18. November 2021 / 20:38 Uhr

0:2 gegen Juventus: Wolfsburgs Frauen droht das Aus in der Champions League!

0:2 gegen Juventus: Wolfsburgs Frauen droht das Aus in der Champions League!

Andreas Pahlmann und Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kein Durchkommen: Der VfL (v. Turid Knaak) verlor 0:2 gegen Juventus Turin.
Kein Durchkommen: Der VfL (v. Turid Knaak) verlor 0:2 gegen Juventus Turin. © (c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben ihr Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin mit 0:2 verloren - jetzt droht das Aus in der Gruppenphase.

Den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg droht in der Champions League ein überraschendes Aus in der Gruppenphase. Nach dem 0:2 (0:0) am Donnerstagabend gegen Juventus Turin muss der deutsche Vizemeister seine beiden verbleibenenden Spiele in Genf und gegen Chelsea gewinnen, um noch eine Chance aufs Erreichen der K.o.-Phase zu haben. Besonders bitter: Vor 1725 Zuschauenden ebnete ein Eigentor von Kathy Henrich den Weg zum Turiner Sieg, Andrea Stašková legte in der Schlussphase nach.

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Für die gesperrte Felicitas Rauch (Gelb-Rot in Turin) spielte Sara Doorsoun auf der linken Verteidiger-Position - und hatte mit guten Aktionen ihren Anteil daran, dass der VfL die Anfangsphase dominierte, immer wieder aus früher Balleroberung heraus den Weg nach vorn suchte. Auch wenn es keine klaren Torchancen gab: Die Wolfsburgerinnen machten gleich klar, dass nichts anderes als ein Sieg infrage kommen soll.

Juve musste früh den Ausfall von Mittelfeldspielerin Valentina Cernoia verkraften, setzte aber Nadelstiche - und hatte eine Top-Gelegenheit, als Stürmerin Barbara Bonansea geschickt den Ball behauptete, noch Verteidigerinnen ins Leere rutschen ließ und zu zwei Abschlüssen im Wolfsburger Strafraum kam; Dominique Janssen aber stand der Gäste-Führung im Weg. Gegen Ende der ersten Halbzeit ließ dann der VfL-Druck etwas nach, einzig Jill Roord tauchte noch einmal gefährlich im 16er auf, konnte sich aber nicht so recht zwischen Pass und Abschluss entscheiden.

VfL-Frauen gegen Juventus Turin - Die Bilder

Szene aus dem CL-Spiel VfL Wolfsburg gegen Juventus Zur Galerie
Szene aus dem CL-Spiel VfL Wolfsburg gegen Juventus ©

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit wiederholen den ersten Durchgang im Schnelldurchlauf. Wolfsburg mit Spielkontrolle und Zug nach vorn, Juve mit der besten Chance - und mit dem Tor. Nach einem Ballverlust von Lena Oberdorf ging's schnell über rechts, Kathy Hendrich lenkte die Flanke von Cristiana Girelli vor der einschussbereiten Lena Hurtig unglücklich ins eigene Tor.

Den Italienerinnen spielte das Führungstor in die Karten, der ohnehin stabile Abwehrriegel wurde noch fester, die zunehmend engagierten Wolfsburgerinnen fanden in Tornähe kaum Ideen, während die Juventus-Konter immer schon im Ansatz in Hauch von Gefahr umwehte.

In der Schlussphase versuchte der VfL nochmal alles, drängte auf das Ausgleichstor - am nächsten dran war Lena Lattwein die nach Flanke von Tabea Waßmuth den Ball mit dem Kopf nicht richtig traf. Sekunden vor dem Abpfiff schloss dann Stašková einen Konter zum 0:2 ab.


VfL: Schult - Hendrich, Wedemeyer, Janssen, Doorsoun (78. Svava) - Oberdorf, Lattwein, Knaak (58. Bremer), Roord, Huth - Waßmuth.

Juventus: Peyraud-Magnin - Lenzini (84. Hyyrynen), Gama, Salvai, Boattin - Cernoia (22. Caruso), Junge Pedersen, Rosucci - Bonansea, Girelli (70. Staskova), Hurtig (84. Bonfantini).

Schiedsrichterin: Huerta de Aza (Spanien). - Zuschauende: 1725.

Tore: 0:1 (53.) Henrichs (Eigentor), 0:2 (90.+3) Stašková.