17. Oktober 2020 / 19:09 Uhr

1:0-Sieg in Eutin - Luca Sixtus rettet Todesfelde den Mannschaftsabend

1:0-Sieg in Eutin - Luca Sixtus rettet Todesfelde den Mannschaftsabend

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Die Todesfelder beglückwünschen Luca Sixtus zu seinem Treffer.
Die Todesfelder beglückwünschen Luca Sixtus zu seinem Treffer. © 54°/Garve
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Das war ein unerwartet hartes Stück Arbeit. Beim Tabellenvorletzten Eutin 08 (nur drei Punkte aus fünf Spielen) mühte sich der Vorjahresstaffelsieger SV Todesfelde zu einem knappen Erfolg. Kapitän Luca Sixtus erzielte in der 82. Minute das Siegtor zum am Ende glücklichen, aber verdienten 1:0.

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Die verbesserten Eutiner machten dem Favoriten vor 243 Zuschauern am Waldeck das Leben schwer. „Sie haben sehr aggressiv verteidigt und waren ein unangenehmer Gegner in den Zweikämpfen“, gab es anschließend ein Extralob von SVT-Teamchef Sven Tramm. Das die Partie so lange offen war, lag daran, dass die Hausherren die beste Defensivleistung in der laufenden Saison zeigten.

„Das war ein Lichtblick und eine gute Reaktion von der Mannschaft. Wir konnten Nadelstiche setzen und hätten durchaus in Führung gehen können“, befand Eutins Trainer Dennis Jaacks. Auch Neuzugang Nikita Bojarinow, der in die Innenverteidigung rückte, sprach von einem guten Spiel der Ostholsteiner. „Das ist echt ärgerlich, alle haben gekämpft und sich gut präsentiert“, sagte er.

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Am Ende wurde der Druck der Gäste aber immer größer. „Wir hatten wenig Entlastung und irgendwie fällt der Ball einem vor die Füße“, analysierte Bojarinow. Vorbereitet wurde das späte Siegtor über Außen von Emanuel Bento, ehe Sixtus den Ball aus fünf Metern über die Linie stocherte. „In der zweiten Halbzeit haben wir den Kampf angenommen und am Ende einen dreckigen Sieg eingefahren“, meinte Sixtus.

„Auch solche Spiele muss man gewinnen. Vielleicht brauchten wir so einen Sieg als Signalwirkung.“ Nach dem Spiel ging es zurück nach Todesfelde, wo in der Kabine eine interne Mannschaftsfeier stieg. „Es gibt Pizza und die Jungs wollen Fifa zocken“, verriet Tramm. „Letztlich waren wir die bessere Mannschaft und hätten viel früher in Führung gehen können. Daher geht der Sieg in Ordnung.“

Für die Eutiner geht es bereits am kommenden Dienstag weiter, wenn sie als Titelverteidiger im Kreispokal-Viertelfinale den Kreisnachbarn TSV Pansdorf (19.30 Uhr) empfangen. „Der Gesamtauftritt mach Mut für dieses Spiel“, resümierte Jaacks.

Eutin 08: Wulf – Hermann, Fatlum Zymberi, Bojarinow, Lahi – Buhmann (Fatlind Zymberi) – Dippert, Lepin, Meins, Schüler (65. Rosert) – Röben-Müller (73. Rose)

SV Todesfelde: Landvoigt – Jaacks, Schulz, Rave (53. Stehnck) – Sixtus, Gelbrecht – Weidemann, Bento, Reimers (77. Studt) – Krause, Liebert (90. +1 Cicek).