Marcel Ziemer. Hansa-Stürmer Marcel Ziemer. © Bernd Wüstneck/archiv
Marcel Ziemer.

Ziemer meldet sich bei Hansa zurück: Ich bin auf dem richtigen Weg

Der Torerfolg gegen Meppen beflügelt den Torjäger, der noch vor gut einem Monat bei Hansa im Abseits stand / Jetzt hat er wieder Spaß am Fußball

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Ein schöneres Geschenk hätte sich Marcel Ziemer kaum machen können. Zwei Tage nach seinem 32. Geburtstag erzielte der Hansa-Stürmer am Sonnabend gegen den SV Meppen (1:2) sein erstes Saisontor. Doch so richtige Freude kam bei dem bulligen Angreifer nicht auf. „Ich denke immer zuerst an die Mannschaft und dann an mich. Von daher ist es eine Enttäuschung.

Aber es ist natürlich auch wichtig für das Selbstvertrauen, ein Tor zu machen“, sagt Ziemer, der eine schwierige Zeit hinter sich hat.

Vor gut einem Monat wurde der Wormser von Trainer Pavel Dotchev wegen mangelnder Fitness in die zweite Mannschaft geschickt. Nach einwöchiger Degradierung durfte er wieder bei den Profis ran. Gegen Lotte (2:0) und Großaspach (0:0) kam der Torjäger, der in 236 Drittliga-Spielen 74-mal getroffen hat, zu Kurzeinsätzen. Beim 1:0 in Erfurt spielte er fast durch, gegen Meppen musste er wieder mit der Jokerrolle vorliebnehmen. „Der Trainer dosiert das super. Er hat ein gutes Gefühl dafür“, meint Ziemer, der 2014 vom damaligen Trainer Peter Vollmann (jetzt VfR Aalen) zu Hansa gelotst wurde.

Nach drei Jahren, in denen sich die Rostocker zumeist in den Tabellenniederungen der 3. Liga befanden, weckt der Neuanfang unter Dotchev Hoffnungen auf bessere Zeiten. „Wir wachsen immer mehr zusammen. Jeder Einzelne von uns hat Qualität“, sagt Ziemer. Die Truppe überzeuge nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch. „Und dann ist es schwer, uns zu schlagen.“

Die Leistung gegen Aufsteiger Meppen stimmte, das Ergebnis nicht. „Bitter, dass uns Amaury genommen wurde. Meppen hat bis dahin nicht stattgefunden“, meint Ziemer mit Blick auf die Rote Karte von Amaury Bischoff. Der Denker und Lenker des Rostocker Spiels hatte beim Versuch, sich von seinem Widersacher Nico Granatowski loszureißen, den Meppener im Gesicht getroffen.

„Das ist eine menschliche Reaktion. Wenn du festgehalten wirst, versuchst du dich loszureißen“, sagt Marcel Ziemer. „In meinen Augen war es kein Schlag.“

Bischoff darf zwar am kommenden Montag im Pokal-Hit gegen Hertha BSC (20.45 Uhr) ran, muss aber mit einer mehrwöchigen Sperre rechnen.

Gegen Meppen fehlte er, auch wenn die dezimierten Hanseaten selbst in Unterzahl die spielerisch bessere Mannschaft war. „Die zehn Mann haben das super gemacht. Wir waren trotzdem am Drücker“, betont Ziemer, der nach einer Stunde ins Spiel kam. Acht Minuten später erzielte er den Ausgleich. Der Stürmer köpfte nach einem Eckball von Fabian Holthaus den Ball an die Lattenunterkante – 1:1. „Ich glaube, dass ich im Kopfballspiel nicht so schlecht bin“, sagt Ziemer, der zusammen mit Oliver Hüsing bei hohen Bällen für Torgefahr sorgt. „Oli blockt mich immer super frei oder ich ihn. Das passt.

Wenn wir zwei da reinfliegen und einer von uns den Ball auf den Schädel kriegt, ist er zu neunzig Prozent drin“, meint der ehemalige Bundesliga-Profi des 1. FC Kaiserslautern. Wer auf dem Platz steht, sei zweitrangig, sagt Ziemer. „Wichtig ist, dass derjenige Gas gibt. Das machen alle.“ Auch Ziemer überzeugt. „Es macht einfach Spaß. Ich bin auf dem richtigen Weg. Meine Zeit kommt.“

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