VfL Bochum 1848

Vfl Bochum 1848 – Die Fahrstuhlmannschaft mit Tradition

Der VfL Bochum entstand im Jahr 1938 durch die Fusion einiger Bochumer Sportvereine, deren Ursprünge bis zum Jahr 1848 zurückgehen. 2017 zählte der Vfl Bochum rund 10.300 Mitglieder. Die erste Herrenmannschaft des Vereins spielt aktuell in der 2. Bundesliga. Die Vereinsfarben des Vfl sind Blau-Weiß.

Anzeige

BILDERGALERIEN

TEAM

Anzeige

DIE LETZTEN SPIELE

AKTUELLE TEAM NEWS

Wann wurde der Vfl Bochum gegründet?

Der VfL Bochum wurde im Jahr 1938 gegründet. Im Zuge der Gleichschaltung wurden damals auf Verordnung des nationalsozialistischen Fachamtes Fußball in zahlreichen deutschen Städten konkurrierende Vereine zu einem zentralen Großverein zusammengeführt, wodurch in Bochum auch drei örtliche Vereine zum VfL Bochum 1848 zusammengeschlossen wurden. Die Jahreszahl 1848 übernahm der VfL vom TV 1848.

Aufstiege und Abstiege des Vfl Bochum

1949 wurde die Fußballabteilung in einen eigenständigen Verein ausgegliedert. Nach acht Jahren in der Landesliga Westfalen und der zweiten Oberliga West gelang dem Club 1953 der Aufstieg in die erstklassige Oberliga West. 1955 und 1961 stieg der Vfl jeweils als Tabellenletzter ab und 1956 stieg der Verein direkt wieder auf. Zwei Jahre nach dem zweiten Abstieg musste der Vfl in die drittklassige Verbandsliga Westfalen absteigen. 1965 stieg der Verein in die zweitklassige Regionalliga West auf. Ab dem Jahr 1966 zählte der Vfl zur Spitzengruppe der Regionalliga West und stand 1968 im Finale des DFB-Pokal, das er jedoch verlor. 1971 schaffte die Mannschaft den Sprung in die Bundesliga.

Der Vfl Bochum in der Bundesliga

Der Verein konnte sich in den folgenden 22 Jahren im Oberhaus halten, wobei der Vfl meist im Mittelfeld der Tabelle platziert war. In der Saison 1992/1993 begannen die Vfl-Fans, ihr Team „die Unabsteigbaren“ zu nennen. Nach 22 Spielzeiten stieg der Vfl im Sommer erstmals aus der Bundesliga ab und in den folgenden vier Jahren begann ein Pendeln zwischen Bundesliga und Zweiter Liga. Im Jahr 1995 stand bereits der zweite Abstieg fest, Trainer Jürgen Gelsdorf trat noch während der Saison zurück und Klaus Toppmöller trat seine Nachfolge an. Unter Toppmöller gelang erneut der direkte Wiederaufstieg, der 1996/1997 zu einem ersten großen Erfolg führte, denn erstmalig in seiner Vereinsgeschichte erreichte der Vfl mit dem fünften Platz in der Abschlusstabelle 1997 die Teilnahme am UEFA-Pokal. Zum Ende der Saison 2005/2006 gelang dem Vfl als Zweitligameister ein Wiederaufstieg. Mit fünf direkten Wiederaufstiegen ist der Vfl der Rekord-Wiederaufsteiger der Bundesliga. Bochum schloss die Saison 2006/2007 auf Platz 8 ab. Mit der Ausnahme von zwei erreichten Meistertiteln in der Regionalliga West in den frühen 1970er Jahren und drei Zweitliga-Meisterschaften in den Jahren 1994, 1996 und 2006 konnte der VfL Bochum bislang noch keine nationalen oder internationalen Titel gewinnen.

