15. Juni 2020 / 22:23 Uhr

0:4! Dynamo Dresden in Bielefeld auf verlorenem Posten

0:4! Dynamo Dresden in Bielefeld auf verlorenem Posten

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
urn_binary_dpa_com_20090101_200615-90-027867-FILED
Das war deutlich: Am Ende musste Dynamo-Keeper Kevin Broll ganze vier Mal hinter sich greifen. Der Tabellenführer aus Bielefeld gewinnt am Ende mit 4:0. © dpa
Anzeige

Die Kauczinski-Truppe unterliegt bei Tabellenführer Arminia mit 0:4. Während die Gastgeber (fast) sicher für die Bundesliga planen können, bleibt Dynamos Rückstand auf Relegationsplatz 16 bei fünf Punkten.

Bielefeld/Dresden. Nun wird es für Dynamo Dresden verdammt schwer, das Ruder im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga noch herumzureißen. Im Nachholspiel beim Tabellenführer Arminia Bielefeld boten die Kicker von Trainer Markus Kauczinski zwar erneut kein völlig schlechtes Spiel, doch wiederum war der Tabellenletzte offensiv zu schwach, um die notwendigen Punkte für den Ligaverbleib einzufahren. Auf der leeren Alm bei ihrem ehemaligen Trainer Uwe Neuhaus verloren die Dresdner mit 0:4 (0:1).

Anzeige

Früher Rückstand

Sechs Änderungen nahm Kauczinski an diesem Abend in der Startelf vor: Alexander Jeremejeff, Josef Hušbauer, Ondrej Petrak, Marco Terrazzino, Brian Hamalainen und Linus Wahlqvist ersetzten Simon Makienok, Ransford-Yeboah Königsdörffer, Patrick Ebert, Sascha Horvath, Chris Löwe und Niklas Kreuzer. Der SGD-Coach stellte vom 4-4-2 auf ein 4-2-3-1 um. Doch das Heft des Handelns nahmen die Ostwestfalen in die Hand, Dynamo mied das Risiko, ließ die Hausherren erst einmal kommen.

DURCHKLICKEN: Bilder zum Dynamo-Gastspiel auf der Alm

Mit einem deutlichen 0:4 verliert Dynamo Dresden das Spiel bei Arminia Bielefeld. Zur Galerie
Mit einem deutlichen 0:4 verliert Dynamo Dresden das Spiel bei Arminia Bielefeld. ©

Der Plan ging nicht auf, denn schon nach zehn Minuten lag Dynamo hinten: Marcel Hartel hatte einen weiten Ball in den Lauf von Jonathan Clauss geschlagen, der Hamalainen abhängte und die Kugel über Kevin Broll ins Netz lupfte. Der Schock bei den in Weiß spielenden Dresdnern saß tief, sie brauchten einige Minuten, um sich vom Gegentor zu erholen. Nils Seufert konnte einen Konter nach einem Ballverlust von Petrak aber nicht zum 2:0 nutzen, schoss drüber (20.).

Nur 0:1 zur Halbzeit

Danach aber drängte Dynamo mehr nach vorn, angetrieben vom emotionsgeladenen Kauczinski. Nach einem Hušbauer-Freistoß und einer Kopfballverlängerung durch Hamalainen hatte Patrick Schmidt die Riesenchance auf das 1:1, doch seine unplatzierte Volleyabnahme war kein Problem für Bielefelds Keeper Stefan Ortega Moreno (23.). Die Dresdner setzten nun aber nach, fanden aber keine Lücke in der besten Abwehr der Liga.

Mehr zur SGD

Höllisch aufpassen musste die Mannschaft derweil auch auf Konter und Standards der Hausherren, denn die blieben gefährlich. Andreas Voglsammer, nach Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf, schoss rechts vorbei (40.), Kapitän Stefan Klos köpfte nach einer Ecke knapp links vorbei (45.). Immerhin hatten auch die Dresdner Abschlüsse, aber Jeremejeff wurde geblockt (38.), Terrazzino drosch die Kugel über das lange Eck (42.).

Doppelschlag entscheidet Partie

Die zweite Halbzeit gingen die Sachsen unverändert an, Neuhaus wechselte kurz nach Wiederbeginn den angeschlagenen Torschützen Clauss aus. Eine gefährliche Freistoßflanke konnten weder Schmidt noch Jeremejeff nutzen (50.), dann waren wieder die Blau-Schwarz-Weißen am Zuge. Und die Neuhaus-Schützlinge entschieden die Partie, indem sie eiskalt ihre Räume und auch ihre Chancen nutzten. Erst ließ Voglsammer, der nach seinem Mittelfußbruch wieder zu alter Form aufläuft, den müden Hamalainen stehen und machte das 2:0 (62.). Dann legte Klos das 3:0 nach, als er Ehlers mit seinem massigen Körper aussteigen ließ und Broll aus Nahdistanz überwand (65.).


Dynamo gab sich trotz aussichtsloser Lage nicht auf und versuchte noch, die Niederlage abzumildern. So spielte Hamalainen einmal Schmidt schön in den Lauf, doch dessen Abstauber parierte Ortega mit den Füßen (70.). Nennenswertes konnten die Dresdner aber ansonsten nicht mehr inszenieren, es ging eher darum, nicht noch mehr Gegentreffer zu kassieren. Das gelang den Sachsen aber nicht, denn Cebio Soukou packte in der 87. Minute nach einem Konter noch das 4:0 für Bielefeld drauf.