22. Januar 2018 / 12:31 Uhr

Zweitliga-Auftakt: So gehen Aue und Dresden die Restrunde an

Zweitliga-Auftakt: So gehen Aue und Dresden die Restrunde an

dpa
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Für Aue geht es um den Klassenverbleib. In Dresden nimmt man das K-Wort nicht in den Mund.

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Punktgleich und nur durch fünf Tore getrennt rangieren die beiden sächsischen Fußball-Zweitligisten SG Dynamo Dresden und FC Erzgebirge Aue ganz nah beieinander. Mit unterschiedlichen Zielstellungen in die Saison gestartet, wollen nun erst einmal beide so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Eine Bestandsaufnahme zum Start nach der Winterpause:

AUSGANGSLAGE:

23 Punkte auf dem Konto sind vor allem für die Auer eine mehr als positive Bilanz. „Das sind zehn Punkte mehr als vor einem Jahr“, sagt Kapitän Martin Männel. Dazu wird beim ersten Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am Sonntag das neue, komplett umgebaute Stadion eingeweiht. Das soll noch mal einen Schub geben. Mit Nicky Adler trainiert ein lange verletzter Spieler wieder mit, der Rest der Mannschaft ist fit – vor allem ein Verdienst von Fitnesstrainer Werner Schoupa.

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Beim Konkurrenten aus der sächsischen Landeshauptstadt kann man mit der Punkteausbeute nicht zufrieden sein. Zu häufig wurden in der Hinserie sichergeglaubte Punkte noch hergeschenkt. Zuletzt drei Siege am Stück sorgten zumindest für einen entspannten Jahreswechsel in Dresden. Treuer Begleiter aber bleibt das Verletzungspech. Neuestes Mitglied im Lazarett ist Torhüter Marvin Schwäbe, der bis auf Weiteres aufgrund eines Meniskuseinrisses im linken Knie ausfällt.

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WINTERVORBEREITUNG:

Kein Zweitligist weilte länger im Trainingslager als Dresden. Coach Uwe Neuhaus nutzte die zehn Tage im spanischen Marbella, um „das, was wir teilweise in der Hinrunde schon auf den Platz gebracht haben, weiter zu verfestigen.“ Die vier Testspiele  waren ein Spiegelbild der Saison: Trotz überzeugender Leistung unterlag man dem VfL Wolfsburg mit 1:2, tat sich beim 2:1-Erfolg gegen die U23 von Werder Bremen schwer und siegte hochverdient gegen den FC Groningen. Ein leichtfertiger Fehler in der Nachspielzeit bescherte da noch das 3:1. Die Generalprobe ging mit 1:4 gegen Boleslav dagegen daneben.

Aue nutzte derweil die Woche in Spanien, um am Offensivspiel zu arbeiten. Allerdings war davon bislang nichts zu erkennen. Alle drei Testspiele in der Vorbereitung gingen verloren – mit einem Torverhältnis von 1:6. Vor allem das 0:1 zum Abschluss gegen Drittligist Erfurt war bedenklich. Aue ließ so ziemlich alles vermissen, was für das Bestehen in der 2. Liga notwendig ist.

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STARTPROGRAMM:

Mit Düsseldorf (A), Braunschweig (H), Nürnberg (A), Ingolstadt (A) und Kiel (A) hat Aue ein heftiges Auftaktprogramm. „Das könnte ein kleiner Vorteil für uns sein“, sagte Abwehrchef Dominik Wydra. Denn die „Veilchen“ taten sich gegen spielstarke Mannschaften zuletzt oft leichter. „Die Unterschiede in der Qualität sind in der 2. Liga nicht so groß. Hier geht es vor allem darum, wer bereit ist, mehr zu investieren“, ergänzte der Österreicher.

Ähnlich sieht es auch Dynamo-Coach Neuhaus. „Man kann jeden Gegner nehmen, taff sind sie alle“, sagte der 58-Jährige. Die ersten fünf Partien sind für die Sachsen richtungsweisend. Gegen St. Pauli (H), Sandhausen (A), Bochum (H), Fürth (A) und Regensburg (H) gelangen in der Hinserie nur fünf Zähler.

ZIELSETZUNG:

Für Aue geht es um den Klassenverbleib. In Dresden nimmt man das K-Wort nicht in den Mund. Der kann aber bei nur fünf Punkten Vorsprung auf Platz 17 aktuell nur das vorrangige Ziel sein. Offizielles Credo: Man wolle sich weiterentwickeln.

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STIMMUNG:

Die Auer Fans fiebern natürlich dem neuen Stadion entgegen. Nach zwei Jahren Bauzeit ist (fast) alles innerhalb des geplanten Zeitrahmens fertig geworden. „Man muss den Hut davor ziehen, wie unkompliziert das abgelaufen ist. Ich selbst habe einen Hausbau hinter mir, das lief aus meiner Perspektive nicht so geräuschlos ab“, scherzte Männel. Die ordentliche Hinrunde hilft da zusätzlich.

Nach einer guten Vorbereitung ist man in Dresden optimistisch. Einzig die erneuten Verletzungssorgen drücken etwas die Stimmung. Mit Spannung kann man das dadurch mögliche Zweitliga-Debüt von Nachwuchs-Keeper Markus Schubert erwarten.

TRANSFERS:

Mit Ridge Munsy (Grasshopper Zürich) wurde in Aue ein bulliger, großer Stürmer verpflichtet. Damit sind die Personalplanungen, sollte es keine schlimmen Verletzungen mehr geben, abgeschlossen.

Rückkehrer Marcel Franke soll in der Dresdner Innenverteidigung eine Lücke schließen und für mehr Stabilität sorgen. „Die Eindrücke, die er hinterlassen hat, sind tadellos“, lobte ihn sein Trainer Neuhaus.

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