Erfolge und Titel des Vfl Bochum

Der Vfl kann insgesamt 34 Jahre Bundesliga- Zugehörigkeit, zwei Teilnahmen am UEFA-Pokal, 1997 und 2004 sowie zwei Finalspielteilnahmen im DFB-Pokal 1968 und 1988 verzeichnen. In drei Spielzeiten stellte der Vfl den Bundesliga-Torschützenkönig.

Heimatstadion des Vfl Bochum

Seit seiner Einweihung im Jahr 1979 bis 2006 spielte der VfL Bochum im Ruhrstadion Bochum, das dann zehn Jahre lang bis 2016 nach dem Sponsor Rewirpower-Stadion genannt wurde. Seit Sommer 2016 heißt das Stadion es nun nach dem Bochumer Wohnungsunternehmen Vonovia Ruhrstadion. Für 42.000 Zuschauer geplant, verfügt das Stadion aufgrund der Umwandlung von Stehplätzen in Sitzplätze und wegen der Installation großer Videoleinwände über eine Kapazität von 27.599 überdachten Plätzen.

Trainer vom Vfl Bochum

Zu den bekannten Trainern des Vfl zählen unter anderem:

  • Hubert Schieth (1963 bis 1967),
  • Hermann Eppenhoff (1967 bis 1972),
  • Heinz Höher (1972 bis 1979),
  • Klaus Toppmöller (1994 bis 1999),
  • Peter Neururer (2001 bis 2005),
  • Marcel Koller (2005 bis 2009),
  • Friedhelm Funkel (2010 bis 2011),
  • Gertjaan Verbeek (2014 bis 2017)
  • Jens Rasiejewski (2017 bis 2018).
  • Aktueller Trainer der Bochumer ist Heiko Butscher.

Bekannte Spieler des Vfl Bochum

Der VfL Bochum hat sich als echte Talentschmiede erwiesen und die Bundesligakarrieren vieler Spieler nahmen ihren Anfang bei den Bochumern. Darunter beispielsweise Hermann Gerland, Uwe Wegmann, Fábio Júnior Pereira , Stefan Kuntz , Kim Joo-sung, Michael Lameck ,Thorsten Legat und İlkay Gündoğan.

Aktuelle Entwicklung des Vfl Bochum

In der Spielzeit 2010/2011 wurde der Vfl von Friedhelm Funkel übernommen und der Verein erreichte noch den dritten Platz. In der Zwischenzeit gelangen 15 Ligaspiele in Folge ohne Niederlage. In der Saison 2012/2013, nach sieben Pflichtspielen ohne Sieg in der zweiten Bundesliga, wurde Trainer Andreas Bergmann im Herbst 2012 beurlaubt und der bisherige Co-Trainer Karsten Neitzel ins Amt berufen. Mit Beginn der Saison 2013/2014 wurde Christian Hochstätter neuer Vorstand. 2014/2015 erreichte der Verein den 11. Platz, 2015/2016 den 5. Platz und 2016/2017 den 9. Platz in der zweiten Bundesliga. Mitte 2017 gab Christian Hochstätter die sofortige Freistellung von Trainer Gertjan Verbeek bekannt.

VfL Bochum gliedert Lizenzspielerabteilung aus

Im Herbst 2017 stimmten 80 Prozent der anwesenden Vfl-Mitglieder dafür, die Profifußballabteilung in eine GmbH & Co. KgaA auszugliedern. Nach einer kurzweiligen Übergangsphase, in der die Mannschaft von Heiko Butscher betreut wurde, übernahm Jens Rasiejewski das Traineramt. Zunächst als Interimstrainer engagiert, erhielt er Ende 2017 einen Trainer-Vertrag bis 2019. Nachdem der VfL nach dem 21. Spieltag auf den 14. Tabellenplatz zurückgefallen war und vier Spiele in Folge verloren hatte, wurden Rasiejewski und Hochstätter freigestellt. Ihre Aufgaben übernehmen interimsweise Heiko Butscher als Trainer und Sebastian Schindzielorz als sportlicher Leiter. In der Ewigen Tabelle der Bundesliga belegen die Bochumer den 13. Platz, in der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga den 30. Platz.