13. Juni 2018 / 22:11 Uhr

Zum WM-Start: Gloria Adigo vom VfB Lübeck wird auf der Lohmühle zum "Cover-Girl"

Zum WM-Start: Gloria Adigo vom VfB Lübeck wird auf der Lohmühle zum "Cover-Girl"

Jürgen Rönnau
Gloria Adigo durfte mit aktuellen Deutschlandtrikot für das LN-Extra-Heft auf der Lohmühle vor die Kamera.
Gloria Adigo durfte mit aktuellen Deutschlandtrikot für das LN-Extra-Heft auf der Lohmühle vor die Kamera. © Ulf-Kersten Neelsen
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Im DFB-Trikot darf sie für das LN-Extra-Heft posieren - am Ende war es ein Familientreffen.

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Morgen beginnt sie endlich, die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Soft-Opening mit dem Match der Gastgeber gegen Saudi Arabien - ab Sonntag wird’s dann auch Schwarz-Rot-Gold. Mit allem, was dazu gehört. Public-Viewing natürlich (regionale Spots siehe hier). Und einem Extra-Heft mit allen Infos zur WM, das morgen den LN beiliegt. Präsentiert wird dieses Special von einer Nationalspielerin, der einzigen, die Lübeck zu bieten hat. Gloria Adigo vom VfB Lübeck hatte sofort zugesagt, das LN-„Covergirl“ an diesem WM-Eröffnungstag zu sein.

Familientreffen auf der Lohmühle

„Das finde ich cool“, sagte die 15-jährige Gymnasiastin von der Oberschule zu Dom (OzD). Dreimal hat sie bereits für Deutschland gespielt, jetzt durfte sie im neuen DFB-WM-Trikot posieren. Bei einem Heimspiel. Denn das Fotoshooting für das heutige LN-Titelbild produzierte Fotograf Ulf-Kersten Neelsen auf der Lohmühle. Es wurde ein Familienauftritt. Vater Dinalo Adigo, selbst Ex-Nationalspieler für Benin, fungierte als „Zeugwart“, musste der Tochter kurzfristig von daheim (Herrnburg) fehlendes Equipment besorgen, Mutter Anne-Marie assistierte Neelsen als Beleuchterin. Und oben auf dem Nebenplatz trainierte der kleine Bruder Noah (7) mit der VfB-E-Jugend.

Mehr zu Gloria Adigo

Für den Fußball tun sie alles, die Adigos – Fußball ist ihr Leben. Und Talent liegt ihnen in den Genen. Papa Dinalo kickte auf internationalem Niveau für sein Heimatland Benin (Westafrika), wanderte aus, um Profi zu werden. Westerlo (Belgien), Kickers Offenbach, Lok Stendal, SSV Reutlingen und FC Schönberg hießen seine Stationen. Heute ist er Trainer bei NOFV-Oberligist Anker Wismar. In Reutlingen kam erst Ehefrau Anne-Marie dazu (beide kennen sich schon seit Kindertagen, stammen aus demselben Dorf), dann Tochter Birel. Der Apfel fiel nicht weit vom Stamm – Birel wurde natürlich Fußballerin. Erst VfB Lübeck (mit den Jungs), dann VfL Wolfsburg, Berufung in die DFB-U16-Nationalmannschaft, mittlerweile Stammkraft beim VfL II in der 2. Frauen-Bundesliga. Im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der „Wölfinnen“ wird sie zusammen mit der Stockelsdorferin Anna-Lena Stolze ausgebildet. Gerade hat sie auch ihr Abi gemacht, wird ein duales Studium beginnen. Denn sie ist realistisch, wie ihre Eltern sagen. Noch können nur wenige Frauen vom Profifußball sorglos leben.

Besser sieht es da für Bruder Ryan aus. Auch er ist mit viel Talent gesegnet, hatte erste Erfolge mit dem VfB Lübeck, wechselte dann zum HSV. Dort folgten Schlagzeilen, weil er schon als U17-Spieler von Borussia Mönchengladbach abgeworben wurde. „Wir als Familie hatten damit nichts zu tun, haben null finanzielle Vorteile, das war eine Sache zwischen den Klubs und es war Ryans Entscheidung“, sagt Dinalo Adigo. Der Filius rückt aus der U17- jetzt in die U19-Bundesliga auf: „Da muss er sich dann erstmal durchbeißen.“

Vom VfB Lübeck nach Wolfsburg - Gloria wagt den Schritt

Gloria wird den Geschwistern folgen. Im Sommer wechselt sie vom VfB, wo sie jahrelang nur mit Jungs gekickt hat („Ich habe als kleines Mädchen zwei Monate mit Mädels gespielt, dann wurde mir das zu langweilig“) zum VfL Wolfsburg ins NLZ der Mädels. „Ich freue mich für sie“, sagt Michael Hopp, ab 1. Juli VfB-Sportvorstand. „Das ist genau der richtige Schritt.“ Vorher aber darf sie etwas durchatmen. Ihre VfB-Saison ist beendet, in der Schule sind die Ferien in Sicht – und jetzt beginnt erstmal die WM. „Ich hoffe, unsere Jungs spielen besser als in den beiden letzten Testspielen – denn das war gar nicht gut“, sagt sie. Und wer wird Weltmeister? Gloria drückt ihren Deutschen zwar die Daumen, glaubt aber nicht so recht an sie. „Meine Favoriten sind England, Frankreich, Brasilien“, sagt die 15-Jährige. „Vielleicht ein Außenseiter wie Belgien. Oder Spanien.“ Da widerspricht der Papa. „Spanien hat sich gerade völlig unnötig ein Problem gemacht und kurzfristig den Trainer gewechselt“, sagt Dinalo Adigo. „Das schwächt das Team.“ Und was ist mit Deutschland? Adigo Senior: „Deutschland gehört doch immer zu den Favoriten!“

Vater Dinalo hat die Leidenschaft für den Fußballsport erfolgreich an seine Kinder weitergegeben. Auch seine beiden Töchter Birel und Gloria, sowie die Söhne Ryan und auch der kleine Noah scheinen, eine große Portion an Talent mitzubringen.

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