19. März 2015 / 21:43 Uhr

Zwist bei Lok Leipzig: Basler nimmt sich Kapitän Krug wegen RB-Aussagen zur Brust

Zwist bei Lok Leipzig: Basler nimmt sich Kapitän Krug wegen RB-Aussagen zur Brust

Maria Köhler / Robert Nößler
Ein Freund deutlicher Worte: Mario Basler.
Ein Freund deutlicher Worte: Mario Basler. © dpa
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Gleich zwei Interviews sorgten in dieser Woche für Gesprächsstoff in Probstheida und darüber hinaus. (mit Video)

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Leipzig. Nach dem Sprung auf Tabellenrang vier müsste die Stimmung beim Fußball-Oberligisten Lok Leipzig eigentlich bestens sein. Aber gleich zwei Interviews sorgten in dieser Woche für Gesprächsstoff. Die Folge: Sport-Geschäftsführer Mario Basler hat vor, mit Kapitän Markus Krug ein ernstes Wörtchen zu reden.

In einem Interview mit dem „Express“ hatte Krug behauptet, dass er Freikarten von RB Leipzig „in den Mülleimer werfen“ würde. „Ich bin seit Kindheitstagen Bayern-Fan, aber selbst gegen die würde ich nicht ins Zentralstadion, wie ich es immer noch nenne, gehen“, ließ sich der 26-Jährige zitieren. Auch über die RB-Fans lästerte der Lok-Kapitän: „Wenn man bei denen sieht, dass nach dem Spiel das Stadion innerhalb von fünf Minuten leer ist, weiß ich nicht, ob das Fans mit Leib und Seele sind. Da könnte auch Mannschaft xy spielen.“

Gegenüber LVZ-Online machte Basler am Donnerstag seinem Ärger über Krugs Äußerungen Luft. „Ich glaube, dass die Aussage sehr unglücklich ist. Ich werde mit Markus darüber sprechen, wie es zu laufen hat“, sagte der 46-Jährige dem Sportbuzzer. „Über RB gibt es keinen Grund, irgendetwas Schlechtes zu sagen.“

Basler rudert bei Kooperations-Absichten zurück

Für erhitzte Gemüter hatte Basler allerdings unter der Woche selbst gesorgt. Er könne sich auf inoffiziellem Wege – ohne es an die große Glocke zu hängen – eine Zusammenarbeit mit den Rasenballern vorstellen, erklärt er in einem Interview mit spox.com. Wohl wissend, dass der ambitionierte Zweitligist für viele Fans und einige Spieler des 1. FC Lok ein rotes Tuch ist. „Wir konzentrieren uns nicht auf RB, sondern auf unsere Saison“, stellte Basler am Donnerstag klar. „Das andere wird alles noch ganz, ganz lange dauern, wenn es überhaupt mal dazu kommt.“

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In einem Statement, das der Verein am Abend auf seiner Homepage veröffentlichte, klang das etwas anders. Jede künftige Zusammenarbeit mit RB wird darin konsequent ausgeschlossen. "Es gibt keine Kooperation und wird auch keine geben. Punkt", hieß es. „Wir setzen uns natürlich nicht über die Fans hinweg und würden solche strategischen Entscheidungen niemals im stillen Kämmerlein beschließen, ohne unsere treuen Anhänger einzubeziehen", wird Basler selbst zitiert.

Auch Krug zeigte sich auf seine provokanten Äußerungen angesprochen schmallippig. Den Namen des Stadtrivalen wollte er nicht einmal mehr in den Mund nehmen. „Ich habe mit dem Verein nichts zu tun“, sagte der 26-Jährige. „Für mich ist Lok wichtig. Alles andere egal.“ Er lenkt den Fokus stattdessen auf das Spiel am Samstag bei Schott Jena. Krug: „Es zählt nur ein Sieg, um oben dran zu bleiben.“

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