RB Leipzig war zur englischen Woche zu Gast am Mainzer Bruchweg (5) (dpa) Umkämpfte Partie in Mainz: FSV-Akteur Levin Öztunali (rechts) prüft die Textilfestigkeit bei Gegenspieler Marcel Halstenberg. © dpa
RB Leipzig war zur englischen Woche zu Gast am Mainzer Bruchweg (5) (dpa)

Mit Köpfchen: RB Leipzig behält in Mainz die Nerven

Erst mit Glück, dann mit dem Kopf: Innerhalb von vier Minuten sorgt RB Leipzig für zwei entscheidende Treffer in einem ereignisreichen Duell beim FSV Mainz. Die Champions League rückt immer näher.    

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Mainz. RB Leipzig hält die hartnäckige Konkurrenz aus Hoffenheim und Dortmund weiter auf Abstand. Am Mittwochabend feiert das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl mit dem umkämpften 3:2 (0:0)-Sieg beim 1. FSV Mainz 05 den zweiten Erfolg in der englischen Woche. Der Vorsprung auf den Champions-League-Qualifikationsrang beträgt damit immer noch komfortable fünf Punkte.

Die ersten beiden Treffer erzielen Marcel Sabitzer und der genesene Toptorschütze Timo Werner zu Beginn der zweiten Halbzeit. Naby Keita gelingt die Vorentscheidung, nachdem Mainz per Elfmeter zwischenzeitlich für Spannung gesorgt hatte. In der Nachspielzeit erzielt der FSV in Unterzahl noch das 3:2. Für Mainz wird die Luft im Abstiegskampf nach der vierten Niederlage in Serie dünner.

Erstes Fazit von Guido Schäfer zum Sieg von RB Leipzig in Mainz

„Mainz hat dagegen gehalten. Die erste Halbzeit war von uns nicht gut, wir haben zu viele Chancen zugelassen. In der zweiten Halbzeit sind wir verdient in Führung gegangen, haben uns dann aber selber wieder in Bredouille gebracht. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben“, sagt Werner nach seinem erfolgreichen Comeback bei „Sky“. Mainz-Manager Rouven Schröder meint: „Die Mannschaft hat das umgesetzt, was wir uns gewünscht haben. Leipzig war sichtlich beeindruckt, aber wir müssen in der ersten Halbzeit auch in Führung gehen.“

Im Vergleich zum 4:0-Sieg am Samstag gegen Darmstadt wechselt Hasenhüttl auf drei Positionen: Gulacsi steht wieder im Tor. Der junge Dayot Upamecano nimmt den Platz des dienstältesten Feldspielers Marvin Compper in der Innenverteidigung ein. Der 31-Jährige wird geschont und ist nicht mit ins Rhein-Main-Gebiet gereist. Stürmer Yussuf Poulsen steht zwei Monate nach seinem Muskelbündelriss wieder in der Startelf und beginnt für Oliver Burke.

Zwei Großchancen für Mainz

Der Gastgeber, mit fünf Neuen im Team, ist von Beginn an aggressiv und mutig. Nach sieben Minuten zieht Jean Gbamin bei einem Freistoß aus 35 Metern mit einem strammen Schuss ab – Gulacsi ist mit einer starken Parade zur Stelle. Hasenhüttl hatte vor den gefährlichen Mainzer Standards gewarnt. Doch immer wieder holt der FSV Ecken heraus und stellt RB vor brenzlige Situationen.

Durchklicken: Guido Schäfers "Bullenbarometer" zum Spiel in Mainz

Auch Leipzig kommt mit Keita und Sabitzer zu seinen Möglichkeiten, aber die 100-prozentigen Chancen kreiert Mainz. Nach 20 Minuten hat RB schon zum zweiten Mal großes Glück. Bojan setzt sich im Strafraum durch, spitzelt den Ball Richtung langes Eck an Gulacsi und knapp am Tor vorbei. Auf der anderen Seite lässt Poulsen eine Kontermöglichkeit nach 26 Minuten ungenutzt.

Höchststrafe für Upamecano

In der umkämpften Partie lässt sich der 18-jährige Upamecano nach einer halben Stunde zu einem sinnlosen Schubser hinreißen und kassiert Gelb. Nur zehn Minuten später die Höchststrafe – der Trainer wechselt ihn noch vor der Pause aus. Der neue A-Nationalspieler Werner kommt früher als vermutet zum Einsatz. Ilsanker rutscht für den Franzosen in die Innenverteidigung.

Blitzstart in Halbzeit zwei: Keine drei Minuten dauert es, da köpft Sabitzer völlig frei zum 1:0. Fast artistisch die Vorlage von Forsberg mit der Hacke. Leipzig ist nach einer Führung in der Bundesliga noch nie besiegt worden. Auch diesmal lügt die Statistik nicht. Nur vier Minuten später bereitet Forsberg den nächsten Treffer vor: Die Ecke köpft Werner zum 2:0 ein und erzielt bereits sein 15. Saisontor.

Fotogalerie: 1. FSV Mainz 05 - RB Leipzig

Kartenflut in der Schlussphase

Demme bringt in der 68. Minute den Mainzer Donati im Strafraum unglücklich zu Fall. Beim anschließenden Elfmeter hat Gulacsi keine Chance. Der Gastgeber ist nun im Aufwind. Der eingewechselte Muto köpft nur um Zentimeter am RB-Tor vorbei. Die Schlussphase ist hektisch und von Fouls geprägt – insgesamt verteilt Schiedsrichter Tobias Stieler in der zweiten Halbzeit neun Gelbe Karten und einen Platzverweis.

Hasenhüttl stärkt die Defensive, bringt Khedira eine Viertelstunde vor dem Ende für Forsberg. Leipzig wirkt jetzt stabiler. Keita macht in der 81. Minute den Deckel drauf. Nach einem Lauf über das halbe Spielfeld und einer kurzen Zwischenstation bei Poulsen schließt er souverän zum 3:1 ab. Keita muss kurz darauf verletzt ausgewechselt werden. Der Mainzer Gbamin sieht nach Foul an Khedira in der 89. Minute Rot. Trotz Unterzahl trifft Mainz in der Nachspielzeit noch zum 3:2.

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Statistik:

RB: Gulácsi - Bernardo, Orban (C), Upamecano (41. Werner), Halstenberg – Ilsanker, Demme – Forsberg (75. Khedira), Keita (84. Kaiser) – Sabitzer, Poulsen.

Mainz: Lössl – Donati, Bell (C), Hack, Brosinski – Gbamin (Rot), Frei – Öztunali, Quaison (55. Theki), Bojan (67.Muto) - Cordoba.

Tore: 1:0 Sabitzer (48.), 2:0 Werner (52.), 2:1 Samperio (69. FE), 3:1 Keita (81.), 3:2 Muto (90.+1).

Zuschauer: 26.379.

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