Willi Orban und Naby Keita bejubeln den Treffern zum 1:0 Willi Orban und Naby Keita bejubeln den Treffer zum 1:0 für RB Leipzig. © dpa
Willi Orban und Naby Keita bejubeln den Treffern zum 1:0

Zweimal eiskalt: Keita und Werner kochen Hamburger SV ab

Auswärts erstmals in dieser Saison erfolgreich: RB Leipzig holt beim Bundesligadino in einer lange umkämpften Partie drei Punkte und fügt Hamburg die erste Niederlage zu.

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Hamburg. In weniger als zehn Minuten war der erste Dreier der Saison auf fremden Rasen im Leipziger Gepäck. Naby Keita (67.) und Timo Werner (75.) ließen den Vizemeister am Freitagabend unter Flutlicht beim 2:0 (0:0)-Sieg gegen den Hamburger SV jubeln. Dabei stand das Duell mit dem HSV zum Auftakt des dritten Spieltags lange auf Messers Schneide. RB Leipzig fügt den Hamburgern vor mehr als 50.000 Zuschauern die erste Bundesliganiederlage zu und klettert über Nacht auf Rang drei.

RB Leipzig holt beim Hamburger SV in einem umkämpften Bundesligaspiel drei Punkte und fügt den Norddeutschen die erste Saisonniederlage zu.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl resümierte anschließend: „Wir hatten Dominanz in dem Spiel. Trotzdem braucht man immer den Dosenöffner. In der ersten Halbzeit hatten wir einige Chancen, aber keine davon gemacht. Dann ist man immer für Konter anfällig. Aber zum Glück ist es diesmal nicht bestraft worden. Unser Plan hat sehr gut funktioniert, wir haben den Gegner viel bewegt. Das erste Tor ist erst sehr spät gefallen, aber dann ist der Knoten geplatzt. Der Sieg war sehr verdient.“

Sein Gegenüber Markus Gisdol mochte das nicht bestätigen: „Ganz in die Lobeshymne kann ich nicht einstimmen. Es hat jeder gesehen, dass wir die größte Chance in der ersten Halbzeit hatten. Übers ganze Spiel hat Leipzig natürlich eine enorme Dominanz und Klasse ausgespielt. Das ist keine Frage.“

Forsberg fehlt

Nach der Länderspielpause gibt es einige Überraschungen in der Leipziger Startformation. Bruma ersetzt den erkrankten Emil Forsberg (nicht im Kader). Neuzugang Augustin beginnt neben Werner obwohl Poulsen wieder fit ist. Bernardo darf als Rechtsverteidiger für Klostermann ran. Die RB-Startelf ist im Schnitt 23,3 Jahre alt und damit die Jüngste im 37. Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte, beim 54 Jahre alten Liga-Dino aus Hamburg.
Papadopoulos, der vergangene Saison in der Hinrunde noch zum RB-Kader gehörte, läuft für den HSV als Kapitän auf. Schwört sein Team ein. Die Hamburger Fans begrüßen RBL mit einem Plakat – das Problem trägt viele Namen – auch der von Dietrich Mateschitz taucht auf.

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Pünktlich zum Anpfiff hat sich der Himmel nach stundenlangem Dauerregen im Norden Deutschlands beruhigt. Die Leipziger hingegen sorgen für jede Menge Unruhe, gehen ein hohes Tempo. Augustin trifft nach fünf Minuten den Außenpfosten. „Papa“ klärt in höchster Not gegen Orban (12.). Bruma lässt immer wieder die Hamburger Abwehr alt aussehen. Werner findet aus spitzem Winkel seinen Meister in HSV-Keeper Mathenia.

Aufregung vor der Pause

Nach 20 Minuten das erstmals Gefahr im RB-Strafraum: Bobby Wood ist kaum zu stoppen. Glück für die Gäste, dass Kostic einen schön ausgespielten Konter in der 23. Minute rechts am Tor vorbeischiebt. Das Spiel nimmt nun auch auf der anderen Seite an Fahrt auf. Walace setzt seinen Schuss nach einem HSV-Freistoß (28.) nur Zentimeter neben den Pfosten. Augustin rutscht nach einer halben Stunde bei einer 100 prozentigen Chance und nach Traumpass von Werner am Ball vorbei.

Große Aufregung kurz vor der Pause: Schiedsrichter Aytekin zeigt nach einem Foul von Ekdal an Werner im Strafraum auf den Punkt – die Hamburger Fans beginnen sofort mit Schmähgesängen. Der Unparteiische lässt seine Entscheidung per Videobeweis prüfen – kein Strafstoß. Halbzeit.

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Keita eiskalt

In der 53. Minute bringt der RB-Coach Klostermann für den wenig überzeugenden Bernardo. Das erste Ausrufezeichen im zweiten Durchgang setzt Hamburgs Waldschmidt mit einem strammen Schuss der nur knapp den RB-Kasten verfehlt. Dabei sind die Gäste, wie zu Beginn des Spiels, deutlich dominanter. In der 67. Minute die verdiente und lang ersehnte Führung: Sabitzer führt einen Freistoß blitzschnell aus, Keita lässt einen Gegenspieler stehen, versenkt den Ball aus 20 Metern eiskalt im HSV-Netz.

DURCHKLICKEN: Stimmen zum Spiel

Rekordtransfer Kampl kommt zum Schlussspurt für den starken Bruma. Es folgt die entscheidende Szene der Partie. Gulacsi wehrt einen HSV-Angriff ab, Kampl bekommt den Ball, spielt ihn von der Grundlinie in Windeseile weit nach vorn. Werner setzt über das halbe Spielfeld zum Sprint an, lässt zwei Gegenspieler stehen, setzt sich auch gegen Hamburges Keeper durch und schiebt rechts unten zum 2:0 ein. Nur 14 Sekunden liegen zwischen der HSV-Chance und dem RB-Tor. Die Leipziger Fans singen „Timo Werner ist ein Fußballgott“.

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Die Statistik zum Spiel:

RBL: Gulacsi – Bernardo (53. Klostermann), Orban (C), Upamecano, Halstenberg - Keita, Demme - Sabitzer, Bruma (69. Kampl) – Augustin (77. Poulsen), Werner

HSV: Mathenia - van Drongelen, Jung, Papadopoulos (C), Diekmeier - Walace, Ekdal (73. Schipplock) – Kostic (37. Waldschmidt), Holtby, Hahn - Wood

Tore: 1:0 Keita (67.), 2:0 Werner (75.)

Zuschauer: 50.231

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