1. FC Lokomotive Leipzig (Herren)

Lokomotive Leipzig – Legendär, unvergessen und neu gegründet

Der 1. FC Lokomotive Leipzig, kurz Lok Leipzig oder 1. FC Lok genannt, ist ein Fußballklub aus dem Leipziger Bezirk Probstheida und wurde im Jahr 1966 aus der Fußballabteilung des SC Leipzig gegründet. Der Verein gilt als Nachfolger des deutschen Meisters VfB Leipzig.

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Lokomotive Leipzig stand für DDR-Fußball der Extraklasse

Lok Leipzig galt über einen Zeitraum von gut zwei Jahrzehnten als ein Symbol für attraktiven Offensivfußball in der DDR und sensationelle Erfolge, wobei der Verein vier FDGB-Pokalsiege und drei Vize-Meisterschaften in der DDR für sich entscheiden konnte.


Lokomotive Leipzig spielt international

In den 1970er Jahren machte der Verein als Pokalmannschaft national wie auch international von sich reden. Europapokal-Abende, wie beispielsweise gegen den SSC Neapel, den FC Barcelona, oder Tottenham Hotspurs, die ihren Höhepunkt im Jahr 1987 fanden, bleiben bis heute unvergessen. Ende der 1980er Jahre spielten die Fußballer von Log Leipzig nur noch eine unwesentliche Rolle im DDR-Fußball und belegten zu Ende der Saisonende jeweils einen Platz im Oberliga-Mittelfeld.


Aufstiege und Abstiege von Lokomotive Leipzig

Trotz dessen ist Lok Leipzig nach Dynamo Dresden und dem BFC Dynamo der Fußballclub mit einer der besten Punktausbeuten der 1980er Jahre und zudem der höchstplatzierte Verein in der Ewigen Tabelle (Rang 4), der niemals Meister wurde. Nach der Wende firmierte der Club als VfB Leipzig, stieg im Jahr 1993 in die Bundesliga auf und spielte dann später bis zum Jahr 1998 in der zweiten Liga. Die Traditionslinie des Vereins wurde jedoch durch die Insolvenz und die Auflösung an den Scheideweg gebracht.

Berühmte Spieler wie etwa Frank Rost, Olaf Marschall, Bernd Hobsch, Clemens Fritz, Rene Adler und viele weitere spätere Nationalspieler erlernten in über 40 Jahren in der Schule der Leipziger Lokomotive das Kicken. Nach der Spielsaison 1990/1991 beschloss der Verein, in Erinnerung an den dreimaligen deutschen Meister VfB Leipzig, den Club in VfB Leipzig umzubenennen und trat somit in der Saison 1991/1992 nicht mehr unter dem Namen 1. FC Lokomotive Leipzig an. Nachdem der VfB Leipzig erneut einen Insolvenzantrag stellen musste, gründeten einige VfB-Leipzig-Fans im Jahr 2003 den 1. FC Lokomotive Leipzig, wobei der Namen des 1966 gegründeten VfB-Vorgängers gewählt wurde. Der neugegründete 1. FC Lok übernahm die Fußballabteilung sowie die erfolgreichen Nachwuchsmannschaften.


Bekannte Lok Leipzig-Trainer

Zu den bekannten Trainern der neu gegründeten Lok Leipzig zählen unter anderem Rainer Lisiewicz, Uwe Trommer und Willi Kronhardt. In der Traditionslinie von Lokomotive Leipzig zählen unter anderem Hans Studener, Harro Miller und Hans-Ulrich Thomale zu den bekannten Trainern.


Wo finden die Heimspiele der Lok Leipzig statt??

Ihre Heimspiele hat die Lok Leipzig im Bruno-Plache-Stadion in Probstheida in Leipzig ausgetragen. Zu seiner Eröffnung im Jahre 1922 war das Stadion das größte vereinseigene Stadion Deutschlands. Die Spielstätte der 1920er Jahre fasst heutzutage offiziell 15.600 Besucher, ist aus Sicherheitsgründen aber auf 10.900 Zuschauer begrenzt. Im Allgemeinen wird das Stadion von den Fans nur „Bruno“ genannt. Auch der neue Lok Leipzig trägt seine Heimspiele in der Regel im Bruno-Plache-Stadion aus, wobei diese in der Vergangenheit auch im Zentralstadion, der heutigen Red-Bull-Arena stattfanden. Seit dem Jahr 2015 ist der 1. FC Lokomotive Eigentümer des Bruno-Plache-Stadions.


Bekannte Spieler von Lokomotive Leipzig

Der Fußball des traditionsreichen Vereins wurde von Spielergrößen wie unter anderem Henning Frenzel, Ronald Kreer, Rene Müller, Frank Baum, Dieter Huhn, genannt „Zwecke“ oder Uwe Zötzsche geprägt. Zu den bekannten Spielern der neuen Lok Leipzig zählen neben Philipp Serrek und Torsten Jülich unter anderem auch Matthias Liebers und Rico Engler.


Aktuelle Entwicklung von Lokomotive Leipzig

Im Zuge der Neugestaltung der regionalen Ligen im Jahr 2012 gelang Lok Leipzig die Qualifikation für die neue Nordoststaffel. Zu Beginn des Jahres 2013 wurde die finanzielle Notlage des Vereins bekanntgegeben. Um die drohende Insolvenz abzuwenden, initiierte der Club ein spezielles Programm für Kleinsponsoren. Im Frühjahr 2013 wurde das Vereinspräsidium abgewählt und gegen ein neues Präsidium eingetauscht. Im Herbst des Jahres 2013 unterschrieb Heiko Scholz beim 1. FC Lokomotive Leipzig seinen Trainervertrag.

Die Spielzeit 2013/2014 endete mit dem Abstieg aus der Regionalliga Nordost. Von Februar 2015 bis April 2016 fungierte der ehemalige Fußballnationalspieler Mario Basler als Geschäftsführer. 2015/2016 gelang der Lok der Wiederaufstieg in die Regionalliga. Zur Spielsaison 2017/18 trat Thomas Löwe die Nachfolge von Jens Kesseler an, der sein präsidiales Amt aus beruflichen Gründen niederlegte. Zum aktuellen Kader von Lok Leipzig zählen unter anderem Paul Maurer, Maximilian Pommer, Ronny Surma und Benjamin Kirsten. Kürzliche Erfolge der Lokomotive Leipzig: 2015/2016 Meister der Oberliga Nordost, 2011, 2012, 2015, 2016 Aufstieg in die Regionalliga, 2016/2017 Finalist im Sachsenpokal. Aktuell wird das Team von Heiko Scholz trainiert.