08. November 2020 / 18:41 Uhr

Nach 0:5 gegen Wolfsburg: Turbine Potsdam will Fokus nach vorn richten

Nach 0:5 gegen Wolfsburg: Turbine Potsdam will Fokus nach vorn richten

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Haltung zeigen: Luca Maria Graf und Turbine Potsdam wollen die Klatsche gegen Wolfsburg schnell abhaken.
Haltung zeigen: Luca Maria Graf und Turbine Potsdam wollen die Klatsche gegen Wolfsburg schnell abhaken. © Julius Frick
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Die deutliche Niederlage der Potsdamer Fußballerinnen gegen Bundesliga-Meisterfavorit VfL Wolfsburg will Turbines Trainer Sofian Chahed schnell abhaken. Bereits am Freitag steht gegen Eintracht Frankfurt ein wegweisendes Duell an.

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Einen Abend der Enttäuschung gestand Trainer Sofian Chahed seinen Spielerinnen zu. Am Samstag sollte der Fokus bei Fußball-Bundesligist Turbine Potsdam, das sich dem Doublesieger VfL Wolfsburg am Freitagabend im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion deutlich mit 0:5 (0:3) geschlagen geben musste, dann schon wieder nach vorn gerichtet werden. Bereits am Freitag (19.15 Uhr/Eurosport) steht für den Tabellendritten im Kampf um die Champions-League-Qualifikation bei Eintracht Frankfurt das nächste wegweisende Spiel an.

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„Das ist einer unserer Konkurrenten, mit dem wir auf Augenhöhe sind. Da erhoffen wir uns natürlich mehr“, sagt Chahed. Sowohl Tabellenführer Bayern München als auch die Wolfsburger seien im Moment „eine Nummer zu groß“ für sein junges Team – das gegen die Wölfe unter anderem auf die verletzten Marie-Therese Höbinger und Viktoria Schwalm verzichten musste.

In Bildern: Turbine Potsdam verliert Top-Spiel gegen VfL Wolfsburg.

Turbine Potsdam hatte im Freitagabendspiel gegen den amtierenden Meister VfL Wolfsburg keine Chance. Beim deutlichen 0:5 (0:3) trafen Ex-Turbine Felicitas Rauch, Lena Goeßling per Handelfmeter sowie Dominique Janssen per Freistoß bereits in Hälfte eins für den VfL. Nach dem Wechsel erhöhten Lena Oberdorf und Zsanett Jakabfi mit einem sehenswerten Seitfallzieher. Zur Galerie
Turbine Potsdam hatte im Freitagabendspiel gegen den amtierenden Meister VfL Wolfsburg keine Chance. Beim deutlichen 0:5 (0:3) trafen Ex-Turbine Felicitas Rauch, Lena Goeßling per Handelfmeter sowie Dominique Janssen per Freistoß bereits in Hälfte eins für den VfL. Nach dem Wechsel erhöhten Lena Oberdorf und Zsanett Jakabfi mit einem sehenswerten Seitfallzieher. © Julius Frick

Im Geisterspiel (Chahed: „Der zwölfte Mann an der Seite hat uns vielleicht auch etwas gefehlt.“) am Freitag agierten die Wolfsburgerinnen von Beginn an dominant. „Es war sehr wichtig, hier ein frühes Tor zu schießen“, sagte Ex-Turbine Felicitas Rauch, die den VfL nach acht Minuten in Führung schoss. Die weiteren Tore für die Gäste erzielten Lena Goeßling (30. Minute/Handelfmeter), Dominique Janssen (41.), Lena Oberdorf (48.) und Zsanett Jakabfi (77.).

„Wir hatten viele Chancen und hätten noch das ein oder andere Tor mehr schießen können und müssen. Aber letztendlich haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht und auch in der Höhe verdient gewonnen“, befand Rauch, die 2010 auf die Potsdamer Sportschule gewechselt war.


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Rauch bereitete den Turbinen über ihre Seite immer wieder Probleme und sorgte dafür, dass Chahed die dieses Mal im rechten Mittelfeld aufgebotene Selina Cerci bereits nach 34 Minuten vom Platz nahm. „Das war ein Experiment und der Wechsel systembedingt“, erklärte der Turbine-Coach, der zur Stabilisierung des Zentrums Maria Plattner brachte.