04. Mai 2021 / 20:56 Uhr

0:0 gegen Verl: Dynamo Dresden verpasst Big-Point, bleibt aber an der Spitze

0:0 gegen Verl: Dynamo Dresden verpasst Big-Point, bleibt aber an der Spitze

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Paderborn, 04.05.2021, Fussball, Benteler Arena, 3.Liga, 35.Spieltag ,  SC Verl vs. SG Dynamo Dresden  , 
Im Bild v.l.:  , 
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Panagiotis Vlachodimos hatte in der 6. Spielminute das mögliche 1:0 für Dynamo Dresden auf dem Fuß. Am Ende hieß es 0:0 gegen Verl. © Picture Point
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Erster Punktverlust für Trainer Alexander Schmidt bei Dynamo Dresden: Beim SC Verl kam seine Mannschaft nicht über ein 0:0 hinaus. Kleiner Trost: Die Tabellenführung bleibt.

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Paderborn. Dynamo Dresden hat im Aufstiegskampf einen Big-Point verpasst. Am Dienstagabend trennten sich die Schwarz-Gelben vom SC Verl mit einem torlosen Remis. Die Ostwestfalen hatten in der Paderborner Benteler-Arena die besseren Chancen, Kevin Broll hielt aber die Null fest. Weil im Parallelspiel Hansa Rostock gegen den FC Ingolstadt 1:1 spielte, bleibt die SGD Tabellenführer. Da aber 1860 München gegen Kaiserslautern gewann, ist es nun ganz vorn richtig kuschlig: Dynamo und Hansa haben nun beide 66 Punkte, die Münchner und Ingolstadt jeweils 64.

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Vlachodimos hat das 1:0 auf dem Fuß

Vor Anpfiff musste die SGD erst mal eine Hiobsbotschaft verdauen. Kapitän Sebastian Mai hatte sich eine Verletzung am linken Knie zugezogen und humpelte an Krücken auf die Tribüne. Leroy Kwadwo ersetzte ihn in der Innenverteidigung. Die zweite Startelfänderung betraf den angeschlagen fehlenden Julius Kade, für den Chris Löwe als Linksverteidiger einsprang. Seine Mannschaft sollte sich nicht vom hohen Pressing der Verler überraschen lassen, hatte Trainer Alexander Schmidt vorher angemahnt.

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Dynamo Dresden kommt beim SC Verl nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus. Zur Galerie
Dynamo Dresden kommt beim SC Verl nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus. ©

Doch genau dagegen hatte sie anfangs enorm zu kämpfen. Die SGD war sofort in der Defensive, der spielstarke Aufsteiger kombinierte sich ganz nach vorn durch. Als Corboz im Strafraum nach 55 Sekunden völlig frei zum Schuss kam, verhinderte Kevin Broll mit starker Parade den frühen Rückstand.

Für die SGD marschierte dann Panagiotis Vlachodimos aufs gegnerische Tor zu, ließ sich aber mit dem Abschluss zu lange Zeit, Robin Brüseke schnappte sich beim Herauseilen den Ball (6.). Einen direkten Freistoß setzte der Deutsch-Grieche klar übers Tor (13.). Es waren allenfalls Halbchancen. Verl ließ dagegen einen echten Hundertprozenter liegen: Mit einem sensationellen Reflex lenkte Kevin Broll einen Kopfball von Dynamos einstigem Aufstiegshelden Justin Eilers an die Latte (18.).

Alarm vor Dynamo-Tor

Das hätte das 1:0 für die Ostwestfalen sein müssen. Dynamo stellte auf einigen Positionen um, kam aber dennoch kaum besser ins Spiel. Das beherrschten weiter die unbekümmerten, technisch starken und vor Spielwitz sprühenden Außenseiter. Dann holte sich auch noch Dresdens erfolgreichster Stürmer Christoph Daferner seine fünfte Gelbe Karte ab, fehlt damit am Sonnabend im Heimspiel gegen Viktoria Köln.

Daferner war es auch, der Dynamos beste Torchance in Durchgang eins auf dem Schlappen hatte. Seine Direktabnahme aus sieben Metern nach Diawusies Hereingabe ging aber rechts an Brüsekes Kasten vorbei (35.). Vorm Gehäuse der SGD brannte es vor der Pause noch zweimal lichterloh: Als sich Tim Knipping in einen Corboz-Schuss warf, konnte Broll die entstandene Bogenlampe gerade noch über die Latte lenken (42.).

