06. September 2021 / 16:55 Uhr

0:5! Laubegast ist eine Nummer zu groß für Roßwein

0:5! Laubegast ist eine Nummer zu groß für Roßwein

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Tom Seydel (l.) und seine Jungs sehen gegen die Truppe aus der Landeshauptstadt wenig Land. 
Tom Seydel (l.) und seine Jungs sehen gegen die Truppe aus der Landeshauptstadt wenig Land. © Gerhard Schlechte
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Gegen den FV Dresden Laubegast ist für die RSV-Kicker in der 2. Runde des Fußball-Landespokals nichts zu holen. Die Roßweiner wehrten sich nach Kräften, doch der Klassenunterschied war deutlich wahrnehmbar.

Roßwein. Diese Latte lag dann doch um einige Zentimeter zu hoch, um sie ohne Berührung zu überspringen. In der 2. Runde des Fußball-Landespokals ist der Roßweiner SV am Sonntagnachmittag durch eine deutliche 0:5 (0:2)-Niederlage gegen den FV Dresden 06 Laubegast aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Nach dem turbulenten 4:3 im Elfmeterschießen gegen Tapfer Leipzig in Runde 1 blieb dem Kreispokalsieger damit eine weitere Überraschung verwehrt.

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Genau genommen wäre ein Erfolg des Gastgebers sogar eine Sensation gewesen. Denn immerhin sind die in der Landesliga noch ungeschlagenen Laubegaster zwei Klassen höher beheimatet. Trotz allem war es ein unvergesslicher Fußballnachmittag im Stadion an der Haßlauer Straße.

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Bei allerbesten Witterungsbedingungen waren 165 Zuschauer in das Sportgelände des RSV gepilgert, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen. Und das Team von Trainer Jörg Soujon enttäuschte ihre treuen Fans auch nicht, sie wehrte sich ungeachtet der dünnen Personaldecke nach Kräften und legte eine starke kämpferische Leistung hin. Die tapferen Einheimischen waren sogar nahe dran, einen torlosen Zwischenstand in die Halbzeitpause zu retten.

Wohltuend faire Begegnung

Kurz vor dem Seitenwechsel allerdings stellten die klar favorisierten Elbestädter die Weichen in Richtung Normalität. Tony Schmidt (45.) und Philipp Wappler (45.+2) sorgten mit ihren Treffern für einen doch noch komfortablen Dresdener Vorsprung beim Gang in die Kabinen. Ein weiterer Doppelschlag Mitte des zweiten Durchgangs war dann endgültig für klare Verhältnisse verantwortlich, denn Oliver Hegewald (61.) und Stefan Mühlbauer (63.) machten den Deckel drauf.

Der zum Doppelschützen avancierende Mühlbauer setzte schließlich kurz vor Ultimo in der 87. Minute den Schlusspunkt unter eine wohltuend faire Begegnung mit lediglich zwei gelben Karten, welche der Unparteiische Christopher Fiebig vom Chemnitzer FC beide an die Roßweiner verteilte. Insgesamt gesehen geht das Ergebnis absolut in Ordnung, Goliath behielt gegen David letztlich souverän die Oberhand.

Partie gegen Partheland

In den Reihen der Hausherren feierte übrigens der 28-jährige Tom Haberstock seinen Einstand. Der einst bei der BSG Stahl Riesa II sowie beim Döbelner SC aktive Defensivakteur erweitert die quantitativen und qualitativen Spielräume im Kader der Roßweiner, welche sich ab sofort auf das Meisterschaftsrennen in der Kreisoberliga konzentrieren können.


Am kommenden Sonntag um 14 Uhr beim SC Partheland steht für den RSV in der Staffel die erst zweite Partie der jungen Saison auf dem Programm, dann ist anders als gegen Laubegast der Gegner der Außenseiter.

Roßwein: Jentzsch, Zerge, Renner, Peschel, Seydel, Brambor, Schwibs, Haberstock, Lehmann, Krondorf, Marbach (79. Köhler).