Medaillenspiegel - Olympia 2018

 

Medaillenspiegel für Olympia 2018


Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang werden Athleten aus aller Welt um die heiß begehrten Medaillen kämpfen. Dabei verfolgen die Sportler – gerade in den Einzelwettkämpfen – natürlich zuallererst persönliche Ziele. Allerdings wissen die Wettkämpfer auch um die Bedeutung der errungenen Medaillen für das eigene Land und die ausgeübte Sportart.

Denn obwohl die Athleten für das Erringen einer Topplatzierung von den einzelnen Nationalen Olympischen Komitees mit teilweise hohen Prämien belohnt werden, haben Medaillen für die einzelnen Nationen weit mehr als nur einen Prestigewert. In Deutschland wird beispielsweise die Förderung der einzelnen Sportart stark am Abschneiden bei den Olympischen Spielen bemessen.

Der aktuelle Medaillenspiegel für die Olympischen Winterspiele 2018


Der sogenannte Medaillenspiegel listet alle während einer Austragung der Olympischen Spiele errungenen Medaillen einer Nation auf. Aus dieser Summation ergibt sich schließlich die Platzierung der einzelnen Länder im Medaillenspiegel. Bei der Bewertung der Ergebnisse kommt den Goldmedaillen die wichtigste Rolle zu. Sie sind der ausschlaggebende Faktor bei der Platzierung der Staaten. Erst wenn zwei Nationen eine identische Anzahl an Goldmedaillen vorzuweisen haben, werden auch Silber und Bronze relevant.

Die Favoriten bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang


Im Wintersport zählen einige Nationen traditionell zu den Favoriten in den einzelnen Sportarten. So gelten die deutschen Biathleten beispielsweise in diesem Jahr erneut als heißeste Anwärter auf Goldmedaillen. Auch die skandinavischen Länder und Staaten aus der Alpenregion werden zu den führenden Nationen in den Skisportarten gezählt. Die US-Amerikaner und Kanadier nehmen unter anderem im Eishockey und im Eisschnelllauf eine führende Rolle ein. Zudem konnten die Nordamerikaner in den Freestyle-Sportarten Freestyle-Skiing und Snowboard stets Goldmedaillen gewinnen. Auch wenn bis auf wenige Ausnahmen asiatische Länder in den Skisportarten tendenziell nicht auf den Topplätzen landeten, gelten vor allem südkoreanische und chinesische Shorttracker zu den erfolgreichsten in der Sportart. Für eine absolute Premiere könnte jedoch ein afrikanisches Land sorgen. Die Bobfahrerinnen Nigerias qualifizierten sich völlig überraschend für die Spiele und verfolgen den großen Traum, eine Medaille zu erringen. Es wäre die erste Medaille überhaupt, die eine afrikanische Nation bei den Winterspielen sammeln könnte.

Der ewige Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele


Der sogenannte ewige Medaillenspiegel stellt eine Summation aller gewonnenen Medaillen einer Nation bei den Olympischen Spielen dar. Bei den bisherigen 22 Olympischen Winterspielen konnten 39 verschiedene Staaten die begehrten Auszeichnungen gewinnen. Insgesamt wurden fast 3.000 Medaillen im Laufe der Jahre im Wintersportbereich vergeben. Die Platzierungen richten sich nach der bereits erklärten offiziellen Rangfolge des Internationalen Olympischen Komitees. Das IOC führt allerdings keinen ewigen Medaillenspiegel, sodass die führende Nation in dieser Rangliste den Titel nur inoffiziell trägt.

Der ewige Medaillenspiegel im Überblick


Angeführt wird der ewige Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele von Deutschland, das mit 136 Goldmedaillen nur knapp vor Russland mit 132 Mal Gold liegt. Mit weiteren 14 Goldmedaillen weniger folgt Norwegen. Das skandinavische Land gilt als Geburtsstätte des Wintersports. Auf Rang vier und fünf folgen die beiden nordamerikanischen Staaten USA und Kanada. Die US-Amerikaner sind ihren Nachbarn jedoch stolze 34 goldene Auszeichnungen voraus. Österreich, Schweden und die Schweiz folgen auf den Plätzen sechs bis acht. Das Gastgeberland Südkorea belegt mit 26 Goldmedaillen den 13. Platz und ist damit die erfolgreichste asiatische Nation bei den Winterspielen. Die nachfolgenden beiden Plätze belegen mit 14 bzw. 16 Goldmedaillen Abstand China und Japan und damit ebenfalls Asiaten.

Deutschland auf Platz 1 des ewigen Medaillenspiegels

Mit 377 errungenen Medaillen liegt Deutschland nicht nur im Hinblick auf Goldmedaillen auf dem ersten Platz, sondern gewann auch insgesamt die meisten Medaillen. Beim ewigen Medaillenspiegel wurden dabei die Auszeichnungen, die beispielsweise vom Deutschen Reich bis 1936 oder von der DDR bzw. BRD bis 1992 gesammelt wurden, zusammengerechnet. Besonders bemerkenswert ist, wie viel erfolgreicher die DDR im Vergleich zur Bundesrepublik bei den Winterspielen zwischen 1968 und 1988 abschnitt. Während der westdeutsche Staat nur auf elf Goldmedaillen kam, holten ostdeutsche Sportler ganze 39 Mal Gold. Einer der vielen Gründe für diesen enormen Unterschied stellt jedoch auch das nachgewiesene staatliche Doping in der DDR dar. Die erfolgreichste Zeit für deutsche Wintersportler bei den Olympischen Spielen wurde jedoch nach der Wiedervereinigung eingeläutet. Seit 1992 konnten deutsche Athleten bei den Winterspielen 72 Mal Gold und 193 Medaillen insgesamt gewinnen.