18. April 2021 / 18:24 Uhr

1:0 gegen Schlusslicht Duisburg: Mühsamer Arbeitssieg für Turbine Potsdam

1:0 gegen Schlusslicht Duisburg: Mühsamer Arbeitssieg für Turbine Potsdam

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
18.04.2021, Fußball, 1.Frauenbundesliga, Punktspiel, 1.FFC Turbine Potsdam-MSV Duisburg, Karl-Liebknecht-Stadion
im Bild: v.l. Gina Chmielinski (1.FFC Turbine Potsdam),Geldona Morina (MSV Duisburg)
Gina Chmielinski (l.) hatte gegen Duisburgs Geldona Morina einen schweren Stand. © Julius Frick
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Frauen-Bundesliga: Sofian Chahed schont an seinem Geburtstag zahlreiche Stammkräfte und hadert mit dem Offensivspiel. Am Mittwoch kommt nun Ligaprimus Bayern München nach Potsdam.

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Ein paar mehr „Geschenke“ hätten es zu Sofian Chaheds 38. Geburtstag schon sein dürfen. „Vor allem habe ich mir aber gewünscht, dass sich die Mannschaft für die zwei guten Trainingswochen belohnt“, sagte der Cheftrainer von Frauenfußball-Bundesligist Turbine Potsdam am Sonntag nach dem mühevollen 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen das noch sieglose Schlusslicht MSV Duisburg. Der Jubilar musste allerdings zugeben: „Es war nicht unser bestes Spiel.“

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Dabei erwischte der Tabellenvierte aus der Landeshauptstadt einen Blitzstart: Selina Cerci spurtete in eine halbherzige Rückgabe der Duisburgerinnen, umkurvte Gästetorfrau Meike Kämper und schob bereits nach vier Minuten zum Tor des Tages ein. Der 26-Jährigen zwischen den Pfosten hatte es Duisburg zu verdanken, dass der Rückstand nicht schon zur Pause deutlich wurde. Kämper fischte eine Bogenlampe von Dina Orschmann noch aus dem Winkel (9.) und war dann beim Freistoß von Nina Ehegötz rechtzeitig zur Stelle (22.), ebenso wie nach der Pause, als Luca Graf plötzlich völlig frei vor ihr auftauchte (74.).

Turbine Potsdam mit 1:0-Arbeitssieg gegen Schlusslicht Duisburg

Turbine Potsdam fährt gegen Bundesliga-Schlusslicht MSV Duisburg einen mühevollen 1:0-Heimsieg ein. Selina Cerci erzielt schon nach vier Minuten das Tor des Tages. Am Ende haben die Potsdamerinnen sogar Glück, dass sie nicht noch den Ausgleich kassieren. Zur Galerie
Turbine Potsdam fährt gegen Bundesliga-Schlusslicht MSV Duisburg einen mühevollen 1:0-Heimsieg ein. Selina Cerci erzielt schon nach vier Minuten das Tor des Tages. Am Ende haben die Potsdamerinnen sogar Glück, dass sie nicht noch den Ausgleich kassieren. © Julius Frick

Der Ball wollte nicht rein und mit zunehmender Spieldauer wurde die Verunsicherung bei Chaheds Elf immer größer. „Das passiert, weil wir die Tore nicht machen. Wir müssen viele Situationen einfach besser ausspielen“, monierte der Coach.

Der hatte mit Blick auf das bereits am Mittwoch (16 Uhr) anstehende Heimspiel gegen Ligaprimus Bayern München einigen Stammkräften eine Pause verordnet. Kapitänin Merle Barth nahm zunächst ebenso auf der Bank Platz wie Anna Gerhardt und Malgorzata Mesjasz. Auf Youngster Lea Bahnemann hatte man vorsichtshalber verzichtet. Die 19-Jährige hatte Kontakt zu einer Spielerin der zweiten Mannschaft, die positiv auf Corona getestet worden war – das Spiel der Reserve gegen Wolfsburg II wurde daher kurzfristig abgesetzt.

Auch für die wiedergenesene Stammkeeperin Vanessa Fischer sei ein Einsatz letztlich noch zu früh gekommen, erklärte Sofian Chahed. Stattdessen stand Zala Mersnik im Turbine-Tor. Und die war in der 66. Minute bei der ersten richtigen MSV-Chance gefordert, machte sich für Hannah Wilkinsons Flachschuss aber ganz lang. Auf der anderen Seite verpasste Turbine mehrfach die Entscheidung.

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„Wir können von Glück reden, dass Duisburg am Ende noch ein paar Bälle liegen lässt“, ärgerte sich Chahed. Die Gäste hatten sich ihre dickste Gelegenheit bis ganz zum Schluss aufgehoben. „Da bringen wir uns wieder selber in Schwierigkeiten“, so der Turbine-Trainer. Sara Agrez schlug über den Ball, Alina Angerer stand plötzlich frei vor Mersnik, schob aber neben das Tor (90.+1). „Am Ende zählen nur die drei Punkte“, stellte Chahed fest. „Jetzt heißt es: Mund abputzen. Am Mittwoch kommen die Bayern.“

Turbine Potsdam: Mersnik – K. Holmgaard (57. Weidauer), Elsig, Agrez, S. Holmgaard – Orschmann (66. Gerhardt), Graf, Höbinger, Chmielinski (84. Mesjasz), Ehegötz (66. Kössler) – Cerci.