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(1) Kevin Broll: Muss nach 55 Sekunden erstmals parieren, als Corboz nach einem schön ausgespielten Angriff abschließt, ist aber zuverlässig zur Stelle. Riesenparade in der 18. Minute, als Eilers aus kürzester Distanz vorm Tor per Kopf abschließt, reißt die Hände hoch und hält den schon im Tor geglaubten Ball bärenstark. In der 42. und 43. Minute mit der doppelten Parade, einmal nach einem abgefälschten Ball von Knipping in der Luft, bei der darauffolgenden Ecke nach Ehlers-Hacke am Boden. Macht in der 61. Minute gegen Sander die kurze Ecke dicht. Neben der schlechten Chancenverwertung der Mannschaft von Guerino Capretti der Grund, dass Dynamo heute die Null hält. Seine Fehlabspiele bleiben unbestraft. Note: 1,5 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Muss nach 55 Sekunden erstmals parieren, als Corboz nach einem schön ausgespielten Angriff abschließt, ist aber zuverlässig zur Stelle. Riesenparade in der 18. Minute, als Eilers aus kürzester Distanz vorm Tor per Kopf abschließt, reißt die Hände hoch und hält den schon im Tor geglaubten Ball bärenstark. In der 42. und 43. Minute mit der doppelten Parade, einmal nach einem abgefälschten Ball von Knipping in der Luft, bei der darauffolgenden Ecke nach Ehlers-Hacke am Boden. Macht in der 61. Minute gegen Sander die kurze Ecke dicht. Neben der schlechten Chancenverwertung der Mannschaft von Guerino Capretti der Grund, dass Dynamo heute die Null hält. Seine Fehlabspiele bleiben unbestraft. Note: 1,5 ©

Auch beim folgenden Eckstoß, den Kevin Ehlers aufs eigene Tor abfälschte, musste er voll zupacken (43.). Dass es nach der ersten Halbzeit noch 0:0 stand, war vor allem Kevin Broll zu verdanken. Niklas Kreuzer und Luka Stor ersetzten mit Beginn des zweiten Durchgangs Chris Löwe und Agyemang Diawusie. Dynamo agierte nun wieder mit einem 4-4-2-System, ganz vorn liefen nun Daferner und Philipp Hosiner an. Den nächsten Torschuss gaben aber wieder die Verler ab, Philipp Sander zielte aber deutlich zu weit nach links (53.).

Verl hat den Siegtreffer auf dem Fuß

Sanders nächster Versuch wurde zur Beute von Broll (61.). Dann kam Heinz Mörschel für Philipp Hosiner in die Partie (63.), in der noch immer der SCV klare Feldvorteile hatte. Doch auch Corboz verfehlte das Tor erneut (66.), so dass die Begegnung sogar noch in der Schlussviertelstunde völlig ergebnisoffen war. Dennoch gewann Verl viele zweite Bälle, machte den Dresdner das Leben enorm schwer, doch die verteidigten ihr Tor weiter entschlossen.

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel

Alexander Schmidt (SG Dynamo Dresden): Die erste Phase war sehr intensiv, ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Ich würde sagen, dass Verl von den Großchancen her ein Plus hatte. Wir hatten allerdings auch mit Vlachodimos eine Riesenchance, wenn er vielleicht quer spielt oder zumindest einen Abschluss schafft. Das war auch eine sehr gute Möglichkeit. Insgesamt war mir das Spiel in der Anfangsphase zu offen, deswegen haben wir dann Mitte der ersten Halbzeit auch etwas die Formation verändert, dann wurde es ein bisschen besser. Aber wir waren dann etwas passiv. In der zweiten Halbzeit haben wir sie dann phasenweise gut in den Griff bekommen, phasenweise gab es wieder Chancen für Verl. Insgesamt muss ich der Mannschaft wieder ein Kompliment zollen, weil sie wirklich alles reingeworfen haben. Man hat aber deutlich gemerkt, dass die letzte Spritzigkeit und geistige Frische fehlte. Zur Galerie
Alexander Schmidt (SG Dynamo Dresden): "Die erste Phase war sehr intensiv, ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Ich würde sagen, dass Verl von den Großchancen her ein Plus hatte. Wir hatten allerdings auch mit Vlachodimos eine Riesenchance, wenn er vielleicht quer spielt oder zumindest einen Abschluss schafft. Das war auch eine sehr gute Möglichkeit. Insgesamt war mir das Spiel in der Anfangsphase zu offen, deswegen haben wir dann Mitte der ersten Halbzeit auch etwas die Formation verändert, dann wurde es ein bisschen besser. Aber wir waren dann etwas passiv. In der zweiten Halbzeit haben wir sie dann phasenweise gut in den Griff bekommen, phasenweise gab es wieder Chancen für Verl. Insgesamt muss ich der Mannschaft wieder ein Kompliment zollen, weil sie wirklich alles reingeworfen haben. Man hat aber deutlich gemerkt, dass die letzte Spritzigkeit und geistige Frische fehlte." ©

In der 87. Minute kam Marvin Stefaniak für Panagiotis Vlachodimos, der diesmal ohne Fortune und vorn weitgehend wirkungslos war. Lars Ritzka hatte auf der Gegenseite in der 90. Minute das Siegtor auf dem Fuß, schoss aber rechts vorbei. So erkämpfte sich Dynamo am Ende einen glücklichen Punkt und bleibt durch Rostocks Remis vorn. Am Sonnabend empfängt die SGD Viktoria Köln in Dresden.