USER-BEITRAG Zum Jubiläum auf Regionalliga-Kurs © Christian Modla

Zum Jubiläum auf Regionalliga-Kurs

Tormaschine und Zuschauer-Krösus: 1. FC Lok dominiert die Oberliga-Hinrunde / Auch Inter und Markranstädt können überzeugen

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Leipzig. Elf Siege in Folge, acht Punkte Vorsprung auf Rang zwei trotz eines weniger bestrittenen Spiels und – als einziges Team – noch ungeschlagen: So lauten die Eckdaten der Hinrunden-Bilanz von Oberliga-Spitzenreiter 1. FC Lok Leipzig. Zum 50. Club-Geburtstag schickt sich der Traditionsverein an, in die Fußball-Regionalliga aufzusteigen und damit bald wieder auf höchster nordostdeutscher Bühne mitzumischen.

Die Truppe von Trainer Heiko Scholz dominierte die Oberliga-Staffel Süd klar. Lok erzielte mit 42 die meisten Treffer (im Schnitt drei pro Spiel) und musste mit ganzen sieben (ein halbes pro Spiel) die mit Abstand wenigsten hinnehmen. In den Spitzenspielen gegen die beiden starken Aufsteiger Inter Leipzig und Bischofswerdaer FV setzte sich Lok auswärts mit 3:0 und 5:0 souverän durch.

„Wir haben jetzt unsere Wunsch-Mannschaft beisammen und sind auch in der Breite sehr gut besetzt, der Konkurrenzkampf ist schon im Training groß“, sagt Heiko Scholz, „mit den Erfolgen kam das Selbstvertrauen, wir zeigen endlich auch attraktiven Fußball.“

Dass mit Inter und Bischofswerda gleich beide Neulinge aus der Sachsenliga direkt hinter den Probstheidaern liegen, deutet darauf hin, dass der Unterschied zwischen der hiesigen Landesliga und der Oberliga nicht groß sein kann. Inter rollte nach kurzer Anpassungsphase das Feld von hinten auf, „Schiebock“ mischte sogar sofort kernig mit. Inter schoss mit 37 die zweitmeisten Tore.

„Immer, wenn wir dem Gegner mit der gebührenden Demut begegnen, bringen wir auch unsere Leistung“, hat Inter-Trainer Heiner Backhaus beobachtet und erklärt weiter: „Wenngleich wir generell unser Spielsystem nicht nach dem Gegner ausrichten, sondern immer versuchen, über unser frühes Stören und schnelle Gegenangriffe zum Erfolg zu kommen.“

Ziemlich unklar war vor der Saison, wo der SSV Markranstädt nach seinen personellen Umwälzungen landen würde. Der vorjährige Aufstiegsanwärter bastelte unter Coach Holger Krauß einen neuen Kader zusammen, der sich nach und nach zusammenfand und auf Platz sieben überwintert. „Das ist angesichts der deutlich veränderten Bedingungen für uns ganz passabel“, schätzt Krauß ein, der vorsichtig den Liga-Verbleib als Ziel ausgab. Dass einige Fragen in der Vereinsführung nach wie vor ihrer Klärung harren, konnte Krauß mit seinem Trainerkollegen Kai Metzner von der Mannschaft weitestgehend fernhalten.

Das Markranstädter Publikum dankt diesen Bemühungen indes wenig, die Besucherresonanz lag nur bei mageren 138 pro Heimspiel. Noch dürftiger war der Zuspruch für den FC Inter, der trotz attraktiver Spielweise, aber wegen der fehlenden Heimspielstätte auf dem Ausweichplatz in Machern lediglich auf 75 pro Partie kommt. Mit dem Sondereffekt durch das Spiel gegen Lok (in Grimma vor 1555 Fans) sind es immerhin 286.

Ganz anders Zuschauerkrösus Lok: Im Durchschnitt pilgerten 2524 Anhänger ins Plache-Stadion, den Rekordbesuch gab es beim 5:3 gegen Wismut Gera, das torreiche Match sahen 3127 Zuschauer.

Heimstärkstes Team war der 1. FC Lok vor Plauen, Inter und Markranstädt. Auswärts erwies sich, allerdings mit zwei Spielen mehr als Lok, Bischofswerda als am besten vor Lok, Sandersdorf und Inter. Markranstädt ist hier Neunter. Letzter ist jeweils der FC Eisenach.

In der Fairness-Wertung schneiden die Leipziger Teams dagegen erstaunlich schlecht ab: Der SSV liegt nur auf Rang 13, Inter ist Vorletzter, Lok Letzter.

1. FC Lokomotive Leipzig FC International Leipzig SSV Markranstädt Oberliga Region Nordostdeutschland NOFV-Oberliga Süd (Herren) Region/Leipzig 1. FC Lokomotive Leipzig (Herren) INTER Leipzig I (Herren) SSV Markranstädt (Herren) ugccontent

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