04. Oktober 2020 / 15:33 Uhr

0:5! 1. FC Lok Leipzig kassiert deftige Klatsche bei VSG Altglienicke

0:5! 1. FC Lok Leipzig kassiert deftige Klatsche bei VSG Altglienicke

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Paul Schinke, bei einen der wenigen Vorstöße in der 1. Halbzeit
Bei Paul Schinke und dem 1. FC Lok ging in Berlin nichts: Mit 0:5 verlieren sie die Partie bei der VSG Altglienicke. © Thomas Gorlt
Anzeige

Das tut weh. Die VSG Altglienicke hat Lok Leipzig aus dem Ludwig-Jahn-Sportpark gefegt: Mit einer herben 0:5-Pleite müssen die Mannen von Almedin Civa die Reise zurück nach Probstheida angehen.

Anzeige

Berlin. Das Geburtstagsständchen fällt recht simpel aus. „Torsten, Torsten“, rufen die Fans des VSG Altglienicke während der Regionalligapartie gegen den 1. FC Lok Leipzig, um ihren Co-Trainer Torsten Mattuschka am seinem 40. Ehrentag zu feiern. Dessen Schützlinge liefern dafür eine umso beeindruckender Leistung ab und gewinnen beim Spitzenspiel Meister gegen Vize-Meister gegen die Probstheidaer mit 5:0. Nach vier Minuten bringt Christian Skoda die VSG in Führung, ein Eigentor von Leon Heynke in der 22. Minute leitet schießlich die Klatsche ein. In der zweiten Hälfte besiegeln Dennis Lemke (67.) und Doppelpacker Tolca Cigerci (68., 77.) das in der Höhe verdiente Endergebnis. Die spielerische Revanche, nachdem letzte Saison Lok am grünen Tisch an Altglienicke vorbeizog und die Meisterschaft gewann, ist mithin gelungen.

Anzeige

Die Gäste aus Leipzig, die zum ersten Mal mit ihrem Brustsponsor „Avesida Rehazentrum“ auflaufen, sind den spielstarken Haupstädtern nicht gewachsen, kommen zu wenigen Torchancen und leiden unter dem intensiven Pressing und der offensiven Spielfreude des ambitionierten Berliner Klubs.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zur 0:5-Niederlage

Autsch! Der 1. FC Lok Leipzig geht bei der VSG Altglienicke mit 0:5 baden. Zur Galerie
Autsch! Der 1. FC Lok Leipzig geht bei der VSG Altglienicke mit 0:5 baden. ©

Coach Almedin Civa vertraut zu Beginn auf eine neue Flügelzange, lässt Denis Jäpel und Gabriel Boakye auf den Außen auflaufen. Auch auf den defensiven Flügelposition muss verletzungsbedingt durch gewechselt werden. Damir Mehmedovic und Robert Berger fallen aus: Mike Eglseder und Maik Salewski vertreten die quirligen Außenverteidiger.

Die erste Niederlage nach zuletzt sechs Partien ohne Pleite zeichnet sich schnell ab, nicht nur aufgrund des frühen Gegentreffers, bei dem Skoda gekonnt einlupft. Civas Männer werden ohne Ball von den Gastgebern vorgeführt, mit Ball wird den Leipzigern kaum Zeit zum Atmen geschweige denn Nachdenken gegönnt. Besonders auffällig ist Altglienickes Toptorjäger Cigerci, der mit Spielwitz die blau-gelbe Viererkette durcheinanderwirbelt und extrem wehtut.

Während der Stadionsprecher des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks „Happy Birthday“ singt, laufen die 22 Spieler wieder ein – ein Leipziger Comeback wird von der VSG durch eine extrem starke Anfangsviertelstunde im Keim erstickt. Im Minutentakt muss Lok-Keeper Jannes Tasche eingreifen, das dritte Tor des Nachmittags fällt jedoch erst in der 67. Minute durch Dennis Lemke, der mit der Brust nur noch ins leere Tore einschiebt. Dann schlägt die Stunde des auffälligsten Manns auf dem Feld. Nur 60 Sekunden nach dem 3:0 dribbelt sich der Neuzugang des Berliner AK durch die gesamte Lok-Verteidigung, mit etwas Glück landet sein abgefälschter Schuss ins Tor. Neun Minuten später wird der 25-Jährige schön freigespielt, sein achtes Tor im achten Spiel ist ein präziser Flachschuss ohne viel Druck.

Lok bleibt trotz der bitteren Niederlage auf einem einstelligen Tabellenplatz und belegt nun Rang sechs. Dennoch müssen Civa und seine Schützlinge gewarnt sein. Die Liga ist nicht nur aufgebläht, sondern auch extrem eng: Nur vier Punkte trennen Prosbtheidaer nun von einem Abstiegsrang. "Der Gegner war von der ersten bis zur letzten Minute klar überlegen. Wir konnten in keinster Weise Paroli bieten. Wir haben versucht, was zu machen, aber da waren zu viele auf dem Platz, die nicht auf dem Platz waren. Das passiert im Laufe einer Saison. Ich denke, man hat gesehen, dass wir noch viele Einheiten brauchen, um die Saison vernünftig zu bestehen. Wir können nur ackern, arbeiten und machen und aus den Fehlern lernen.", sagte der Lok-Coach nach der Partie.