13. März 2019 / 20:03 Uhr

0:4 in Wolfsburg: Turbine verspielt die letzte Titelchance (mit Galerie)

0:4 in Wolfsburg: Turbine verspielt die letzte Titelchance (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Alexandra Popp (r.) jubelt über ihren Führungstreffer.
Alexandra Popp (r.) jubelt über ihren Führungstreffer. © Jan Kuppert
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DFB-Pokal der Frauen: Potsdamer Fußballerinnen im DFB-Pokal-Viertelfinale beim VfL Wolfsburg chancenlos. Alexandra Popp trifft doppelt.

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Die Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam erleben wohl ihre nächste titellose Saison: Auf dem Weg ins Pokalfinale nach Köln war der Serien-Cupsieger VfL Wolfsburg – die Frauen aus der Autostadt holten den Titel zuletzt viermal in Folge – am Mittwochabend eine viel zu hohe Hürde für die Brandenburgerinnen. Nach der klaren 0:4 (0:2)-Niederlage im Viertelfinale ist Turbine aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.

Besondere Aufmerksamkeit verdienten vor 1347 Zuschauern im Wolfsburger AOK-Stadion die Torhüterinnen: Während beim VfL Nationalkeeperin Almuth Schult nach überstandener Masern-Erkrankung zwischen die Pfosten zurückkehrte, setzte Turbine-Trainer Matthias Rudolph überraschend auf die junge Vanessa Fischer im Potsdamer Tor. "Eine Belohnung für ihre guten Leistungen in der Hinrunde und im Training", erklärte der Coach.

Und das hatte ja auch schon einmal ganz gut funktioniert, beim 1:1 Anfang Dezember, als das Eigengewächs eine glänzende Partie bot und die Frauen von der Havel überhaupt die ersten waren, die dem Meister einen Punkt abknöpfen konnten. Und obwohl Rudolph und seine Elf aus dieser engen Partie so viel Mut geschöpft hatten, machten die Wölfinnen diesmal kurzen Prozess mit den Turbinen.

In Bildern: Turbine Potsdam scheidet im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg aus

Alexandra Popp (l.) bejubelt den Führungstreffer der Wolfsburgerinnen. Zur Galerie
Alexandra Popp (l.) bejubelt den Führungstreffer der Wolfsburgerinnen. © Jan Kuppert
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Vanessa Fischer musste schon nach sechs Minuten einiges einstecken, als sie nach einem Zusammenprall mit Pernille Harder behandelt werden musste. Vor ihrem Gehäuse sollte sich das Geschehen über weite Strecken abspielen: Immer wieder setzten sich die VfL-Frauen bis zur Potsdamer Grundlinie durch und sorgten dann mit flachen Eingaben für Gefahr. Alexandra Popps ersten Versuch lenkte Fischer noch zur Ecke (11.), Claudia Neto schoss flach vorbei (17.) und schließlich schob Popp nach einem Flachpass von Anna Blässe zur hochverdienten Wolfsburger Führung ein (20.). Der VfL agierte spielfreudig und ballsicher – und oft viel zu schnell für den dreifachen Pokalsieger aus Potsdam, der ohne seine gelb-rot-gesperrte Abwehrchefin Johanna Elsig auskommen musste. "Wir waren in vielen Situationen überhaupt nicht aggressiv genug. Defensiv haben wir uns schlecht verhalten", kritisierte Rudolph enttäuscht.

Als Alexandra Popp beim Eckball von Caroline Hansen am höchsten stieg, stand es schon 2:0 (26.). Potsdamer Offensivszenen? Die gab es kaum. Einmal suchte Svenja Huth beim schnellen Gegenstoß gegen ihre zukünftigen Teamkolleginnen zu zögerlich den Abschluss, kurz danach segelte ein Rückraumschuss von Anna Gasper um einiges über die Querlatte. Mehr kam nicht von Rudolphs Team. Viel zu wenig, um den Meister, der kommende Woche im Viertelfinale der Champions League gegen Titelträger Olympique Lyon auch auf europäischer Bühne ums Weiterkommen kämpft, in Bedrängnis zu bringen.

Turbine nach der Pause ohne Chance

Für die Kickerinnen von der Havel wäre ja schon eine Trophäe auf nationaler Ebene Balsam für die Seele. Am Mittwochabend war der Qualitätsunterschied aber zu groß, um weiter davon träumen zu dürfen. Die überragende Pernille Harder nutzte Rahel Kiwic’ Ballverlust direkt nach Wiederanpfiff zum 3:0 (48.), eine Kopfball-Bogenlampe von Pia-Sophie Wolter senkte sich zum 4:0 ins Netz (75.). "Im Pokal hat man ja schon oft erlebt, dass ein Anschlusstreffer die Partie kippen kann, das war auch unser Bestreben", erklärte Matthias Rudolph, "aber nach dem schnellen 0:3 war es dann ganz schwer, auch vom Kopf her."

Wolfsburg schaltete sogar einen Gang zurück – Turbine hatte trotzdem nichts mehr entgegenzusetzen und nicht eine richtige Torchance mehr. Rudolph: "Wolfsburg ist sensationell gut besetzt und hat noch dazu einen richtig guten Tag erwischt."

Turbine Potsdam: Fischer – Schmidt, Ilestedt, Rauch – Gasper, Zadrazil, Cahynová, Dieckmann (46. Kiwic) – Schwalm (D. Orschmann), Huth, Prasnikar (46. Chmielinski)

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