27. August 2014 / 15:13 Uhr

Zerstörte Scheiben und zerstochene Reifen beim 1. FC Lok Leipzig – Polizei ermittelt

Zerstörte Scheiben und zerstochene Reifen beim 1. FC Lok Leipzig – Polizei ermittelt

Matthias Puppe
Anhänger von Lok Leipzig beim Derby gegen RB Leipzig anno 2013 im Zentralstadion. USER-BEITRAG
Anhänger von Lok Leipzig beim Derby gegen RB Leipzig anno 2013 im Zentralstadion. © Christian Nitsche (Archivfoto)
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Hinterlassene Graffiti deuten auf interne Auseinandersetzungen bei den Blau-Gelben hin.

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Leipzig. Fußball-Oberligist 1. FC Lokomotive Leipzig ist in den vergangenen Wochen mehrfach Opfer von Sachbeschädigungen und Zerstörungen geworden. Nach Angaben der Polizei gab es seit Monatsbeginn vier Fälle, bei denen es Unbekannte auf das Vereinseigentum oder private Dinge des aktuellen Präsidiums abgesehen hatten. Eine heiße Spur zu den Tätern gibt es noch nicht, so Polizeisprecher Uwe Voigt. Allerdings könnten hinterlassene Graffiti auf interne Auseinandersetzungen bei den Blau-Gelben hindeuten.

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Am 8. August wurde das Auto eines FCL-Präsidiumsmitglieds am Bruno-Plache-Stadion mit Farbe besprüht. Zudem hinterließen die Täter an der Anzeigetafel der Lok-Heimstätte und am Polizeicontainer Graffiti mit dem Wortlaut „Scenario, wir lassen uns nicht verbieten“, erklärte der Behördensprecher gegenüber LVZ-Online. Am 12. August wurden die Toiletten im Gästebereich des Stadions mit blauer Farbe und dem Spruch „Hier regiert Lok“ besprüht, am 19. August wurden alle vier Reifen eines vereinseigenen Transporters zerstochen. Nicht zuletzt gingen am 25. August durch Steinwürfe auf die Geschäftsstelle insgesamt sieben Scheiben zu Bruch, so Uwe Voigt weiter. Die Kriminaltechnik habe Spuren sichergestellt, diese sollen nun ausgewertet werden.

Verein reagiert geschockt und hofft auf Unterstützung der Fans

Präsidium, Aufsichtsrat, Spieler und Sponsoren des Oberligisten reagierten in einer gemeinsamen Erklärung geschockt auf die Angriffe und vermuten ein systematisches Vorgehen der Täter. „Besonders betroffen sind wir von den Zerstörungen an unserer Trainingshalle und der Geschäftsstelle während des letzten Wochenendes“, heißt es darin. In wochenlangen Einsätzen hätten viele freiwillige Helfer ehrenamtlich an der Sanierung mitgewirkt. Dies werde nun mit Füßen getreten.

Als Grund für die Anfeindungen vermuten die Verantwortlichen die aktuelle Vereinslinie. „Seit über einem Jahr verfolgt das neue Präsidium konsequent einen Kurs, um den Verein für eine erfolgreiche Zukunft aufzustellen“, heißt es in der Mitteilung. Das beinhalte auch ein konsequentes Vorgehen gegen Personen, die dem Ansehen des 1. FC Lokomotive schaden. Dieser Weg werde von der überwältigenden Mehrheit der Mitglieder mitgetragen, heißt es im Schreiben weiter. „Noch wissen wir nicht, wer die Täter sind. Alle Vorfälle wurden zur Anzeige gebracht. Der Verein wird in jedem Falle alle Ermittlungen der Polizei vorbehaltlos unterstützen und alle Rechtsmittel ausschöpfen“, so die Verantwortlichen.

Zudem riefen Präsidium, Aufsichtsrat, Spieler und Sponsoren die Fans und Sympathisanten der Probstheidaer auf, „wachsam zu sein und unseren Verein gegen Angriffe zu schützen.“ Jeder Hinweis zur Feststellung der Täter an FCL oder Polizei sei wichtig und ausdrücklich erwünscht.

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