FC St. Pauli

1.FC St. Pauli - Die Freibeuter der Liga

Der FC St. Pauli (offiziell Fußball-Club St. Pauli von 1910 e.V) ist ein Sportverein aus dem Hamburger Stadtteil St. Pauli, der 1910 gegründet wurde. Die Vereinsfarben von St. Pauli sind Braun und Weiß.

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Wann wurde der FC St. Pauli gegründet?

Bis zum Jahr 1924 war die Fußballmannschaft eine Abteilung des Hamburger St. Pauli Turnvereins, die sich im gleichen Jahr als eigenständiger Verein in das Vereinsregister eintragen ließ. Bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde in St. Pauli regelmäßig Fußball gespielt. Auch die Vorgänger-Vereine FC Alemannia 1896, FC St. Pauli 1900 und FC Victoria 1895, trugen ihre Spiele auf dem Heiligengeistfeld aus. Im Jahr 1919 stieg der FC St. Pauli in die Hamburger A-Klasse auf.

Die Kiezkicker vom Heiligengeistfeld

Bis Ende des Zweiten Weltkrieges waren die Leistungen des Clubs von einem Pendeln zwischen den Ligen geprägt. Nach Kriegsende trat der FC St. Pauli der Stadtliga Hamburg bei, wobei Hans Sauerwein als erster Trainer ins Amt berufen wurde. Zwischen den Jahren 1947 und 1963 spielte das Team in der Oberliga Nord, der höchsten Spielklasse seiner Zeit und erste Erfolge stellten sich ein. Nachdem die Mannschaft die Hamburger Meisterschaft gewann, wurde der 1. FC St. Pauli im Jahr darauf Norddeutscher Vizemeister und konnte das Halbfinale der deutschen Meisterschaft erreichen.

Der FC St. Pauli als dreimaliger Norddeutscher Vizemeister

St. Pauli konnte den Titel des Norddeutschen Vizemeisters drei Jahre in Serie erringen. Ein besonderer Höhepunkt der Vereinsgeschichte ist das erste Fußballspiel, das vom Fernsehen übertragen wurde.

St. Pauli in der 1. und 2. Bundesliga

St. Pauli zählte nicht zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga, sondern trug seine Begegnungen in der Regionalliga Nord aus. Bis zu deren Auflösung 1974 wurde St. Pauli viermal Meister, wobei Guy Acolatse aus Togo als erster Profifußballer in Deutschland, der aus Afrika stammte, großen Anteil daran hatte. Ab dem Jahr 1974 spielte das Team in der Zweiten Bundesliga. Im Jahr 1977 gelang dem Verein sein erster Aufstieg in die Erste Bundesliga.

St. Pauli im Abstiegskampf

Nachdem sich St. Pauli aus dem Profi-Fußball verabschieden musste, konnte er 1981 den 1. Platz der Amateur-Oberliga Nord belegen. Im Jahr 1984 gelang dann der Aufstieg in die Zweite Bundesliga. 1985 war der FC St. Pauli wieder in der höchsten Spielklasse vertreten. 2002 gelang der Mannschaft als Letzte der Tabelle ein sensationeller Sieg gegen Bayern München und wurde als „Weltpokalsiegerbesieger“ bejubelt. Vier Jahre später verlief das Halbfinale des DFB-Pokals weniger erfreulich, denn die Münchner gewannen. Ihren fünften Bundesliga-Aufstieg erreichte St.Pauli 2010 und gewann im Folgejahr das Stadtderby gegen den Konkurrenten HSV.

Wo finden die Heimspiele von St. Pauli statt?

Die Heimspielstätte von St. Pauli ist das Millerntor-Stadion auf dem Heiligengeistfeld, unweit der Reeperbahn. Sowohl die Heimspiele der ersten als auch teilweise der zweiten Fußballmannschaft des Vereins werden vor Ort ausgetragen.

Bekannte St. Pauli Trainer

  • Nach Otto Westphal (1963 bis 1964)
  • und Otto Coors (1964 bis 1965)
  • trat Kurt Krause (1965 bis 1967) ins Traineramt.

Zu den bekannten Pauli-Trainern zählen unter anderem auch:

  • Heinz Hempel (1967 bis 1968),
  • Erwin Türk (1968 bis 1971),
  • Diethelm Ferner (1976 bis 1978),
  • Michael Lorkowski (1982 bis 1986),
  • Helmut Schulte (1987 bis 1991),
  • Uli Maslo (1994 bis 1997),
  • Dietmar Demuth (2000 bis 2002)
  • und Holger Stanislawski (2006 bis 2011).
  • Der aktuelle Pauli-Coach Ewald Lienen trat sein Amt 2014 an.

Bekannte FC St. Pauli Spieler

Zu den bekanntesten Spielern von St. Pauli zählen unter anderem André Golke, Helmut Schön, Horst Haecks, Klaus Thomforde, Michél Mazingu-Dinzey, Guy Acolatse, Ingo Porges, Christian Rahn, Thomas Meggle und Ivan Klasnić.

Wie spielt der FC St. Pauli heute?

Unter Trainer Ewald Lienen, der das Team 2014 auf einem Abstiegsplatz übernahm, erreichte St.Pauli den 15. Platz und sicherte sich den Klassenerhalt. Im DFB-Pokal konnte sich die Mannschaft zunächst durchsetzen, scheiterte dann aber in der zweiten Runde. Die Spielzeit 2015/2016 gestaltete sich wieder erfolgreicher. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren blieb der Mannschaftskern zusammen und wurde unter anderem von Ryo Miyaichi, Jeremy Dudziak und Marc Hornschuh verstärkt. Philipp Tschauner und Marcel Halstenberg verließen St. Pauli und Halstenberg wurde für eine Summe von ca. 3 Millionen Euro an den RB Leipzig verkauft - eine Rekordablösesumme für St. Pauli. Der Verein startete stark in die neue Saison, belegte nach der Hinrunde den vierten Platz und konnte diese Position bis Saisonende mit zwölf Punkten Abstand auf den Relegationsplatz verteidigen.

Im DFB-Pokal schied das Team in der ersten Runde aus. In der nun schon dritten Spielzeit unter Lienen tat sich die Mannschaft zunächst wieder etwas schwerer. St. Pauli belegte nach der Hinrunde mit nur elf Punkten den letzten Platz der Tabelle. Die Vereinsführung hielt trotz Kritik an Ewald Lienen fest und St. Pauli erzielte mit der besten Rückrunde der Vereinsgeschichte eine starke Verbesserung.

FC St. Pauli kooperiert mit Stoke City

Die Saison wurde auf Platz 7 der Tabelle abgeschlossen. Kurz nach Beendigung der Spielzeit gab St. Pauli bekannt, dass Ewald Lienen den neu geschaffenen Posten des Technischen Direktors übernimmt und sein Trainervertrag bis 2021 verlängert wird. Mitte 2017 ging St. Pauli als erster deutscher Profi-Fußballverein eine langfristige Kooperation mit einem englischen Premier-League-Club ein. Die Kooperation mit Stoke City umfasst unter anderem die Bereiche Nachwuchsförderung, Trainercoaching, Medien und Merchandising.