05. November 2018 / 10:09 Uhr

ZFC Meuselwitz erlebt Debakel gegen Tabellenführer Chemnitz

ZFC Meuselwitz erlebt Debakel gegen Tabellenführer Chemnitz

Jörg Wolf
Dem Favoriten ein Ball stellen – das ist dem ZFC gestern nicht geglückt. Auch wenn Nikos Giannitsanis hier seinen Landsmann im Chemnitzer Trikot, Joannis Karsanidis, von den Beinen holt. 
Dem Favoriten ein Ball stellen – das ist dem ZFC gestern nicht geglückt. Auch wenn Nikos Giannitsanis hier seinen Landsmann im Chemnitzer Trikot, Joannis Karsanidis, von den Beinen holt.  © Mario Jahn
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Fußball-Regionalliga: Der Chemnitzer FC gewinnt in der Bluechip-Arena vor mehr als 2200 Zuschauern klar und deutlich mit 5:0 . 

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Meuselwitz. Drei Regionalligapartien in Folge hat der ZFC Meuselwitz verloren. Mittlerweile ist das Team von Heiko Weber auf den vorletzten Platz abgerutscht. Gestern gab nun mit dem Chemnitzer FC der Ligakrösus schlechthin seine Visitenkarte in der Bluechip-Arena ab. Noch ohne Punktverlust führt die Mannschaft von David Bergner derzeit souverän die Regionalliga an.

Sind die Himmelblauen nun ausgerechnet jener Gegner, mit dem die Meuselwitzer ihre Durststrecke beenden könnten? Dass es gegen die vermeintlich Großen sehr gut laufen kann, beweisen die Siege in der Vorsaison gegen Energie Cottbus sowie in dieser Spielzeit gegen die Babelsberger und den BFC.

Hinein ins Spiel, dass vor einer Spitzenkulisse von 2246 Zuschauern stattfand. Und die Hausherren mussten sich angesichts der 800 bis 1000 Chemnitzer Anhänger vorkommen wie bei einem Auswärtsspiel. Den Meuselwitzern war zu Beginn der Partie schon ein gewisser Respekt vor den Himmelblauen anzumerken. Auf jeden Fall zogen in den ersten 45 Minuten über weite Strecken die Gäste ihre Bahnen und ließen für den ZFC zumeist nur Konterchancen.

Vorentscheidung bereits nach knapp 30 Minuten

Auch an Konsequenz ließ es der CFC nicht fehlen. Schon in der zehnten Minute klingelte es erstmals im Tor von Keeper Tom Pachulski. Dejan Bozic war auf der rechten Seite durch und spielte den Ball flach in den Strafraum. Dort stand Knipser Daniel Frahn frei und schob zum 0:1 ein. Dieser frühe Rückstand war für die Hausherren zusätzlicher Ballast. Nur noch sporadisch und zu ungenau die Vorstöße des ZFC. Der Chemnitz-Keeper Jakub Jakubov hatte mit Vorstößen, beispielsweise durch Romarjo Hajrulla oder Andy Trübenbach keine großen Probleme. Auf der Gegenseite hingegen legte der Favorit in der 29. Minute nach: Nach einem Freistoß konnte der Ball zwar noch abgewehrt werden und auch den zweiten Versuch wehrte Keeper Pachulski mit gutem Reflex ab. Aber die Pille landete bei Dejan Bozic, der per Kopf das 0:2 erzielte.

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Dabei blieb es bis zur Halbzeit. Die Meuselwitzer kamen druckvoller aus der Kabine. So tauchte beispielsweise Trübenbach mehrfach gefährlich im CFC-Strafraum auf. Und in der 68. Minute hatte Michael Rudolph eine Hundertprozentige, als er allein vorm Tor den Ball nicht unterbringen konnte. Schon drei Minuten zuvor war Alexander Dartsch knapp an Keeper Jakubov gescheitert.

Chemnitz nutzt die Möglichkeiten gnadenlos

Anders der CFC, der ein Muster an Effizienz war: In der 72. Minute machte Frahn seine zweite Bude, nachdem er nach einer Flanke goldrichtig stand. Es mag jetzt zwar ein wenig vermessen klingen: Der ZFC spielte durchaus ordentlich mit, nur verstand er im Gegensatz zum Spitzenreiter nicht, Zählbares aus seinen Chancen zu machen.

Und so kam es besonders bitter: In der 80. Minute scheiterte erst Frahn, dann setzte aber Dennis Grothe nach und schob zum 0:4 ein. Sechs Minuten später erhöhte zudem der erst eingewechselte Erik Tallig gar auf den 0:5-Endstand und besiegelte damit die höchste ZFC-Heimniederlage seit Jahren.

„Zum Saisonstart haben wir uns mit Erfurt und Chemnitz in der Liga noch gefreut, weil spielstarke Gegner mit viel Zuschauern kommen. Aber Bonuspunkte konnten wir heute nicht holen, sondern brauchen die dringend, wie nie zuvor. Chemnitz war heute besser und wir haben zur Zeit ein dünnes Nervenkostüm und die Beine wackeln. Von mir vor der Saison als Ziel Platz fünf bis neun auszugeben, war die dümmste Aussage, die ich machen konnte. Wir müssen uns da jetzt aber selber herausziehen“, sagte Heiko Weber. David Bergner befand: „Unsere erste Halbzeit war sehr gut und die beiden Tore aus zwei Chancen haben den Meuselwitzern sicher ein wenig den Willen gebrochen. Aber auch uns wird nichts geschenkt. Auch nicht in Meuselwitz. Der ZFC ist uns keineswegs aus dem Weg gegangen.“

ZFC Meuselwitz: Pachulski; Albert, Stenzel, Ernst, Raithel, Rudolph (81. Andreopoulos),Trübenbach, Yajima, Bürger, Hajrulla (65. Bunge), Giannitsanis (46. Dartsch).

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