bremen-Ligist kommt gegen den TSV Melchiorshausen erst nach der Pause in Fahrt - 3:0 / Auch Seckenhausen verteidigt gut

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Ein Favorit hat sich durchgesetzt, der zweite dagegen hat gewackelt: Am zweiten Tag des Württemberg-Cups in Ristedt hat der Titelverteidiger Bremer SV mit etwas Anlaufzeit seine erste Hürde gemeistert und den TSV Melchiorshausen mit 3:0 (0:0) bezwungen. Landesligist TV Stuhr dagegen musste sich gegen den frechen Bezirksligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst mit einem 1:1 (1:0)-Remis begnügen.

Bremer SV - TSV Melchiorshausen 3:0 (0:0). Der Bremen-Ligist tat sich schwer gegen den TSV, der nach zuvor nur drei Trainingseinheiten sehr ordentlich in die Partie fand. Die Mannschaft von Lars Behrens betrieb läuferisch einen hohen Aufwand, um die Räume eng zu machen. "Für das erste Vorbereitungsspiel sah das schon gut aus", zeigte sich Behrens mit dem zufrieden, was sein Team anbot. Offensiv in Szene setzen konnte es sich zwar nur selten, doch defensiv machte es seine Sache sehr ordentlich. Im ersten Durchgang hatte der Bremer SV kaum richtige Torchancen. Ein indirekter Freistoß, weil TSV-Torhüter Sascha Kleemann den Ball zu lange festgehalten hatte, verpuffte, ein Treffer von Gastspieler Jena Salihagic wurde wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt. Ansonsten spielte der BSV, der am Freitag bei den Elsdorfer Pokalwochen auf die Spielvereinigung Drochtersen/Assel trifft, mit ganz wenig Tempo. Dementsprechend laut wurde es an der Seitenlinie. Der neue Trainer Ralf Voigt konnte nicht zufrieden sein.

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der Bremen-Ligist und stellte Melchiorshausen häufiger vor Probleme. Der TSV wehrte sich aber weiter, so gut es eben möglich war. Für die Bremer entpuppte sich die Einwechslung Alexander Arnholds als Glücksgriff. Er sorgte für viel Schwung und markierte auch die Treffer zum 2:0 und zum 3:0. Besonders sein Tor zum Endstand war sehenswert, jagte er den Ball doch nach eiabgewehrten Ecke mit vollem Risiko unter die Latte. Den Führungstreffer
hatte Salihagic erzielt.

TV Stuhr - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 1:1 (1:0). Die Rollen waren auf dem Papier klar verteilt, doch der Favorit tat sich schwer. Stuhr hatte zwar mehr Ballbesitz und kontrollierte die Begegnung größtenteils, erspielte sich aber zunächst keine zwingenden Gelegenheiten. Das lag vor allem daran, dass Seckenhausen gut verteidigte. Die TSG igelte sich allerdings nicht ein, sondern hatte sogar durch Tobias Thiemann sogar die erste Möglichkeit zur Führung. Der 30-Jährige konnte sie jedoch nicht nutzen (13.). Auf der anderen Seite blieb Stuhr meist Herr der Lage, jedoch ohne Toptorjäger Riccardo Azzarello auch lange ohne Durchschlagskraft. "Wir haben es nicht geschafft, das Tempo so hochzuhalten, wie wir uns das vorgenommen haben", sagte TVS-Torwarttrainer Timo Sürstedt.

Kurz vor der Pause überschlugen sich dann die Ereignisse: Zunächst sah Stuhrs Jannis Böttcher nach einer Notbremse die Rote Karte (31.). Er hatte Felix Wagner zu Fall gebracht. In Unterzahl hatte der TVS dann seine besten Offensivszenen. Janis Öhlerkings Mischung aus Flanke und Torschuss klatschte auf die Latte (34.) und nur eine Minute später traf Dimitri Steen zur Führung, begünstigt durch einen Aussetzer der TSG-Hintermannschaft,die den Ball vertändelt hatte. "Ein unnötiges Tor, ganz klar. Aber insgesamt muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Es war klasse, wie sie aufgetreten und mit dem Rückstand umgegangen ist. Wir haben uns das Unentschieden verdient", sagte Seckenhausens Trainer Dirk Hofmann.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hielt Stuhr den Ball noch gut in den eigenen Reihen, die Sicherheit im Passspiel ließ allerdings mit zunehmender Spieldauer nach. Auch durch insgesamt acht Wechsel – Fynn Rusche spielte als einziger Feldspieler durch – litt der Spielfluss. Die Abstimmung passte nicht mehr. Die TSG dagegen witterte Morgenluft. Sie traute sich immer mehr zu und machte vor allem über die rechte Seite Dampf.Felix Marschall legte dort weite Wege zurück und sorgte immer wieder für
Gefahr. So war es nicht verwunderlich, dass er auch beim Ausgleich durch Björn Dahlheuser nach einer Stunde seine Füße im Spiel hatte. Wie beide Seiten das Remis interpretierten, wurde nach dem Schlusspfiff deutlich: Die Stuhrer schwiegen, die Seckenhauser klatschten sich stolz ab. "Das war so nicht unser Anspruch, auch wenn sicherlich nicht alles schlecht war", sagte Sürstedt.

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