30. Juli 2020 / 18:42 Uhr

1:1 beim Geheimtest in Leipzig: Wolfsburg-Trainer Glasner "sehr zufrieden"

1:1 beim Geheimtest in Leipzig: Wolfsburg-Trainer Glasner "sehr zufrieden"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Unentschieden bei der Generalprobe: Der VfL Wolfsburg (r. Josuha Guilavoui) trennte sich 1:1 von RB Leipzig.
Unentschieden bei der Generalprobe: Der VfL Wolfsburg (r. Josuha Guilavoui) trennte sich 1:1 von RB Leipzig. © RB Leipzig/Motivio/Thomas Eisenhuth
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Im ersten und einzigen Test der Saisonvorbereitung hat sich der VfL am Donnerstagnachmittag 1:1 (0:0) von RB Leipzig getrennt. Dabei wäre für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten sogar noch mehr drin gewesen...

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Kein Live-Stream, kein Live-Ticker, keine Journalisten vor Ort: Es war ein Geheimtest unter ganz besonderen Bedingungen - doch der ist dem VfL Wolfsburg geglückt. 1:1 (0:0) trennte sich der Fußball-Bundesligist am Donnerstagnachmittag in der Trainingsakademie am Leipziger Cottaweg von RB und hätte sogar mit einem Sieg ins Achtelfinal-Rückspiel der Europa League am Mittwoch (18.55 Uhr) in Kiew gegen Schachtar Donezk gehen können.

Erst am Samstag war die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner nach dreieinhalb Wochen Urlaub wieder ins Training eingestiegen. In erster Linie ging es dem Coach darum, "dass wir wieder ein Spiel unter Wettkampfbedingungen absolvieren können und die Mannschaft wieder in den Spiel-Rhythmus kommt". Und das gelang. Ohne Kevin Mbabu (Quarantäne), Paulo Otavio (Knöchel), William (Reha nach Kreuzbandriss), Admir Mehmedi (Achillessehne) und den dauerverletzten Ignacio Camacho gingen die Wolfsburger die Aufgabe an. Zwar brachten die VfLer den Ball in der ersten Halbzeit nicht im Tor des Champions-League-Teilnehmers unter, aber auch RB blieb seinerseits ohne Torerfolg.

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Elfmeter-Tor für den VfL durch Renato Steffen (verdeckt). Zur Galerie
Elfmeter-Tor für den VfL durch Renato Steffen (verdeckt). ©

Treffer fielen erst nach dem Seitenwechsel. In der 70. Minute war es so weit: Renato Steffen versenkte einen Foulelfmeter zum 1:0, sieben Minuten zuvor hatte er übrigens die einzige Gelbe Karte des Tages gesehen. Gerade einmal zwei Minuten nach der Wolfsburger Führung glich Patrik Schick für die Gastgeber aus - diesmal war es der Tscheche, der vom Punkt aus die Nerven behielt und zum 1:1 traf.

Bei dem Spielstand blieb es bis zum Schlusspfiff - VfL-Trainer Glasner konnte damit gut leben. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt. Wir haben es sehr gut gemacht – nicht nur wegen des Ergebnisses, ich habe viele gute Aktionen gesehen", lobte der Österreicher, wenngleich er nach der Urlaubs-Pause auch noch Luft nach oben gesehen hat. "Klar, es ist noch nicht alles perfekt, aber die Spieler haben sich sehr gut präsentiert. Alle Spieler sind gut durchgekommen und gehen fit aus dem Test heraus, was sehr wichtig war. Es ist alles so gelaufen, wie wir es uns gewünscht haben", bilanzierte Glasner.

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Auch sein Gegenüber Julian Nagelsmann war mit der Vorstellung seines Teams einverstanden. "Die Jungs machen nach den ersten Trainingstagen einen guten Eindruck", lobte der RB-Coach und ergänzte: "Es war ein guter Test gegen einen guten Gegner zum richtigen Zeitpunkt. Wir sind mit einer anderen Grundordnung in die Partie gegangen und haben uns viele Tor-Chancen herausgespielt. Daraus müssen wir mehr Tore erzielen." Und dann blickte der Trainer bereits auf das Leipzig-Spiel in der Königsklasse am 13. August in Lissabon gegen Atletico Madrid: "Wir müssen die Belastung nun etwas steuern, da die Pause doch recht kurz war."

Auch beim VfL liegt der Fokus jetzt auf dem richtungsweisenden Europa-League-Rückspiel in der Ukraine. Denn dort steht Wout Weghorst und Co. eine schwere Aufgabe bevor, schließlich müssen die Wolfsburger das 1:2 aus dem Hinspiel (es war das letzte Spiel vor der langen Corona-Pause) umbiegen. Glasner jedenfalls freut sich schon auf das erste Pflichtspiel der neuen Saison. "Jetzt ist der Blick nach vorn gerichtet, jetzt wollen wir die letzten sechs Tage bis zum Donezk-Spiel noch nutzen, um etwas mehr Frische und Power für 90 Minuten zu bekommen. Dass uns das gelingt, da bin ich sehr zuversichtlich."