22. Juli 2017 / 17:46 Uhr

Yvon Mvogo : „Schwarzer Panther“ entfacht Konkurrenzkampf im Tor von RB Leipzig

Yvon Mvogo : „Schwarzer Panther“ entfacht Konkurrenzkampf im Tor von RB Leipzig

Anne Grimm
RB Leipzigs Keeper Yvon Mvogo im Trainingslager in Seefeld. 
RB Leipzigs Keeper Yvon Mvogo im Trainingslager in Seefeld.  © Picture Point
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Familie und Fußball sind die zwei wichtigsten Dinge im Leben von RB Leipzigs neuem Keeper Yvon Mvogo. Der 23-Jährige hat den Kampf um den Stammplatz zwischen den Pfosten aufgenommen und trägt dabei seinen Glücksbringer immer bei sich.

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Seefeld. Er ist 1,90 Meter groß, wirkt lässig und besitzt eine enorme Ausstrahlung: Yvon Mvogo. Um ihn dreht sich eine der spannendsten Fragen des Sommers beim Vizemeister: Kann der 23-Jährige RB Leipzigs Stammkeeper Peter Gulacsi den Rang streitig machen?

Der Schweizer wurde für fünf Millionen Euro von den Young Boys Bern verpflichtet, um den Konkurrenzkampf um die Nummer eins zwischen den Pfosten neu zu entfachen. „Pete hat eine super Saison gespielt, deshalb ist RB auch Zweiter geworden. Aber es gibt keine Stammplatzgarantie im Fußball. Ich bin gekommen, um so viele Spiele wie möglich zu liefern“, sagte der Neuzugang am Samstag während des Trainingslagers in Tirol selbstbewusst.

Bisher ist es unmöglich einzuschätzen, wer die besseren Karten bei Trainer Ralph Hasenhüttl besitzt. Sowohl Gulacsi als auch Mvogo haben in den ersten beiden Tests keine einzige Minute gespielt. Gegen Dessau (7:0) und Meuselwitz (6:0) bekamen Fabio Coltorti und Philipp Köhn Spielpraxis. Das wird sich am Dienstag gegen den türkischen Pokalsieger Konyaspor ändern. Es sei ein gesunder Konkurrenzkampf, zwischen ihm und dem Ungarn, betont Mvogo.

Sprachtalent

Sein Spitzname deutet auf die Spielweise des Keepers hin: Schwarzer Panther oder schwarze Katze wird Mvogo genannt. Ein ehemaliger Mitspieler taufte ihn vor etwa fünf Jahren so. „Er sagte immer, ich bin so stark und explosiv. Ich finde das cool“, meint der 23-Jährige, der seine Stärken auf der Linie sieht. Zudem besitzt der Schweizer ein Faible für Sprachen, kann neben Französisch und Deutsch noch Englisch, Portugiesisch und ein wenig Spanisch sprechen.

Yvon Mvogo und Fabio Coltorti beim Torwarttraining im Trainingslager in Seefeld. 
Yvon Mvogo und Fabio Coltorti beim Torwarttraining im Trainingslager in Seefeld.  © Picture Point
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Abseits des Platzes steht die Familie für Mvogo an erster Stelle. Mit sechs Jahren zog der in Kamerun geborene Yvon gemeinsam mit seiner Mutter und Schwester in die Schweiz. Nun musste er seine Heimat nach 17 Jahren erstmals verlassen. „Ich bin ein Typ, dem die Familie sehr nah ist. Für mich war es ein bisschen schwer, die Familie in der Schweiz zu lassen“, sagt er. Aber die Mannschaft hier habe ihn in Leipzig gut aufgefangen.

Glücksbringer am Arm

Mvogo war übrigens nicht immer Torhüter. Aufgrund seiner Größe und Kopfballstärke spielte er im Nachwuchsbereich zunächst in der Offensive. Doch dann gaben die großen Hände den Ausschlag für seine Position. „Dann bin ich einfach im Tor geblieben – es hat sich gelohnt“, sagt er.

Inzwischen stehen zahlreiche Nachwuchsländerspiele für die Schweiz, Champions-League-Qualifikationen sowie Einsätze in der Europa League auf seiner internationalen Visitenkarte. Gerne würde er die Königsklasse und RB Leipzig als Sprungbrett für die A-Nationalmannschaft und die WM 2018 in Russland nutzen. „Wenn du Schweizer bist und schon im Nationalaufgebot warst, dann musst du natürlich daran denken. Aber ich muss mich erstmal bei den Roten Bullen durchsetzen, um einen Platz in der Nati zu haben“, sagt er.

Seinen Glücksbringer hat Mvogo immer bei sich. Das Handgelenk ziert ein Armband mit einem kleinen Kreuz. Das nimmt er auch während des Spiels nicht ab, trägt es unter dem Tape des Torwarthandschuhs. „Ich bin christlich. Gott ist in meinem Leben“, erklärt der 23-Jährige.

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