28. August 2021 / 20:34 Uhr

1:1 gegen Hertha Zehlendorf - RSV weiter ungeschlagen: "Große Nummer für uns"

1:1 gegen Hertha Zehlendorf - RSV weiter ungeschlagen: "Große Nummer für uns"

Maximilian Krone
Märkische Allgemeine Zeitung
Frank Rohde (l.) erzielte den umjubelten Ausgleich des RSV Eintracht in der 85. Spielminute.
Frank Rohde (l.) erzielte den umjubelten Ausgleich des RSV Eintracht in der 85. Spielminute. © Benjamin Feller
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NOFV-Oberliga Nord: Der RSV Eintracht ist auch nach dem fünften Spiel noch ungeschlagen und kann Tabellenführer Hertha 03 Zehlendorf einen Punkt abnehmen. 

RSV Eintracht - FC Hertha 03 Zehlendorf 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Melih Hortum (48.), 1:1 Frank Rohde (85.). Rote Karte: Arthur Langhammer (90.+3, Zehlendorf, Grobes Foulspiel). Zuschauer: 392.

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392 Zuschauer waren am Samstagnachmittag Zeuge eines intensiven und hochklassigen Oberliga-Spiels zwischen dem RSV Eintracht und Hertha 03 Zehlendorf. Mit 1:1 (0:0) trennten sich beide Mannschaften auf dem Sportplatz Heinrich-Zille-Straße, für die Gäste aus der Bundeshauptstadt der erste Punktverlust in dieser Spielzeit, die Mannschaft von Trainer Patrick Hinze ist derweil ebenfalls noch ungeschlagen: „Das ist schon eine große Nummer für uns“, erklärte der 35-Jährige im Anschluss an die Partie.

Den Grundstein dafür legten die Hausherren in Halbzeit eins. Den Herthanern gaben sie kaum Räume, standen hinten sehr sicher und so gelang es den Gästen kaum, Torchancen zu kreieren. Die erste Gelegenheit hatte Zulu Ernst für die Berliner, als er sich gegen Dwayne Bensch, der den verletzten Peter Misch in der Innenverteidigung vertrat, durchsetzte und im Eins-gegen-Eins-Duell an RSV-Keeper Daniel Hemicker scheiterte (29.). Bei den Stahnsdorfer sorgte Dennis Nüsse im Anschluss an eine Ecke zum ersten Mal für Gefahr. Der Offensiv-Akteur jagte den Ball aus fünf Metern jedoch über den Kasten von Hertha-Torwart Paul Büchel (39.), der eine Minute später einem Geschoss aus 25 Metern, abgefeuert von Ernes Matjaz, nur hinterher gucken konnte, jedoch landete der Ball nur am Außenpfosten (40.). Torlos ging es in die Halbzeitpause.

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In Bildern: RSV Eintracht und Hertha 03 Zehlendorf trennen sich 1:1

Der RSV Eintracht (blaue Trikots) und Hertha 03 Zehlendorf trennen sich 1:1 (0:0). Beide Mannschaften bleiben in der diesjährigen Oberliga-Saison ungeschlagen. Zur Galerie
Der RSV Eintracht (blaue Trikots) und Hertha 03 Zehlendorf trennen sich 1:1 (0:0). Beide Mannschaften bleiben in der diesjährigen Oberliga-Saison ungeschlagen. © Benjamin Feller

Aus dieser kamen die Gäste deutlich besser heraus. Der RSV war noch nicht ganz wach und konnte einen von den vielen Diagonalbällen aus der Innenverteidigung auf den Flügel nicht verteidigen. In diesem Falle erreichte das lange Zuspiel Mushakir Razeek. Der dynamische Angreifer flankte in das Zentrum zu Mittelstürmer Ernst, der das Spielgerät perfekt für den heranrauschenden Melih Hortum ablegte - 0:1 (48.) und keine Abwehrchance für den stark aufgelegten Hemicker. Der RSV war in den Minuten danach von der Rolle, viele Bälle versprangen und die Fehlpässe im Spielaufbau häuften sich. Ganz anders die bis dato immer noch gegentorlosen Gäste, die den Auswärtssieg, und damit fünften Erfolg in Serie, einfahren wollten.

Zehn Minuten vor Schluss erhöhte die Hinze-Elf noch einmal das Tempo, die eingewechselten Felix Matthäs, Kai Friedrich Mautsch und Yasin Dag sorgten für frischen Wind. Letzterer stibitzte sich fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den Ball und bediente Frank Rohde. Von einem Zehlendorf-Verteidiger abgefälscht fiel der Ball hinter Büchel zum Ausgleich in den Kasten (85.).

Zwei Großchancen und ein Platzverweis in der Schlussminute

Nun wollten die Blau-Weißen noch mehr, nur drei Minuten später bediente Matthäs Rohde, der per Volley an Büchel scheiterte (88.). Es eröffnete sich ein Spiel, in dem beide Mannschaften den Sieg wollten. Es lief schon die letzte der drei Minuten Nachspielzeit, als erst Deniz Citlak im Eins-gegen-Eins-Duell an Hemicker scheiterte und im direkten Gegenstoß Niklas Goslinowski den Ball mutterseelenallein am Hertha-Tor vorbeischob. Als Dominik Kruska noch einmal auf der linken Seite den Turbo zündete, wurde der Akteur mit der Nummer elf von Arthur Langhammer gestoppt. Der Zehlendorfer rauschte ohne Chance auf den Ball von hinten in die Beine und wurde des Platzes verwiesen. Es war die letzte Aktion einer nervenaufreibenden Begegnung.

„In der ersten Halbzeit haben wir das sehr gut gemacht, da standen wir sehr gut in der Ordnung und hatten gute Passpassagen dabei“, schätzte Hinze im Anschluss ein, „in der zweiten Halbzeit haben wir zum Anfang ein wenig den Zug verloren. Aber Respekt, wir kommen so zurück, nachdem Zehlendorf eigentlich das 2:0 machen muss und haben dann nochmal zwei Großchancen und können das Spiel sogar noch gewinnen.“ Unzufriedener zeigte sich Zehlendorf-Trainer Fabian Gerdts: „Wir haben bis zur 80. Minute das Spiel kontrolliert, verdient 1:0 geführt und müssen dann eigentlich das 2:0 machen“, trauert der 31-Jährige der Chancenverwertung nach und schätzt das Gegentor als „sehr unglücklich“ ein: „Da haben sie schon sehr viel Glück gehabt. Über 90 Minuten hätten wir den Sieg verdient.“

RSV Eintracht: Hemicker - Kruska, Buchholz, Bensch, Möhl, Matjaz (66. Mautsch) - Schönfuß (73. Matthäs), Kausch (88. Ronis) - Nüsse (66. Dag), Rohde, Rauch (88. Goslinowski).