02. November 2020 / 15:50 Uhr

0:3! Alemannia Geithain bleibt auch gegen VfB Leisnig ohne Sieg

0:3! Alemannia Geithain bleibt auch gegen VfB Leisnig ohne Sieg

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Leisniger Torjubel beim Sieg in Geithain
Die Leisniger jubeln über ein Tor beim Sieg in Geithain. © Heiko Henschel
Anzeige

Die Geithainer sind zu Hause immernoch sieglos, auch der VfB Leisnig war nicht zu schlagen. Für die Alemannen kommt die Pause vielleicht genau richtig.

Anzeige

Geithain. Die Kreisoberliga-Kicker des FSV Alemannia Geithain konnten auch im vierten Heimspiel der Saison 2020/2021 nichts Zählbares einfahren, in Runde 9 unterlag man am Sonntag Nachmittag dem VfB Leisnig mit 0:3 (0:0). Während die in der laufenden Serie weiterhin sieglosen Alemannen unverändert die rote Laterne in ihrem Besitz haben, kletterte der VfB im Klassement zwei Stufen nach oben und ist jetzt Dritter.

Anzeige

Nach einer torlosen ersten Halbzeit sahen die offiziell 79 Zuschauer im Henning-Frenzel-Stadion bei recht angenehmen Herbsttemperaturen eine furios in den zweiten Durchgang startende Gästemannschaft. Referee Sebastian Sedlaczek vom FC Grimma hatte nach dem Kabinengang die Begegnung gerade erst wieder angepfiffen, da brachte Philipp Kluttig per Kopfball die Leisniger in Führung (46.). Ein Vorsprung, welchen Teamkollege Hannes Meyer Mitte der zweiten Hälfte ausbauen konnte (65.). Eingang der Schlussviertelstunde war es dann Julian Gehle vorbehalten, den Sack zuzubinden (79.).

Mehr aus Muldental

Mit Sebastian Gottwald vermochte selbst der mittlerweile fünfte in dieser Saison zum Einsatz gekommene FSV-Keeper die Niederlage nicht zu verhindern. Jedoch redete der Routinier viel mit seinen Vorderleuten, seine hilfreichen Kommandos taten der Defensivabteilung des Gastgebers gut. Die beim 0:5 im Pokal in Ostrau erstmals ausprobierte Fünfer-Kette behielten die Geithainer bei, wobei diese Taktik naturgemäß zu Lasten der Offensivkraft ging.

Dennoch legten die Gelb-Schwarzen im ersten Durchgang einen ordentlichen Auftritt hin, die Abwehr stand solide, vorne brachten etliche Ecken allerdings nichts ein. Tormöglichkeiten blieben ohnehin auf beiden Seiten Mangelware, viele Zweikämpfe um Mittelfeld und Stückwerk am sowie im gegnerischen Sechzehner bestimmten das Geschehen, unterschiedliche Tabellenregionen waren nicht zu erkennen.


Corona-Pause kommt nicht ungelegen

Kurz vor dem Seitenwechsel nahm der VfB eine Einladung von Alemannia-Akteur Robin Eidam nicht an. Nach der Pause war der Geithainer Plan - die Ordnung zu behalten - mit dem Rückstand schnell dahin. Die Leisniger attackieren nun früher und zwangen den Kontrahenten zu Fehlern. Die Alemannen waren nun sichtlich verunsichert, leisteten sich trotz optischer Vorteile zahlreiche Fehlpässe im Spielaufbau, einige sich trotzdem ergebende Gelegenheiten wurden vergeben. So war den effektiven Gästen - die jetzt den Deckel drauf machten - nicht beizukommen.

Als Alemannias Kilian Helbig zu Fall kam, wäre der Heim-Elf statt Vorteil ein Elfmeter lieber gewesen. Auch der VfB monierte einen nicht gegebenen Strafstoß. Insgesamt gesehen aufgrund der konsequenten Chancen-Verwertung ein absolut verdienter Erfolg für die Muldestädter, obwohl die Partie über weite Strecken auf Augenhöhe verlief.

Für die Geithainer um Trainer Andy Heine ist die abermalige Corona-Zwangspause unter Umständen eine willkommene Gelegenheit, um Fehleranalyse zu betreiben. Dagegen kommt die Auszeit für die sich momentan sichtlich in Schwung befindlichen Leisniger um Coach Rico Meister praktisch zur Unzeit.

Geithain: Gottwald, Neubauer, Golus, Helbig, Viehweg (75. Grabow), Wilde, Sanne (58. M. Petzold), Beyer, C. Petzold (40. Hentschel), Krelke, Eidam Leisnig: Eigenwillig, Kluttig, Hartmann, Seydel (79. Tappert), Kouba (69. Gehle), Meyer, Poppe, Böhm, Wilke (82. Volkert), Thalheim, T. Schulz Tore: 0:1 Kluttig (46.) 0:2 Meyer (65.) 0:3 Gehle (79.) SR: Sedlaczek (FC Grimma) Z.: 79