10. Juli 2018 / 15:26 Uhr

Württemberg-Cup: Direkt die erste Überraschung

Württemberg-Cup: Direkt die erste Überraschung

Thorin Mentrup
Der SV Heiligenfelde um Roman Obst (ohne Leibchen) machte es den Sulingern um Ramien Safi schwer.
Der SV Heiligenfelde um Roman Obst (ohne Leibchen) machte es den Sulingern um Ramien Safi schwer. © JONAS KAKO
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Der TuS Sudweyhe schlägt den Brinkumer SV, während der SV Heiligenfelde erst spät verliert

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Auf drei Dinge ist beim Württemberg-Cup in Ristedt Verlass: eine Top-Organisation durch den Fußballförderkreis Grün-Weiß ’92 Ristedt und die zahlreichen Helfer, viele Zuschauer und sportlich die eine oder andere Überraschung. Für den ersten Paukenschlag der 19. Auflage des Turniers hat direkt am Eröffnungstag der TuS Sudweyhe gesorgt. Er bezwang den Bremen-Ligisten Brinkumer SV mit 2:1. In der ersten Partie des Abends verlor der SV Heiligenfelde gegen den TuS Sulingen durch ein Gegentor in der letzten Minute mit 0:1.

SV Heiligenfelde - TuS Sulingen 0:1. Wie schon im Vorjahr schienen die Heiligenfelder dem Favoriten ein Bein stellen zu können. Die Elf des neuen Trainers Torben Budelmann zeigte gegen den Oberliga-Absteiger läuferisch und kämpferisch eine starke Leistung. „Uns war klar, dass die Defensivarbeit im Fokus stehen wird. Das haben wir unheimlich gut gemacht. Wir haben Sulingen gut angelaufen und ihr Aufbauspiel einige Male gut gestört“, war Budelmann zufrieden mit dem Einsatzwillen seiner Mannschaft. Dass der TuS mehr Ballbesitz
hatte, überraschte nicht. Die Qualität des Landesligisten, der in der neuen Saison zu den Titelfavoriten zählt, blitzte während der 70-minütigen Spielzeit einige Male auf. Ganz unterbinden konnten die Heiligenfelder die Angriffsbemühungen des TuS nicht. Das hatte Budelmann allerdings auch so erwartet. „Man hat natürlich gesehen, wie gut Sulingen besetzt ist.“

Die zwingenderen Möglichkeiten hatte der Landesligist, doch Heiligenfelde versteckte sich nicht. Ein paarmal erspielte sich der Bezirksligist durch gute Verlagerungen, in die immer wieder auch Torhüter Jörn Wachtendorf eingebunden war, Überzahlsituationen auf einer der beiden Außenbahnen. Dann ging es schnell nach vorn. Auch wenn die Abschlüsse unter anderem durch Richard Tischer nicht den Weg ins Tor fanden, zeigte der SVH doch einige Ansätze, wie das Spiel in der neuen Saison aussehen soll. Auf der anderen Seite scheiterte Maximilian Meyer am Außenpfosten, zudem rettete Wachtendorf nach einem zu kurzen Rückpass in höchster Not vor Ramien Safi. Als alles auf ein torloses Remis und damit ein Elfmeterschießen hinauslief, glückte dem TuS das späte Siegtor: Atsushi Waki verlängerte einen Einwurf mit dem Kopf vom ersten auf den zweiten Pfosten, wo Salam Garaf lauerte und aus kurzer Distanz einschob. Trotzdem war Budelmann „hochzufrieden mit der Leistung der Jungs“.

Brinkumer SV - TuS Sudweyhe 1:2. Vor dem Turnier hatten sich viele gefragt, wie das Team des Brinkumer SV wohl auflaufen würde. Schließlich sollte der BSV parallel auch bei den Elsdorfer Pokalwochen gegen den FC St. Pauli II spielen. Die Teilnahme aber sagte er mittags ab, weil für zwei vernünftige Mannschaften das Personal fehlte. Also sahen die rund 300 Zuschauer in Ristedt einen Bremen-Liga-Meister nahezu in Bestbesetzung. Dazu kamen mit Fynn Dismer, Jost-Eike Behrens, Hassan Sleiman und Daud Ali vier A-Jugendspieler des TSV Weyhe-Lahausen. Auch der TuS musste sich nicht verstecken, die größten Lücken klafften ohne Christian Mach und Sven Paul an der Seitenlinie.

Den besseren Start erwischte Brinkum. Der BSV spielte schnell und schnörkellos, streute immer wieder Diagonalbälle ein und erarbeitete sich Vorteile. Die Führung durch Neuzugang Jakob Raub war folgerichtig (13.). Sudweyhe suchte nach seiner Ordnung und hatte Glück, kein weiteres Gegentor zu kassieren. Die Entscheidung, den Kopfballtreffer von Yannik Funck nicht anzuerkennen, war zumindest strittig. Dass das Spiel doch kippte, mussten sich die Brinkumer laut Trainer Dennis Offermann selbst ankreiden. „Wir haben Sudweyhe durch krasse Fehler zurück ins Spiel geholt“, sagte er. Julian Heusmann glich durch einen Heber kurz vor der Pause aus (34.), ehe nach dem Seitenwechsel Stephen Bohl per Strafstoß die Partie drehte. Jendrick Meißner hatte ihn zuvor zunächst clever vom Tor abgedrängt, dann aber weniger clever zu Fall gebracht. Der Rest der Partie ging durch die harte Gangart beider Teams unter. „Für ein Vorbereitungsspiel war das überhart“, sagte Sudweyhes Torwarttrainer Joachim Neumann, der sich in erster Linie aber über den Sieg freute. „Was die Jungs jetzt schon leisten, ist klasse.“ Für Sudweyhe war es der vierte Test in acht Tagen.

Kurios wurde es durch Schiedsrichter Marcel Thalmann, der zunächst Sudweyhes Hanjo Harjes und dann Brinkums Bastian Helms ohne vorherige Verwarnung Gelb-Rot zeigte, seine Entscheidung dann aber revidierte. Helms musste später dennoch früher zum Duschen – dieses Mal, nachdem er verwarnt worden war.

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