RB Leipzig

RB Leipzig – Der polarisierende Überflieger

​Kaum ein Verein im deutschen Profifußball polarisiert so stark wie RB Leipzig. Innerhalb nur weniger Jahre hat es der am Reißbrett geplante Verein von der fünften Liga in die europäische Königsklasse geschafft. So sehr RB Leipzig mit seiner Spielweise die eigenen Fans in Verzückung versetzt, schlägt dem Verein aus den gegnerischen Fanlagern allerdings pure Ablehnung entgegen.

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Was heißt RB Leipzig?

RB Leipzig wurde im Jahr 2009 auf Initiative der österreichischen Red Bull GmbH hin gegründet. Nachdem Red Bull den SV Austria Salzburg übernommen und diesen in FC Red Bull Salzburg umbenannt hatte, wollte man ein ähnliches Marketingprojekt auch in Deutschland etablieren. Mehrere zu diesem Zweck kontaktierte Profivereine, darunter Fortuna Düsseldorf und der FC St. Pauli, lehnten jedoch die Bedingungen von Red Bull ab. Unter anderem sollten die Vereine ihre Vereinsfarben, ihr Wappen und ihren Namen ändern.


Red Bull und RB Leipzig

Am 19. Mai 2009 wurde schließlich der Verein RB Leipzig gegründet. Dabei steht RB für RasenBallsport, da eine Namensgebung zu Werbezwecken laut DFB-Satzung unzulässig ist. Der neu gegründete Verein übernahm das Startrecht des Fünftligisten SSV Markranstädt für die Oberliga 2009/2010. Damit war der Verein, der seine Heimspiele im rot-weißen Trikot austrägt, im deutschen Fußball angekommen. Was folgte, war eine aus sportlicher Sicht einzigartige Erfolgsgeschichte. Innerhalb der nächsten 8 Jahre stieg RB Leipzig aus den Niederungen der fünften Liga bis in die erste Bundesliga auf und qualifizierte sich für die UEFA Champions League Saison 2017/2018.


Aufstieg von RB Leipzig in die 1. Bundesliga

Der 8. Mai 2016 markiert einen Meilenstein in der noch jungen Geschichte der Roten Bullen. An diesem Tag gelang durch einen 2:0 Heimsieg über den KSC der Aufstieg in die 1. Bundesliga. In der Folge konnten sowohl Timo Werner vom VFB Stuttgart wie auch Trainer Ralph Hasenhüttl vom FC Ingolstadt für die kommende Saison in der ersten Bundesliga verpflichtet werden. Beide erwiesen sich als absoluter Glücksgriff und sollten die kommenden Jahre der Leipziger entscheidend prägen.


Wer ist Trainer von RB Leipzig?

Die erfolgreiche Spielweise in der Bundesliga und die damit einhergehende Qualifikation für die UEFA Champions League, wurden maßgeblich von Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl und vor allem Sportdirektor Ralf Rangnick geprägt. Rangnick, der ein ähnlich erfolgreiches Projekt bereits mit der TSG Hoffenheim realisieren konnte, gelang es von Anfang an, dem Projekt RasenBallsport seinen Stempel aufzudrücken. Dabei steht Rangnick wie kaum ein zweiter Verantwortlicher im deutschen Fußball für eine dynamische, temporeiche Spielweise. Und eine Vereinspolitik, die auf junge, hungrige Spieler setzt und diese durch alle Nachwuchsmannschaften hindurch mit einer einheitlichen Taktik vertraut macht. Nachdem in den letzten Jahren mehrfach der Trainer der Leipziger ausgetauscht wurde – ehemalige Trainer waren unter anderem Peter Pacult und Alexander Zorniger – scheint man in Ralph Hasenhüttl den richtigen Mann für kommende Aufgaben gefunden zu haben.


In welchem Stadion spielt RB Leipzig?

Seine Heimspiele trägt RB Leipzig in der 42.558 Sitzplätze umfassenden Red Bull Arena aus. Das ehemalige Zentralstadion wurde zur Fußball WM 2006 modernisiert und umgebaut und bekam 2010 seinen neuen Namen. Die offizielle UEFA-Bezeichnung lautet RB Arena.

Die Nachwuchsmannschaften von RB Leipzig tragen ihre Heimspiele im 2015 eröffneten Trainingszentrum am Cottaweg aus. Das hochmoderne Trainingszentrum verfügt unter anderem über mehrere Fußballfelder, ein Jugendinternat und eine Tribüne für 1000 Zuschauer.


Die bekanntesten Spieler von RB Leipzig

Der Kader der RB Leipzig Profimannschaft zählt 25 Spieler, darunter 13 A-Nationalspieler. Das Durchschnittsalter des vergleichsweise jungen Kaders beträgt 24,5 Jahre.

Die wohl bekanntesten und zugleich teuersten Spieler Leipzigs mit je 50 Millionen Euro Marktwert sind Timo Werner und Naby Keïta. Aufgrund eines spektakulären Deals mit dem von Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool wechselt Keïta im Sommer 2018 für eine Ablöse von rund 70 Millionen Euro an die Anfield Road.


Kritik an RB Leipzig – Fans und Vereinspolitik in der Kontroverse

Schon kurz nach Gründung des Vereins, die ersten Spiele waren noch nicht absolviert, schlug dem Verein eine Welle der Ablehnung entgegen. Häufig genannte Gründe dafür waren und sind die Kommerzialisierung des Fußballs und die Zerstörung der traditionellen Fankultur.

Die Anfeindungen gegen den Verein äußerten sich zu Anfang in der Zerstörung von Werbebanden und des Spielfeldrasens. In einer immer stärker aufgeheizten Atmosphäre schlug dem Verein und seinen Spielern zuweilen blanker Hass entgegen. So wurde Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick von Fans sogenannter Traditionsvereine massiv auf Transparenten und durch Sprechchöre beleidigt. Höhepunkt des Hasses gegen einzelne Vertreter des Vereins war eine bundesweite Kampagne gegen Leipzigs Timo Werner. Dieser hatte durch eine Schwalbe und den darauf folgenden Elfmeter im Spiel gegen den FC Schalke 04 seiner Mannschaft einen unfairen Vorteil verschafft.

Die Wut der Schalker Fans und die Schmähungen Werners wurden bundesweit von Anhängern anderer Vereine aufgegriffen und in den Bundesliga Alltag getragen. Wo immer Werner auflief, wurde er beleidigt.

RB Leipzig polarisiert wie kaum ein zweiter Verein. Während RB Fans und neutrale Zuschauer zuweilen große Freude am modernen, temporeichen Spiel der Mannschaft haben, fürchten Fans anderer Vereine eine weitere Kommerzialisierung des Fußballs. Es bleibt spannend rund um die Roten Bullen.