Hat sich der FC Bayern bei der Kovac-Verpflichtung korrekt verhalten? Hat sich der FC Bayern bei der Kovac-Verpflichtung korrekt verhalten? © Getty Images/Montage
Hat sich der FC Bayern bei der Kovac-Verpflichtung korrekt verhalten?

Zweikampf der Woche: Hat sich der FC Bayern beim Kovac-Deal korrekt verhalten?

T-Online.de und der SPORTBUZZER diskutieren jede Woche im Zweikampf kontrovers die Themen, über die Deutschland spricht. Diesmal: Hat sich der FC Bayern bei der Verpflichtung von Niko Kovac korrekt verhalten? Heiko Ostendorp und Florian Wichert im Duell. Wer überzeugt Euch? Ihr könnt abstimmen.

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​PRO: Ja, Kovac hätte informieren müssen

Von Heiko Ostendorp, SPORTBUZZER-Fußballchef

Es war Fredi Bobic, der sich Ende Januar offensiv zur Heynckes-Nachfolge äußerte: „Ich weiß, wer neuer Bayern-Trainer wird“, schlaumeierte der Sportdirektor von Eintracht Frankfurt. Dass er damals an Thomas Tuchel dachte und nun mit Niko Kovac sein eigener Übungsleiter an die Säbener Straße wechselt – dumm gelaufen! War es nicht auch Bobic, der Kovac eine Vertragsklausel zugestand, die ihm ermöglicht, trotz laufenden Kontrakts günstig (2,2 Millionen Euro) zum FC Bayern München zu wechseln?

Dass nun ausgerechnet er das Verhalten der Münchner Bosse als „respektlos“ und „unprofessionell“ bezeichnet, ist ein schlechter Witz. Aufgrund der Klausel mussten Rummenigge und Co. gar niemanden informieren. Sie hätten es tun können, okay. Aber nach der unnötigen Bobic-Aussage aus dem Januar ist es aus meiner Sicht nachvollziehbar, dass sie es nicht taten. Stattdessen gibt es nur einen Mann, der seinen Boss – zu dem er angeblich so ein freundschaftliches Verhältnis pflegt – über die Verhandlungen hätte informieren müssen: Und das ist Niko Kovac selbst.

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CONTRA: Nein, das Verhalten war arrogant

Florian Wichert, Head of Fußball und Sport bei t-online.de

Die Bayern nutzen eine Ausstiegsklausel, und der andere Verein ist sauer – der Fall Kovac ist nicht der erste dieser Art. Auch bei der Verpflichtung von Mario Götze 2013 dank einer Ausstiegsklausel über 37 Millionen Euro war der BVB wütend, weil er nicht informiert und der Wechsel zur Unzeit vorm Champions-League-Halbfinale publik wurde. Zufall? Sicher nicht.

Eine Ausstiegsklausel ist eine Vereinbarung zwischen Verein und Spieler/Trainer. Wenn ein anderer Klub diese nutzt, hat er keine vertragliche Verpflichtung, den abgebenden Verein zu informieren – aber eine moralische. Die Bundesliga ist eine Solidargemeinschaft. Wer soll mit gutem Beispiel vorangehen, wenn nicht der Rekordmeister?

Für Frankfurt geht es um die Champions-League-Quali und Einnahmen von mehr als 20 Millionen Euro. In der Situation verhält sich Bayern zum wiederholten Mal respektlos und arrogant. Das Signal: Uns sind die anderen Klubs, denen wir zum ungünstigsten Zeitpunkt das Herzstück herausreißen, völlig egal. EIN Anruf bei Fredi Bobic hätte das verhindert.

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