04. November 2018 / 20:19 Uhr

"So etwas habe ich noch nie erlebt": Zehn Tore und kein Sieger bei TuS Harenberg gegen FC Lehrte

"So etwas habe ich noch nie erlebt": Zehn Tore und kein Sieger bei TuS Harenberg gegen FC Lehrte

Jens Niggemeyer
Harenberger Jubel über den Ausgleich per Freistoß durch Pascal Biank.
Harenberger Jubel über den Ausgleich per Freistoß durch Pascal Biank. © Nicola Wehrbein
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Dieses Spiel kann man mit Fug und Recht als Spektakel zusammenfassen. Der TuS Harenberg und der FC Lehrte trennen sich in der Bezirksliga 2 mit 5:5. Bernd Biank, Trainer der Gastgeber, würde gerne mal als Zuschauer mit einer Bratwurst in der Hand ein Spiel seiner Elf verfolgen.

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Den meisten Spaß an diesem Spektakel dürften die Besucher gehabt haben, da waren sich nach dem Schlusspfiff beide Trainer einig. „Ich würde mir gern mal als Zuschauer, mit einer Bratwurst in der Hand, und nicht als Coach hier beim TuS Harenberg ein Bezirksliga-Spiel angucken“, sagte Bernd Biank nach dem 5:5 (2:1) seiner Mannschaft gegen den FC Lehrte.

"Für fünf Euro zehn Tore"

„Hier wird zumindest immer was geboten.“ Und FC-Trainer Willi Gramann ergänzte: „Die einzigen, die heute richtig zufrieden sein dürfen, sind die Fans. Die haben für fünf Euro zehn Tore und viele Chancen gesehen.“ Er selbst habe allerdings ein paar graue Haare mehr bekommen, „das war ein unfassbare Spiel – so etwas habe ich noch nie erlebt“.

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 2 zwischen dem TuS Harenberg und dem FC Lehrte

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Die erste Hälfte verlief noch im Rahmen. Die Gastgeber, die zuletzt viermal in Folge verloren hatten, wirkten formverbessert, steckten das 0:1 durch Patrick Heldt (2.) locker weg und lagen zur Pause nach Toren von Pascal Biank (25.) und Steffen Quambusch (31.) verdient mit 2:1 vorne. „Wir hatten sogar noch Glück, nicht höher zurückzuliegen“, gab der Lehrter Trainer zu. Denn einmal sei ein Ball auf der Linie geklärt worden, zudem landete ein Schuss von Quambusch am Pfosten. „Bei uns hat vor der Pause die Laufbereitschaft nicht gestimmt.“

Es geht Schlag auf Schlag

In den zweiten 45 Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Die Gäste drehten jetzt auf, zeigten, warum sie zu den offensivstärksten Teams der Liga zählen und kamen immer wieder zu Chancen. Doch auch die Harenberger blieben gefährlich, sorgten immer wieder für Entlastung. „Wir hatten immer wieder Konterchancen und Standards“, so Biank. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Tobias Schmitt traf zum 2:2 (60.) für den FC, dem Christoph Rischker kurz darauf die erneute Führung für den TuS folgen ließ (66.).

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Aber Patrick Hiber per Elfmeter (75.) und erneut Schmitt (82.) drehten die Parte. Pascal Biank schlug allerdings umgehend zurück (89.). Als dann Michael Duraj in der letzten Minute das 5:4 erzielte, sah der FC wie der Sieger aus. Doch der eingewechselte Tufan Akca schlug in der Nachspielzeit gegen nach einem Platzverweis für Granit Tahiri (90. + 1) dezimierte Gäste noch einmal zurück (90. 3).

„Ich bin begeistert von der Moral der Truppe, auch wenn wir drei Tore kassiert haben, die nicht fallen dürfen“, schwärmte der Harenberger Coach. „Dieser Punkt tut so gut, noch dazu gegen einen Titelaspiranten. Ich hoffe, das das die Wende zum Guten ist.“

"Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient"

Sein Lehrter Kollege wirkte konsterniert: „Wir mussten nach der Pause so viel investieren, haben dreimal geführt. Und wenn du in der 90. Minute das 5:4 machst, muss das reichen.“ Auf der anderen Seite sei das Resultat gerecht. „Dieses Spiel hat keinen Sieger verdient, weil beide Seiten einfach viel zu viele Fehler gemacht haben.“ Einen Gewinner gab es dann aber doch: das Publikum.

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Sein Lehrter Kollege wirkte konsterniert: „Wir mussten nach der Pause so viel investieren, haben dreimal geführt. Und wenn du in der 90. Minute das 5:4 machst, muss das reichen.“ Auf der anderen Seite sei das Resultat gerecht. „Dieses Spiel hat keinen Sieger verdient, weil beide Seiten einfach viel zu viele Fehler gemacht haben.“ Einen Gewinner gab es dann aber doch: das Publikum.

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