03. Dezember 2018 / 16:05 Uhr

Zwei Lindberg-Tore reichen nicht: 1860 Stralsund muss sich mit Remis begnügen

Zwei Lindberg-Tore reichen nicht: 1860 Stralsund muss sich mit Remis begnügen

Niklas Kunkel
Michael Lindberg gelangen beide Tore für den TSV 1860 Stralsund gegen den FSV Kühlungsborn. Die 2:0-Führung reichte am Ende aber nur für einen Punkt für das Tabellenschlusslicht der Verbandsliga.  
Michael Lindberg gelangen beide Tore für den TSV 1860 Stralsund gegen den FSV Kühlungsborn. Die 2:0-Führung reichte am Ende aber nur für einen Punkt für das Tabellenschlusslicht der Verbandsliga.   © Niklas Kunkel
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Gegen den FSV Kühlungsborn spielen die TSV-Kicker 2:2. Gegentreffer 

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Stralsund. Der Punktgewinn der Fußballer des TSV 1860 Stralsund gegen den FSV Kühlungsborn sollte eigentlich Grund zur Freude beim Tabellenschlusslicht geben. Der Spielverlauf ließ die Hausherren allerdings bis zur 85. Minuten wie die sicheren Sieger aussehen, doch nach einer turbulenten Schlussphase stand es nur 2:2. Stralsund lag durch zwei Tore von Michael Lindberg zwischenzeitlich mit 2:0 in Front. „Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, aber es ist einfach schade für die Jungs. Sie hatten sich heute den Sieg verdient“, bilanzierte TSV-Trainer Robin Baarhs die umkämpfte Partie mit wenigen spielerischen Highlights.

Der Plan der Stralsunder, die Gäste auf dem schnellen und engen Kunstrasenplatz vor Probleme zu stellen, ging auf. Die gefährlichen Diagonalpässe des FSV fanden fast nie einen Empfänger, stattdessen reihten sich technische Fehler bei den favorisierten Gästen aneinander. Der TSV war auf die schwierigen Bedingungen vorbereitet und setzte von der ersten Minute auf eine sichere Defensive – mit der Hoffnung auf schnelle Konter.

Bereits in der 9. Minute ging der Plan das erste Mal auf. Marten Bergmann lief nach einem langen Pass frei auf FSV-Keeper Maximilian Giese zu, scheiterte aber am Nachwuchsmann im Tor der Gäste. In der 14. Minute sendeten die Kühlungsborner ein erstes Lebenszeichen. Nach einer schnellen Kombination über rechts kam Robert Franke aus kürzester Distanz zum Abschluss, fand aber in Alexander Gernetzki im TSV-Tor seinen Meister. Nach einer guten Direktabnahme von Daniel Hartz, die zur Ecke gelenkt wurde, verlor das Spiel immer mehr an Tempo. Die Gastgeber standen tief, der FSV machte das Spiel, kam aber zu keinen Torchancen. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff wären die Gäste fast in Führung gegangen, aber Gernetzki kratzte den Ball im Nachfassen von der eigenen Torlinie. Somit gingen die Stralsunder etwas glücklich mit dem 0:0 in die Kabine, merkten aber, dass ein Punktgewinn gegen die zuvor formstarken Gäste möglich war.

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Im zweiten Spielabschnitt gestaltete sich das Spiel offener. Die Hausherren trauten sich mehr zu, hatten aber weiterhin Glück, dass die gegnerischen Stürmer immer wieder aus guten Positionen scheiterten. Diese mangelhafte Chancenverwertung wurde bestraft: Nach einer längeren Behandlungspause von Gernetzki wollten die Gäste mit einem einstudierten Einwurfsystem die Hintermannschaft von 1860 aushebeln. Doch der Ball landete direkt am Fuß eines Stralsunders. Über drei Stationen lief der Konter zügig über die linke Seite, Michael Lindberg musste nach Zuspiel von Daniel Hartz nur noch einschieben (68.). Diese Führung schockte die Kühlungsborner. Nur vier Minuten später war es erneut Lindberg, der die Unordnung beim Gegner ausnutzte und auf 2:0 erhöhte. „Wir spielen mutig und aggressiv und haben alles rausgehauen, was wir hatten. Wir haben das heute eigentlich gut gelöst“, sagte der von der Schlussphase noch etwas sprachlose Baarhs.

Denn auch danach fand der FSV nicht zu seinem gewohnten Spiel und haderte mit der eigenen Leistung. Doch ein Eckball in der 85. Minute brachte die Wende: Die Hausherren waren nicht in der Lage, den Ball zu klären, und der eingewechselte Marijo Balaz stocherte die Kugel ins Netz. Es folgte ein Schlussspurt, mit dem die Gäste die Überraschung irgendwie abwenden wollten. Nachdem sie zuvor gute Chancen vergaben, war es in der zweiten Minute der Nachspielzeit der nächste Eckball, der zum Ausgleich führte. Hannes Zimsack nutzte aus, dass Torhüter Gernetzki nicht zum Ball kam und drückte den Ball zum 2:2 über die Linie. Trotz aller Proteste von Gernetzki entschied Schiedsrichter Robert Kuligowski auf Tor.

„Da kriegen wir zwei so blöde Gegentore nach Standards und gewinnen wieder nicht. Das ist bitter“, ärgerte sich Baarhs. Wobei der TSV kurz vor dem Abpfiff Glück hatte, dass der Unparteiische bei einem Zweikampf im Strafraum der Gastgeber nicht auf Elfmeter für den FSV entschied und so womöglich auch noch der eine Zähler verloren gegangen wäre. Trotz des enttäuschenden Spielverlaufs nimmt Baarhs Positives aus der Partie mit: „Wir pfeifen personell auf dem letzten Loch, aber wir haben gezeigt, dass wir noch leben und nicht aufgeben.“ Mit einem Sieg hätte sein Team sogar die Abstiegsplätze verlassen können. So hofft der Coach, dass beim nächsten Heimspiel am 8. Dezember gegen den FSV Einheit Ueckermünde endlich das langersehnte Erfolgserlebnis kommt.

Schützenhilfe leistete dem TSV unterdessen der Lokalrivale vom Grimmener SV. Das Team von Trainer Martin Walewski gewann beim FSV Malchin mit 3:1 und sorgte somit dafür, dass die Malchiner punktgleich mit Stralsund sind. Die Tore für den GSV erzielten Stephan Rambow (20., 48.) und Martin Wollenburg (52.).

TSV: Gernetzki – Jungnickel, Wollny, Vit, Reipschläger, Lindberg, Pompe, Röpke, Bergmann, Hartz (82. Burmeister), Kunkel.
FSV: Giese – Sibrins, Hagedorn (78. Balaz), Fogel, Leutert, Wilke (83. Fiedler), Rodrigues, Franke, Zirnsack, Müller, Schmitt.
Tore: 1:0 Lindberg (68.), 2:0 Lindberg (72.), 2:1 Balaz (85.), 2:2 Zirnsack (90.+2)

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