BSG Chemie Leipzig (Herren)

BSG Chemie Leipzig – Der "Rest von Leipzig"

Die BSG Chemie Leipzig (kurz für: Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig) ist ein Sportverein aus Leipzig, der im Jahr 1997 gegründet wurde und der sich als Nachfolger der in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik bestehenden BSG Chemie Leipzig versteht.

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Wann wurde die BSG Chemie Leipzig gegründet?

Der Verein Chemie Leipzig, DDR-Meister in den Jahren 1951 und 1964, schloss sich nach der Wiedervereinigung und im Rahmen der Umstellung auf ein marktwirtschaftliches Wirtschaftssystem, das zum Zusammenbruch des BSG-Systems führte, im Jahr 1990 mit Chemie Böhlen zum sogenannten FC Sachsen Leipzig zusammen. Die BSG Chemie Leipzig wurde im Jahr 1997 von FC Sachsen Leipzig-Fans als Ballsportfördergemeinschaft Chemie Leipzig gegründet, um einerseits den Namens und die Marke „BSG Chemie Leipzig“ zu schützen und andererseits den FC Sachsen Leipzig zu fördern. Dies konnte unter anderem dadurch realisiert werden, dass sogenannte „Care-Pakete“, das heißt finanzielle Unterstützungspakete zur Absicherung der Nachwuchsabteilung des FC Sachsen Leipzig, während der Insolvenz im Jahre 2001 verkauft wurden.


Interne Probleme bei der BSG Chemie Leipzig

Um den Spielbetrieb auch im Falle einer Liquidation des FC Sachsen Leipzig weiterführen zu können, wurde die Vereinssatzung im Jahr 2004 geändert und der Verein im gleichen Zuge in „Ballsportgemeinschaft Chemie Leipzig“ umbenannt. In den darauffolgenden Jahren verschärften sich Spannungen innerhalb der Anhängerschaft des FC Sachsen Leipzig bezüglich von Uneinigkeiten über den weiteren Vereinsverlauf immer stärker. Insbesondere der Umzug des Spielbetriebes der ersten Männermannschaft in das Zentralstadion, die fehlende Fan-Kommunikation oder das Unterdrücken des Namens „Chemie“ wurden kritisiert. Gleichzeitig eskalierten politische Streitigkeiten innerhalb der FC Sachsen Leipzig-Anhänger, die im Herbst des Jahres 2007 in körperlichen Auseinandersetzungen während eines Auswärtsspiels ihren Höhepunkt fanden.


Aufstiege und Abstiege der BSG Chemie Leipzig

Der Verein nahm in der Saison 2008/2009 in der dritten Kreisklasse, Staffel 1/ 12. Liga erstmals mit einer eigenen Männermannschaft am DFB-Spielbetrieb teil. Nach drei aufeinanderfolgenden Aufstiegen konnte dieses Team die Stadtklasse Leipzig erreichen. Nach dem Saisonende 2010/2011 übernahm der Club dann das Spielrecht der ersten Herrenmannschaft des VfK Blau-Weiß Leipzig und konnte aus diesem Grund ab der Saison 2011/2012 im Alfred-Kunze-Sportpark in der Sachsenliga antreten. Im Jahr 2011 erfolgte die Umbenennung des Vereins in seinen heutigen Namen Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig und der FC Sachsen Leipzig wurde aufgelöst. Nach Ende der Saison 2012/2013 stieg die BSG Chemie Leipzig aus der Sachsenliga in die Bezirksliga Nord ab.


Wo werden die Heimspiele von Chemie Leipzig ausgetragen?

Die BSG Chemie Leipzig ist seit dem Jahr 1990 alleiniger Nutzer des Alfred-Kunze-Sportparks, der sich im Stadtteil Leutzsch in Leipzig befindet. Die Anlage umfasst neben dem Stadion mit Hauptplatz mehrere weitere Spielstätten sowie ein Geschäftshaus und zwei Sozialtrakte. In den 1950er Jahren fasste die Anlage bis zu 30.000 Besucher. Nach der Wiedervereinigung wurde die Kapazität des Stadions im Zuge von Umbaumaßnahmen von 22.000 auf 18.000 Zuschauer minimiert. Seitdem bietet das Stadion 927 Tribünenplätze, rund 2.700 Dammsitzplätze sowie gut 14.300 Stehplätze.


Trainergeschichte der BSG Chemie Leipzig

Unter Trainer Radisa Radojicic, der die Mannschaft von 2008 bis 2011 führte, stieg Chemie Leipzig in die 2. Kreisklasse auf, Rene Behring hielt seinen Trainerposten von 2011 bis 2012 inne. Steffen Hammermüller, der in den Jahren zwischen 1992 und 2000 im weiß-grünen Trikot spielte, trainierte die Mannschaft von 2012 bis 2013,

Gregor Schoenecker übernahm ab der Saison 2011/2012 den Cheftrainerposten der U23-Mannschaft. Unter seiner Führung gelang der „Zweiten“ der Aufstieg in die Stadtliga. Von 2011 bis 2013 war Schoenecker Co-Trainer der Ersten Mannschaft unter Rene Behring und später Steffen Hammermüller und von April bis Juni des Jahres 2013 Interimstrainer. Andre Schönitz übernahm sein Traineramt im Sommer 2013 und führte die Mannschaft nach dem Abstieg in die Bezirksliga in die Sachsenliga zurück. Im Jahr 2016 wurde Dietmar Demuth als Trainer bekanntgegeben. Er trainiert die Mannschaft bis heute (Stand: 14.02.2018).


Bekannte Chemie Leipzig Spieler

Zu den bekannten Spielern der BSG Chemie Leipzig zählen unter anderem Marco Blanc, Florian Lude, Rene Kamin sowie Georg Heier, Marc Nowarre und Carsten Raupach.


Wie spielt Chemie Leipzig heute?

Im Jahr 2015 zählte die BSG Chemie Leipzig als Spitzenreiter der Sachsenliga zwischenzeitlich zu den Aufstiegsfavoriten in die Oberliga Nordost, konnte die Saison allerdings nur als Dritter der Tabelle beenden. 2016 gelang dem Team die Meisterschaft und somit der Aufstieg in die Oberliga. Die neugegründete Chemie Leipzig absolvierte am dritten Spieltag der Oberligasaison 2016/2017 ihr erstes Spiel. Zu Saisonende meisterte die BSG Chemie die Meisterschaft in der NOFV-Oberliga und sicherte sich damit den Aufstieg in die Regionalliga Nordost. Zu Beginn der Regionalligasaison 2017/2018 gelang der neugegründeten BSG Chemie ihr erster Sieg innerhalb der vierthöchsten Spielklasse.