11. September 2021 / 09:31 Uhr

0:6 bei der VSG Altglienicke: FC Eilenburg kassiert erste saftige Klatsche

0:6 bei der VSG Altglienicke: FC Eilenburg kassiert erste saftige Klatsche

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Frustriert sitzt Eilenburgs Torwart Andreas Naumann nach dem Gegentreffer zum 0:2 auf dem Berliner Rasen. 
Frustriert sitzt Eilenburgs Torwart Andreas Naumann nach dem Gegentreffer zum 0:2 auf dem Berliner Rasen.  © Matthias Koch
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Das war schmerzhaft! Das Team von Trainer Nico Knaubel war beim Auswärtsauftritt in der Bundeshauptstadt chancenlos. Zu deutlich war das spielerische Übergewicht der VSG, die auch in dieser Höhe verdient gewannen. 

Berlin. Dieser Ausflug in die Hauptstadt tat so richtig weh: Beim Spitzenklub VSG Altglienicke ist Aufsteiger FC Eilenburg am Freitagabend untergegangen. Mit einer 0:6-Packung ging es zurück in die Heimat. Nach vielen knappen Spielen war das die erste saftige Pleite für den Tabellenvorletzten. „Wir haben die fehlende individuelle Qualität in den anderen Spielen über mannschaftliche Geschlossenheit aufgefangen, das hat heute nicht funktioniert und dann geht’s du so unter“, sagte Torhüter Andreas Naumann nach dem Abpfiff frustriert.

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Verletzungspech setzt Eilenburgern schwer zu

Die erste Hiobsbotschaft gab es schon vor dem Spiel. Defensiv-Abräumer Anton Rücker hat sich beim Brutalo-Foul von Nader El-Jindaoui im Duell gegen den Berliner AK doch schwerer verletzt, fällt mit doppeltem Bänderriss mindestens fünf Wochen aus. Noch vor der Halbzeit verletzte sich erneut Dennis Kummer. Nach einem Sprint griff er sich an den rechten Oberschenkel, riecht bestenfalls nach einer Zerrung und lässt die Eilenburger Sorgen nicht kleiner werden.

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Schnell war klar, dass der FCE gegen die austrainierten Athleten aus Berlin entweder einen Traumtag oder viel Glück brauchen würde. Beides hatte der Aufsteiger nicht. So war das über weite Strecken einseitige Duell quasi schon zur Pause entschieden. Die von Karsten Heine trainierten Berliner führten locker mit 3:0, trafen regelmäßig - mal aus dem Spiel heraus, mal per Freistoß-Aufsetzer. „Das stellst du dir nicht in den kühnsten Träumen vor“, gestand FCE-Trainer Nico Knaubel, der auch über die Qualität der Gastgeber staunte. Altglienicke war einfach zu schnell, zu spritzig und die Eilenburger zu harmlos in den Zweikämpfen und im Abschluss nicht effektiv genug.

Sauer verpasst den Treffer zum 1:3

Die dickste Chance zum sechsten Eilenburger Saisontor hatte Philipp Sauer. Der Linksverteidiger, im Hauptjob Lehrer stand genau wie Andreas Naumann am Freitag erst sieben Stunden im Klassenraum, scheiterte am glänzend reagierenden Leon Bätge im Tor der Platzherren. Die Schussversuche von Tzounatan Moutsa aus aussichtsreichen Positionen waren dagegen weder platziert und scharf.

Nach dem Wechsel hielt sich der FCE bis zur 74. Minute schadlos, verteidigte tapfer, kam aber selbst nur sporadisch zu torgefährlichen Abschlüssen. Stattdessen drehte Altglienicke noch mal richtig auf. Ein Doppelpack von Johannes Manske und der Treffer von bedeuteten den schmerzhaften Eilenburger Untergang und einen verhagelten Start in das Wochenende. Der bei Transfermarkt.de geschätzte Marktwert von 2,05 Millionen versus 535.000 Euro wurde diesmal auch auf dem Spielfeld sichtbar.

Nächste hohe Hürde ist der 1. FC Lok Leipzig

Und die nächsten Aufgaben werden nicht leichter: Am übernächsten Sonntag (13 Uhr) gastiert Lok Leipzig im Ilburg-Stadion. Die Blau-Gelben sind Corona-geplagt. Die letzten beiden Spielen fielen aus, weil jeweils der Gegner (Auerbach, Cottbus) in Quarantäne musste. Während Lok die Zwangspause überhaupt nicht in den Kram passt, käme den Eilenburgern eine solche nach zehn Spielen in sieben Wochen recht. Mehr Spiele hat übrigens keine andere Regionalliga-Mannschaft bisher absolviert.


FCE: Naumann – Ph. Sauer, Vogel, Majetschak, Moutsa, Wadewitz, Kim (46. Meseberg), Baumann (78. Jackisch), Kummer (43. Michael), Assaf (66. Dimespyra), dos Santos (78. Stelmak)