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Zeigt der VfL Lübeck Schwartau am Freitagabend eine Reaktion gegen Dessau-Roßlau?

Christoph Staffen
Markus Hansen & Co. wollen nach der Pleite von Ferndorf Wiedergutmachung gegen Dessau. © Schaffrath/54°

Schwartaus Zweitliga-Handballer Samstag in der Hansehalle in der Pflicht.

Uwe Jungandreas hat kein gutes Gefühl: „Nach der Zehn-Tore-Niederlage gegen Ferndorf sind sie gerade zuhause auf Wiedergutmachung aus. Das wird ein heißer Tanz für uns werden, vor allem weil in der Hansehalle immer eine tolle Atmosphäre herrscht“, meint Dessau-Roßlaus Trainer vor dem Gastspiel am Freitag beim VfL Lübeck-Schwartau (19.30 Uhr). In der Tat dürfte es keine Schonzeit für die „Biber“ aus Sachsen- Anhalt geben, bereits direkt nach dem 17:27 beim Aufsteiger TuS Ferndorf hatte VfL-Trainer Torge Greve gefordert, dass seine Mannschaft gegen Dessau „die richtige Reaktion zeigen“ müsse und die „Leistung eine Ausnahme war. Die Mannschaft muss ihr wahres Gesicht zeigen.“

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Dessaus Spielmacher Mlotek fraglich

„Ferndorf ist sicherlich alles andere als Laufkundschaft und ich schätze sie wie Torge als den stärksten der vier Aufsteiger ein“, relativiert Jungandreas die Schwartauer Auswärtsniederlage. Klar sei aber auch: Die 5:1-Abwehr mit dem Isländer Dadi Runarsson als „Indianer“, die entscheidender Faktor beim 25:22-Auftaktsieg gegen Balingen war, als auch die 6:0-Formation können Dessau nicht mehr wirklich überraschen. Einige Experten trauen dem Team zu, dass es sich im oberen Mittelfeld etablieren wird und den ein oder anderen Favoriten durchaus ärgern kann. Allerdings steht bei den Gästen hinter dem Einsatz des tschechischen Spielmachers Slavomir Mlotek noch ein großes Fragezeichen. „Er konnte diese Woche aufgrund einer Verletzung am Knie nicht am Training teilnehmen“, erläutert Jungandreas. Die „Biber“ waren mit einem 21:25 in Hagen gestartet und feierten am Sonntag beim 35:29 gegen Essen ihren ersten Saisonsieg.

Klare Worte in Einzelgesprächen nach Ferndorf-Fiasko

Beim VfL stand in der Woche die Aufarbeitung der Ferndorf-Pleite auf der Agenda. „Wir haben das konstruktiv und selbstkritisch aufgearbeitet. Die klaren Worte, auch in Einzelgesprächen, waren vielleicht mal nötig“, meint Greve. Steigerungen sind in allen Mannschaftsteilen notwendig. Greve hatte die unterirdische Wurfausbeute kritisiert und darüber geklagt, „dass unser rechter und linker Rückraum ein Totalausfall waren“. Gegen Dessau haben die Verlierer vom vergangenen Samstag die Chance, sich zu rehabilitieren.

Genda und Metzner wohl gesetzt

Personell hat Greve fast die Qual der Wahl, bis auf Martin Waschul und Jan Schult alle Mann an Bord. Nach Schults Ausfall hat er mit Pavel Genda aber nur einen Rechtshänder im linken Rückraum. Um ihn zu entlasten, könnten Runarsson oder Markus Hansen von der Mitte nach außen wechseln. Im linken Rückraum könnten auch Finn Kretschmer oder Jasper Bruhn für Antonio Metzner und Toni Podpolinski einspringen. Greve hat Alternativen im Hinterkopf, neigt aber dazu, erneut auf Genda und Metzner zu setzen: „Sie sollen die Chance haben zu zeigen, was sie können. Einen schlechten Tag kann jeder mal haben. Entscheidend ist, wie man damit umgeht.“ Sein Eindruck aus der Trainingswoche: „Es war deutlich zu spüren, dass die Mannschaft darauf brennt, die Pleite wieder gut zu machen.“

Vor dem Spiel:

Anwurf: 19.30 Uhr, Hansehalle

Kassenöffnung: 18.00 Uhr, Einlass: 18.30 Uhr

Liveübertragung: Bei Sportdeutschland.tv ab ca. 18.45 Uhr

Vorverkauf: Rund 1500 Tickets sind weg

Aktionen: Stadtwerke Lübeck Trikottausch in der Halbzeit, Verabschiedung von Physiotherapeut Christian Steen vor dem Spiel

Bilanz: 8:2-Siege, 1 Remis; zuletzt VfL-Siege in Lübeck (26:23) und in Dessau (25:21)

Einlaufkinder: MTV Ahrensbök, VfL Oldesloe

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