09. Februar 2019 / 21:47 Uhr

Zweimal kein Elfmeter für den VfL Wolfsburg – Weghorst: "Dem Schiedsrichter war das zu leicht"

Zweimal kein Elfmeter für den VfL Wolfsburg – Weghorst: "Dem Schiedsrichter war das zu leicht"

Tim Lüddecke
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Sie hatten einige Meinungsverschiedenheiten: Schiedsrichter Felix Brych und VfL-Angreifer Wout Weghorst.
Sie hatten einige Meinungsverschiedenheiten: Schiedsrichter Felix Brych und VfL-Angreifer Wout Weghorst. © imago/Eibner
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Wout Weghorst überzeugte beim 3:3 in Freiburg – wie die gesamte Offensive des VfL Wolfsburg erstmals in der Rückrunde. Womöglich wäre aber noch mehr drin gewesen. Der Niederländer meint: "Das ist schade."

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Er erzielte seinen eigenen Treffer, bereitete einen weiteren kunstvoll vor und bekam sogar ein Sonderlob vom gegnerischen Trainer, doch so richtig glücklich war VfL-Stürmer Wout Weghorst nach dem 3:3 beim SC Freiburg trotzdem nicht. „Ich glaube, wenn man 3:2 fünf Minuten vor Spielende führt, ist es schade, dass wir die drei Punkte nicht mitgenommen haben“, so der Niederländer, der als alleinige Spitze im 4-3-3-System ein starkes Spiel abgeliefert hatte.

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Doch vielleicht hätte es (noch!) besser laufen können für ihn. Die erste Aktion: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war er über links allein auf die Reise in Richtung Freiburger Tor geschickt worden, aus kurzer Distanz legte er quer auf den mitgelaufenen Renato Steffen, einen Tick zu weit in dessen Rücken, im Laufduell mit Christian Günter kam Steffen zu Fall – doch Schiedsrichter Felix Brych entschied nicht auf Elfmeter. „Ich mag es nicht nach dem Spiel darüber zu reden“, so Weghorst, „aber er hat mir gesagt, dass ihm das zu leicht war…“ Ob er den Ball also besser hätte selbst verwerten sollen? „Das habe ich hinterher auch gedacht. Aber Renato war frei, und dann muss ich ihn quer legen. Normalerweise ist es ein Tor, das ist schade…“

"Du musst auf deine Qualität vertrauen"

Und dann war da noch eine zweite Aktion in der 67. Minute, in der Weghorst nach einem Querpass von Yannick Gerhardt gehalten wird – aber keinen Elfmeter zugesprochen bekam. „Wieder hat der Schiedsrichter gesagt, dass ihm das zu leicht war“, so der 26-Jährige, „doch ob leicht oder nicht, das ist wichtig, denn sonst ist es vielleicht ein Tor.“ Keeper Koen Casteels pflichtete bei: "Sein linker Arm wird komplett weggezogen. Das ist relativ klar, dass das auch ein Elfmeter sein kann." Keine fünf Minuten zuvor hatte Brych dagegen auf den Punkt gezeigt, als bereits Freiburgs Robin Koch den Stürmer gehalten hatte. Der schritt selbst zur Tat, bewies im aufgeladenen Schwarzwald-Stadion Nervenstärke und traf zum zwischenzeitlichen 2:1. „Da musst du einfach ruhig bleiben und auf deine Qualität vertrauen“, so Weghorst cool.

Die Stimmen zum 3:3-Remis des VfL Wolfsburg beim SC Freiburg:

Wout Weghorst: Die Enttäuschung überwiegt. Wenn du 3:2 in Führung gehst und nur noch wenige Minuten zu spielen sind, dann ist es schade, dass man die drei Punkte nicht mitnehmen kann.  Zur Galerie
Wout Weghorst: "Die Enttäuschung überwiegt. Wenn du 3:2 in Führung gehst und nur noch wenige Minuten zu spielen sind, dann ist es schade, dass man die drei Punkte nicht mitnehmen kann."  ©
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Apropos Qualität. Nach dem erneuten Freiburger Ausgleich hatte er auch bei der Führung zum 3:2 ebenfalls seine Füße im Spiel, bediente den einlaufenden Steffen diesmal genauer. Und zwar mit der Hacke. Der Schweizer schlenzte den Ball ins lange Eck, 3:2. Ein Kompliment gab es auch für seine sonstige Vorstellung – vom gegnerischen Coach. „Die Wolfsburger waren brutal stark. Wenn du vorn drauf gehst kommt der Chip, und Weghorst ist da – wie der da vorn arbeitet und malocht und den Körper reinstellt“, schwärmte Christian Streich, „und wenn du nicht drauf gehst, spielen sie es aus, in die Breite, in die Tiefe“.

Die Wölfe in Noten: Die Einzelkritiken zum Spiel des VfL Wolfsburg beim SC Freiburg

Koen Casteels: Konnte sich erst gegen Ende der ersten Halbzeit in Szene setzen - vorher kam von den Freiburgern nicht wirklich viel. Beim 1:1 durch Grifo war er dann erst machtlos. Beim 2:2 nach einer Ecke ebenfalls, allerdings trat ihm Freiburgs Heintz zuvor auf die Füße. Vor dem dritten Treffer kann er den Ball nicht festhalten. Note: 4 Zur Galerie
Koen Casteels: Konnte sich erst gegen Ende der ersten Halbzeit in Szene setzen - vorher kam von den Freiburgern nicht wirklich viel. Beim 1:1 durch Grifo war er dann erst machtlos. Beim 2:2 nach einer Ecke ebenfalls, allerdings trat ihm Freiburgs Heintz zuvor auf die Füße. Vor dem dritten Treffer kann er den Ball nicht festhalten. Note: 4 ©

Drei Tore in einem Spiel gelangen den Wolfsburgern im Breisgau, bis dato waren sie in den bisherigen vier Spielen seit der Winterpause auf auf lediglich zwei gekommen. Offensiv sah das trotz der verletzten Angriffsstürzen Daniel Ginczek und Admir Mehmedi also wieder besser aus, fand nicht nur Weghorst („Das haben wir gut gemacht, wir haben zwei sehr gute Angriffe ausgespielt“), sondern auch Trainer Bruno Labbadia: „Momentan müssen wir viel herausspielen – das ist uns diesmal gelungen.“

Die VfLer in Freiburg: Eure Noten

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